Verstehen.  





















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Das Verstehen, die Meinung, fällt aus unsrer Betrachtung heraus.




     

     Kann man denn etwas Anderes als einen Satz verstehen?
     Oder aber: Ist es nicht erst ein Satz, wenn man es versteht. Also: Kann man Etwas anders, als    als Satz   verstehen?


     


     Man möchte davon reden, “einen Satz zu erleben”.
     Läßt sich dieses Erlebnis niederschreiben?


     


     Da ist es wichtig, daß es in einem gewissen Sinne keinen halben Satz gibt.
     Das heißt, vom halben Satz gilt, was vom Wort gilt, daß er nur im Zusammenhang des Satzes Sinn| // Bedeutung // hat.


     

     Prüfen:| Überlegen:
     “Das Verstehen fängt aber erst mit dem Satz an. (Und darum interessiert es uns nicht.)”


     

     Wie es keine Metaphysik gibt, so gibt es keine Metalogik. Das Wort “Verstehen”, der Ausdruck “einen Satz verstehen”, ist auch nicht metalogisch, sondern ein Ausdruck wie    jeder   andre der Sprache.


     


     Man könnte sagen: Was soll uns das Verstehen bekümmern? Wir müssen ja den Satz verstehen, daß er für uns ein Satz ist!

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     Es wäre ja auch seltsam, daß die Wissenschaft und die Mathematik die Sätze gebraucht, aber von ihrem Verstehen nicht spricht.


     

     Man sieht in dem Verstehen das Eigentliche, im Zeichen das Nebensächliche. — Übrigens, wozu dann das Zeichen überhaupt? — Nur um sich Andern verständlich zu machen? Aber wie ist das| dies möglich?| Aber wie geschieht dies?Hier wird das Zeichen als eine Medizin betrachtet| angesehen| Man sieht hier| da das Zeichen als eine Medizin an, die im Andern die gleichen Schmerzen| Zustände hervorrufen soll, wie ich sie habe.


     

     Auf die Frage “was meinst Du”, muß zur Antwort kommen: p; und nicht| kommt zur Antwort: “ich meine p”, & nicht “ich meine das, was ich mit ‘p’ meine”.


     


     Die gesamte Sprache kann nicht mißverstanden werden. Denn sonst gäbe es| werden; sonst gäbe es… zu diesem Mißverständnis wesentlich keine Aufklärung .
      Die Sprache muß für sich selbst sprechen.



     

     Man kann es auch so sagen: wenn man sich immer in einem Sprachsystem ausdrückt und also, was ein Satz meint, nur durch Sätze dieses Systems erklärt, so fällt am Schluß die Meinung ganz aus der Sprache, also aus der Betrachtung, heraus und es bleibt die Sprache, das Einzige, was wir betrachten können. Was ein Satz meint, sagt eine Erklärung.


     

     Gesprochenes kann man nur durch die Sprache erklären,| Gesprochenes erklärt man durch die Sprache; darum kann man    die Sprache   (in diesem Sinne) nicht erklären.


     

     Ich will doch sagen: Die ganze Sprache kann man nicht interpretieren.
     Eine Interpretation ist immer nur    eine   im Gegensatz zu einer    andern.   Sie hängt sich an das Zeichen und reiht es in ein weiteres System ein.

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     Alles was ich in der Sprache tun kann, ist    etwas   sagen: das    eine   sagen. (Das eine sagen im Raume der Möglichkeiten dessen, was ich hätte sagen können.) (Keine Metalogik.)


     

     Wenn Frege gegen die formale Auffassung der Arithmetik spricht, so sagt er gleichsam: diese kleinlichen Erklärungen, die Symbole betreffend, sind müßig, wenn wir diese verstehen. Und das Verstehen besteht quasi im Sehen| // ist quasi das Sehen // eines Bildes, aus dem dann alle Regeln folgen (wodurch sie verständlich werden). Frege sieht aber nicht, daß dieses Bild nur wieder ein Zeichen ist, oder ein Kalkül, der uns den geschriebenen Kalkül erklärt.
     Aber das Verständnis gleicht überhaupt dem, welches| Und, was wir Verstehen einer Sprache nennen, gleicht überhaupt dem Verständnis, welches wir für einen Kalkül kriegen, wenn wir z.B. seine Entstehung| Genesis| die Gründe seiner Entstehung, oder seine praktische Anwendung kennen lernen. Und auch da lernen wir nur einen übersichtlicheren Symbolismus statt des fremden kennen. (Verstehen heißt hier etwa übersehen.)


     


     Wenn komplizierte seelische| psychische Vorgänge hinter der ¿Front¿ der Symbole beim Verstehen des Wortes “und” eine Rolle spielen wie kommt es, daß von ihnen in der Logik nie die Rede ist, noch sein braucht?



     

      Wenn ich jemandem einen Befehl gebe, so ist es mir    ganz genug  , ihm Zeichen zu geben. Und ich würde nie sagen: das sind ja nur Worte, und ich muß hinter die Worte dringen. Ebenso, wenn ich jemand etwas gefragt hätte und er gibt mir eine Antwort (also ein Zeichen), bin ich zufrieden — das war gerade, was ich erwartete — und wende nicht ein: das ist ja eine bloße Antwort. Es ist klar, daß nichts anderes erwartet werden konnte, und daß die Antwort den Gebrauch der Sprache| des bestimmten Sprachspiels| einer Sprache voraussetzte. Wie|; wie alles, was zu sagen ist.| wir sagen können.

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     Wenn man aber sagt “wie soll ich wissen, was er meint, ich sehe ja nur seine Zeichen”, so sage ich: “wie soll    er   wissen, was er meint, er hat ja auch nur seine Zeichen”.


     

     “Etwas habe ich aber doch gemeint, als ich das sagte!” — Gut, aber wie können wir, was es ist, herausbringen? Doch wohl nur dadurch, daß er es uns sagt. Wenn wir nicht sein übriges Verhalten zum| als Kriterium nehmen sollen, dann also das, was er uns erklärt.
     Du meinst, was Du sagst.

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“Verstehen”|Meinen” amorph gebraucht. “Verstehen”|Meinen” mehrdeutig.




     

     “Du hast mit der Hand eine Bewegung gemacht; hast Du etwas damit gemeint? — Ich dachte, Du meintest, ich solle zu Dir kommen”. Wie meinte er etwas? Hat er also etwas Anderes gemeint, als, was er ausdrückte| zeigte? Oder ist die Frage nur: hat er gemeint was er zeigte?

     Also er konnte etwas meinen, oder auch nichts meinen. Und wenn er etwas meinte, war es eben was er zeigte oder etwas Anderes?
      Darf man hier fragen: “   was   hast Du gemeint”? — Auf diese Frage kommt ein Satz zur Antwort. Darf man so nicht fragen, so ist das Meinen — sozusagen — amorph. Und “ich meine etwas mit dem Satz” ist dann von ähnlicher Form wie: “dieser Satz ist nützlich”, oder “dieser Satz greift in mein Leben ein”.


     


     Könnte man aber| auch antworten: “ich habe etwas mit dieser Bewegung gemeint, was ich nur durch diese Bewegung ausdrücken kann”?


     

     Wir unterscheiden Sprache, von dem, was nicht Sprache ist Schrift von dem, was keine Schrift ist. Wir sehen Striche etwa auf einer ¿Mauer¿ und sagen, wir verstehen sie; und wir sehen andere, und sagen, sie bedeuten nichts (oder, uns nichts). Damit ist doch eine sehr allgemeine Erfahrung charakterisiert, die wir nennen könnten: “etwas als Sprache verstehen” — ganz abgesehen davon| von dem,    was   wir aus dem gegebenen Gebilde| den Strichen (etc.) herauslesen. ( Vergleiche: die Handlungen zweier Personen als Züge (Handlungen) eines Spiels verstehen.)


     

     Ich sehe eine deutsche Aufschrift und eine chinesische: Ist die chinesische etwa ungeeignet etwas mitzuteilen?
     
— Ich sage, ich habe Chinesisch nicht gelernt. Aber das Lernen der Sprache fällt| dies fällt als Ursache, Geschichte, aus der gegenwärtigen Situation heraus. Nur auf seine Wirkungen kommt es an, und die sind Phänomene, die eben nicht eintreten, wenn ich das Chinesische

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sehe| // anschaue//. (Warum sie nicht eintreten, ist gleichgültig.)


     


     Geben wir denn den Worten, die uns gesagt werden, willkürliche Interpretationen? Kommt nicht das Erlebnis des Verstehens mit dem Erlebnis des Hörens der Zeichen, wenn wir die Sprache der Andern verstehen’?


     


     Wenn mir jemand etwas sagt und ich verstehe es, so geschieht mir dies ebenso, wie, daß ich, was er sagt, höre.
     Und hier ist Verstehen das Phänomen, welches|die Phänomene welche sich einstellt, wenn ich einen deutschen Satz höre, und welches dieses Hören vom Hören eines Satzes einer mir fremden Sprache unterscheidet.


     


     Denken wir an eine Chiffre: Ein Satz sei uns|mir in der Chiffre gegeben und auch der Schlüssel, dann ist uns|mir natürlich, in gewissem Sinne|einer Beziehung, alles zum Verständnis der Chiffre gegeben. Und doch würde ich, gefragt “verstehst Du diesen Satz in der Chiffre”, antworten: Nein, ich muß ihn erst entziffern; und erst, wenn ich ihn z.B. ins Deutsche übertragen hätte, würde ich sagen “jetzt verstehe ich ihn”.
     Wenn man hier die Frage stellte: “In welchem Augenblick der Übertragung (aus der Chiffre ins Deutsche) verstehe ich den Satz”, so würde man einen Einblick in das Wesen dessen erhalten, was wir “verstehen” nennen.| // in das Wesen des Verstehens erhalten.//


     


     Ich sage einen Satz “ich sehe einen schwarzen Kreis”; aber auf die Worte| // Wörter // kommt es doch nicht an; sagen| // setzen // wir also statt dieses Satzes “a b c d e”. Aber nun kann ich nicht ohne weiteres mit diesem Zeichen den oberen Sinn verbinden (es sei denn, daß ich es als    ein   Wort auffasse und dies als Abkürzung des oberen Satzes). Diese Schwierig-
keit

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sehe| // anschaue//. (Warum sie nicht eintreten, ist gleichgültig.)


     


     Geben wir denn den Worten, die uns gesagt werden, willkürliche Interpretationen? Kommt nicht das Erlebnis des Verstehens mit dem Erlebnis des Hörens der Zeichen, wenn wir ‘die Sprache der Andern verstehen’?


     


     Wenn mir jemand etwas sagt und ich verstehe es, so geschieht mir dies ebenso, wie, daß ich, was er sagt, höre.
     Und hier ist Verstehen das Phänomen, welches sich einstellt, wenn ich einen deutschen Satz höre, und welches dieses Hören vom Hören eines Satzes einer mir nicht geläufigen| bekannten Sprache unterscheidet.


     

     Denken wir an eine Chiffre: Ein Satz sei uns in der Chiffre gegeben und auch der Schlüssel, dann ist uns natürlich, in gewisser Beziehung, Alles zum Verständnis der Chiffre gegeben. Und doch würde ich, gefragt “verstehst Du diesen Satz in der Chiffre”, etwa antworten: Nein, ich muß ihn erst entziffern; und erst, wenn ich ihn z.B. ins Deutsche übertragen hätte, würde ich sagen “jetzt verstehe ich ihn”.
     Wenn man hier die Frage stellte: “In welchem Augenblick der Übertragung (aus der Chiffre ins Deutsche) verstehe ich den Satz”, so würde man einen Einblick in das Wesen dessen erhalten, was wir “verstehen” nennen.| // in das Wesen des Verstehens erhalten.//


     

     Ich sage einen Satz “ich sehe einen schwarzen Kreis”; aber auf die Worte| // Wörter // kommt es doch nicht an; sagen| // setzen // wir also statt dieses Satzes “a b c d e”. Aber nun kann ich nicht ohne weiteres mit diesem Zeichen den oberen Sinn verbinden (es sei denn, daß ich es als    ein   Wort auffasse und dies als Abkürzung des oberen Satzes). Diese Schwierig-

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keit ist doch aber sonderbar. Ich könnte sie so ausdrücken: Ich bin nicht gewöhnt statt ‘ich’ ‘a’ zu sagen und statt ‘sehe’ ‘b’, und statt ‘einen’ ‘c’, etc.. Aber damit meine ich nicht, daß ich, wenn ich daran gewöhnt wäre, mit dem Worte ‘a’ sofort das Wort ‘ich’ assoziieren würde; sondern, daß ich nicht gewöhnt bin ‘a’ an der Stelle von ‘ich’ zu gebrauchen — in der Bedeutung von ‘ich’.




     

     Der Satz, wenn ich ihn verstehe, bekommt für mich Tiefe.


     


     Ich sage: Das Verstehen bestehe darin, daß ich eine bestimmte    Erfahrung   habe. — —
     Daß diese Erfahrung aber das Verstehen    dessen   ist — was ich verstehe| ein verstehen ist besteht darin, daß diese Erfahrung ein Teil meiner    Sprache   ist.



     

     Was heißt es, ein gemaltes Bild zu verstehen? Auch da gibt es Verständnis| Verstehen und Nichtverstehen. Und|; und auch hier| da kann “ verstehen” und “nicht verstehen” verschiedenerlei heißen. Das Bild stellt eine Anordnung von Gegenständen im Raum dar, aber einen Teil des Bildes bin ich unfähig, körperlich zu sehen; sondern sehe dort nur Farbflecke auf der Bildfläche. Wir können dann sagen, ich verstehe diese Teile des Bildes nicht. Es können aber auch Gegenstände auf dem Bild dargestellt sein, die wir noch nie gesehen haben. Und da gibt es den Fall, wo etwas (z.B.) wie ein Vogel aussieht| ausschaut, nur nicht wie einer, dessen Art ich kenne; oder aber ein räumliches Gebilde ist dargestellt, dergleichen ich nie gesehen habe. Vielleicht aber kenne ich alle Gegenstände, verstehe aber — in anderem Sinne — ihre Anordnung nicht.


     

      Angenommen, das Bild stellte Menschen dar, und die Menschen darauf wären etwa ein Zoll lang. Angenommen nun, es gäbe Menschen, die diese Länge hätten, so würden| könnten wir    sie  | diese in dem Bild erkennen und es würde uns nun einen ganz andern Eindruck machen, obwohl doch die Illusion der dreidimensionalen Gegenstände ganz dieselbe wäre.| als den gewöhnlichen. Und doch ist| besteht der tatsächliche| // dieser tatsächliche // Eindruck, wie er da ist, unabhängig davon, daß ich einmal Menschen in der gewöhnlichen Größe, und nie Zwerge, gesehen habe| Und doch spielt in den Eindruck den ich beim Anblick des Bildes habe nicht| d.h. es spielt in diesen Eindruck nicht… die Erinnerung hinein, wenn auch dies die Ursache

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des Eindrucks ist.


     

     Dieses Sehen der gemalten Menschen als Menschen (im Gegensatz etwa zu Zwergen) ist ganz analog dem Sehen des Bildes| // der Zeichnung // als dreidimensionales Gebilde. Wir können hier nicht sagen, wir sehen immer dasselbe und fassen es nachträglich, einmal als das Eine, einmal als das Andre auf, sondern wir sehen jedes Mal etwas Anderes.


     

     Und so auch, wenn wir einen Satz mit Verständnis und ohne Verständnis lesen. (Erinnere Dich daran, wie es ist, wenn man einen Satz mit falscher Betonung liest, ihn daher nicht versteht, und nun auf einmal daraufkommt, wie er zu lesen ist.)


     

      (Lesen einer schleuderhaften Schrift.)


     

     Wenn man eine Uhr abliest, so sieht man einen Komplex von Strichen, Flecken etc., aber auf ganz bestimmte Weise, wenn man ihn als Uhr und Zeiger auffassen will.| auffaßt.


     


     Wir könnten uns den Marsbewohner denken, der auf der Erde erst nach und nach den Gesichtsausdruck der Menschen als solchen verstehen lernte und den drohenden erst nach gewissen Erfahrungen als solchen empfinden lernt. Er hätte bis dahin diese Gesichtsform angeschaut| angesehen, wie wir die Form eines Steins betrachten.


     


     Kann ich nicht sagen: er    lernt   erst die befehlende Geste in einer gewissen Satzform verstehen?

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     Chinesische Gesten verstehen wir so wenig, wie chinesische Sätze. [D.h. es gibt nicht nur Unverständnis für Sätze. Wie aber lernen wir die Sprache fremder Gesten? Sie können uns durch Worte erklärt werden. Man kann uns sagen “das ist bei diesem Volk eine höhnische Gebärde”, etc.. Oder aber wir lernen die Gebärden verstehen wie wir als Kind die Gebärden & Mienen der Erwachsenen — ohne Erklärung — verstehen lernen. Und verstehen lernen heißt eben in diesem Sinne nicht erklären lernen & wir verstehen dann die Miene, können sie aber nicht durch einen andern Ausdruck erklären.]

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Das Verstehen als Korrelat einer    Erklärung  .




     

     “Verstehen”, damit meine ich| Ich meine mit dem Wort “Verstehen”… ein Korrelat der Erklärung des Sinnes,    nicht   einer — etwa medizinischen — Beeinflussung.
     Mit dem Worte “Mißverständnis” meine ich also wesentlich etwas, was sich durch Erklärung beseitigen läßt. Eine andere Nichtübereinstimmung nenne ich nicht “Mißverständnis”.


     

     Verständnis entspricht der Erklärung; soweit es aber der Erklärung nicht entspricht, ist es unartikuliert und geht uns deswegen nichts an| interessiert uns darum nicht; oder es ist artikuliert und entspricht dem Satz selbst, dessen Verständnis wir beschreiben wollten.| dessen Sinn wir wiedergeben wollen.


     

     Wissen, was der Satz besagt, kann nur heißen: die Frage beantworten können “was sagt er?”.


     

     Den Sinn eines Satzes verstehen| // kennen //, kann nur heißen| soll heißen: die Frage “was ist sein Sinn” beantworten können.


     

     Denn ist hier “Sinn haben”, quasi, intransitiv gebraucht, so daß man also nicht    den   Sinn eines Satzes von dem eines anderen Satzes unterscheiden kann, dann ist das Sinnhaben eine, den Gebrauch des Satzes begleitende, Angelegenheit, die| ein den Gebrauch des Satzes begleitender Vorgang, der uns nicht interessiert.


     

     Das Triviale, was ich zu sagen habe, ist, daß auf den Satz “ich    sage   das nicht nur, ich meine etwas damit” und die Frage “was?”, ein weiterer Satz, in irgend welchen Zeichen, zur Antwort kommt.

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     Man möchte sagen: er ist mit seinem Verständnis    bei   der Tatsache | //    bei   der Ausführung//, aber die Erklärung kann nie die Ausführung enthalten.
     Aber das Verständnis enthält nicht die Ausführung, sondern ist nur das Symbol, das bei der Ausführung übersetzt wird.




     



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Das Verstehen des Befehls, die Bedingung dafür, daß wir ihn befolgen können. Das Verstehen des Satzes, die Bedingung dafür, daß wir uns nach ihm richten.








     


     Wenn hier das Verstehen ein psychischer Vorgang ist| unter dem ‘Verstehen’ ein psychischer Vorgang gemeint ist & gesagt werden soll, daß dieser Vorgang erfahrungsgemäß eintreten muß| eintritt ehe ein Mensch einen Befehl befolgen kann, so interessiert uns diese Aussage nicht. — Sollte definiert werden, den Befehl befolgen heiße man es nur, wenn jener psychische Vorgang eingetreten sei, so wäre diese Definition müßig.
     Soll aber ‘¿v¿erstehen’ hier heißen: erklären können, — warum sollte das notwendig sein um den Befehl zu befolgen. Natürlich handelt es sich hier nicht um logische Notwendigkeit.







     


     Wenn man mir sagt “bringe eine gelbe Blume” und ich stelle mir vor, wie ich eine gelbe Blume hole, so kann das zeigen, daß ich den Befehl verstanden habe. Aber ebenso, wenn ich ein Bild des Vorgangs male. — Warum? Wohl, weil das, was ich tue, mit Worten des Befehls beschrieben werden muß. Oder soll ich sagen, ich habe tatsächlich einen (dem ersten) verwandten Befehl ausgeführt.



     

     Was heißt dann also der Satz: “Ich muß den Befehl verstehen, ehe ich nach ihm handeln kann? Denn dieser Satz| // dies zu sagen, // hat natürlich einen Sinn. Aber gewiß| // jedenfalls // wieder keinen metalogischen.





     


     (Es kann keine notwendige Zwischenstufe zwischen dem Auffassen eines Befehls und dem Befolgen geben.)


     

     Wenn das Verstehen eine notwendige? Vorbereitung des Folgens war, so muß es dem Zeichen etwas hinzugefügt haben; aber|, so hat es wohl dem Zeichen des Befehls etwas hinzugefügt. — Aber … etwas, was| Wenn das Verstehen eine Vorbereitung des Befolgens war, so kann man es| das Verstehen so auffassen, daß es dem Zeichen (des Befehls) etwas hinzufügt; aber etwas was …| Das Verstehen, wenn es eine Vorbereitung des Befolgens war, kann man so auffassen, daß es dem Zeichen (des Befehls) etwas hinzufügt; aber etwas was jedenfalls nicht die Ausführung war.








     


     Es| Oder es konnten mir auch vor diesem Verstehen ‘mehrere Deutungen vorschweben’| Oder es schwebten mir auch vor diesem Verstehen mehrere Deutungen vor, für deren eine ich mich endlich entscheide.


     

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   Deuten  .
Deuten wir jedes Zeichen?






     


     Deuten wir denn etwas, wenn uns jemand einen Befehl gibt? Wir fassen auf, was wir hören oder sehen; oder; wir sehen, was wir sehen.












     

Vergleiche:
“Ich sehne mich nach ihm”
“Ich erwarte ihn”
“Ich weiß daß er kommen wird”
oder auch:
1 “ich habe mich von Morgen an nach ihm gesehnt”
2 “ich habe ihn von Morgen an erwartet”
3 “ich wußte vom Morgen an daß er kommen werde”
4 “ich hatte vom Morgen an Zahnschmerzen“
Kann man sagen “ich wußte vom Morgen an ununterbrochen daß er kommen werde”?
Vergleiche No. 4 mit jedem der anderen Sätze.
5 “Ich konnte von meinem 10ten Jahr an Schachspielen”.
6 “Ich konnte seit damals nicht mehr hoch springen”









     

     Aber natürlich kann das nicht anders sein, als wenn ich z.B. sage “ich will diesen Fleck rot anstreichen”, eine Vorstellung von der Farbe habe und nun “   weiß  “, wie diese Vorstellung in die Wirklichkeit zu übersetzen ist.





     

Wie ist es, wenn ich jemandem den Befehl gebe “stelle Dir einen roten Fleck vor” & nun sage: den Befehl verstehen heiße, wissen wie es ist, wenn er ausgeführt ist; oder gar sich vorstellen können, wie es ist, wenn …”

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   Bedeutung  .
























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Der Begriff der Bedeutung stammt aus einer primitiven philosophischen Auffassung der Sprache her.| Der Begriff der Bedeutung stammt aus einer primitiven Philosophie der Sprache her.





     


      Augustinus, wenn er vom Lernen der Sprache redet, redet ausschließlich davon, wie wir den Dingen Namen beilegen, oder die Namen der Dinge verstehen. Hier scheint also das Benennen Fundament und Um und Auf der Sprache zu sein.
     Diese Auffassung des Fundaments der Sprache| Diese Betrachtungsweise der Sprache ist offenbar äquivalent mit der, die| ist wohl die, welche die Erklärungsform “das ist…” als fundamental auffaßt.— Von einem Unterschied der Worte redet Augustinus nicht, meint also mit “Namen?” offenbar Wörter, wie “Baum”, “Tisch”, “Brot”, und gewiß die Eigennamen der Personen; dann aber wohl auch “essen”, “gehen”, “hier”, “dort”; kurz, alle Wörter. Gewiß aber denkt er zunächst an    Hauptwörter   und an die übrigen als etwas, was sich finden wird. (Und Plato sagt, daß der Satz aus Haupt- und Zeitwörtern besteht.)
     Sie beschreiben eben das Spiel einfacher, als es ist.
     Dieses Spiel kommt aber wohl in der Wirklichkeit vor. — Nehmen wir etwa an, ich wollte aus Bausteinen, die mir ein Andrer zureichen soll, ein Haus aufführen, so könnten wir erst ein Übereinkommen dadurch treffen, daß ich auf einen Stein zeigend sagte “das ist eine Säule”, auf einen andern zeigend “das heißt Würfel”, — “das heißt Platte” u.s.w.. Und nun bestünde die Anwendung im Ausrufen jener Wörter “Säule”, “Platte”, etc. in der Ordnung, wie ich die Bausteine brauche.
Und ganz

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ähnlich ist ja das Übereinkommen
und etwa eines, das mit Farben arbeiten würde.



     


     Augustinus beschreibt wirklich einen Kalkül; nur ist nicht alles, was wir Sprache nennen, dieser Kalkül.
     (Und das muß man in einer großen Anzahl von Fällen sagen, wo es sich fragt: ist diese Darstellung brauchbar oder unbrauchbar. Die Antwort ist dann: “ja, brauchbar; aber nur    dafür  , nicht für das ganze Gebiet, das Du darzustellen vorgabst”.)


     


      Es ist so, als erklärte jemand: “spielen besteht darin, daß man Dinge, gewissen Regeln gemäß, auf einer Fläche verschiebt …” und wir ihm antworteten: Du denkst da gewiß an die Brettspiele, und auf sie ist Deine Beschreibung auch anwendbar. Aber das sind nicht die einzigen Spiele. Du kannst also Deine Erklärung richtigstellen, indem Du sie ausdrücklich auf diese Spiele einschränkst.
     Man könnte also sagen, Augustinus stelle das Lernen der Sprache zu einfach dar| // stelle die Sache zu einfach dar//; aber auch: er stelle eine einfachere Sache dar.
     (Wer das Schachspiel einfacher beschreibt — mit einfacheren Regeln — als es ist, beschreibt damit dennoch ein Spiel, aber ein anderes.)


     


      Wie Augustinus das Lernen der Sprache beschreibt, das kann uns zeigen, woher|, von welcher primitiven Anschauung| welchem primitiven Bild sich diese Auffassung der Bedeutung überhaupt| eigentlich schreibt.
     Man könnte den Fall mit dem einer Schrift vergleichen, in der Buchstaben zum Bezeichnen von Lauten benützt würden, aber auch zur Bezeichnung der Betonung und als Interpunktionszeichen.
Fassen wir dann diese Schrift als eine Sprache zur Beschreibung des Lautbildes auf, so


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könnte man sich denken, daß Einer diese Schrift so auffaßte, als entspräche einfach jedem Buchstaben ein Laut und als hätten die Buchstaben nicht auch ganz andere Funktionen. — Und so einer — zu einfachen — Beschreibung der Schrift gleicht Augustinus' Beschreibung der Sprache völlig.




     


     Man kann — für Andere verständlich —| Hierher gehört auch: Man kann — für Andere verständlich — von    Kombinationen von Farben mit Formen   sprechen (etwa der Farben rot und blau mit den Formen Quadrat und Kreis) ebenso wie von Kombinationen verschiedener Formen oder Körper. Und hier haben wir die Wurzel des| meines irreleitenden Ausdrucks, die Tatsache sei ein Komplex von Gegenständen. Es wird also, daß ein Mensch krank ist,    verglichen   mit der Zusammenstellung zweier Dinge, wovon das eine der Mensch, das andere die Krankheit wäre. Hüten wir uns ,| // Hüten wir uns davor,…// zu vergessen, daß das nur| Vergessen wir nicht, daß das nur … ein Gleichnis ist.
     Oder man muß sagen, es verhält sich hier mit dem Wort “Kombination”, oder “Komplex”, wie mit dem Wort “Zahl”, das auch in verschiedenen — mehr oder weniger logisch ähnlichen — Weisen (Bedeutungen) gebraucht wird.


     


     “Bedeutung” kommt von “deuten”.


     


     Was wir Bedeutung nennen, muß mit der primitiven Gebärdensprache (Zeigesprache) zusammenhängen.


     


      Wenn ich etwa die wirkliche Sitzordnung an einer Tafel nach einer Aufschreibung kollationiere, so hat es einen guten Sinn, beim Lesen jedes Namens auf einen bestimmten Menschen zu zeigen. Sollte ich aber etwa die Beschreibung eines Bildes mit dem Bild vergleichen und außer dem Personen-

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verzeichnis sagte die Beschreibung auch, daß eine gewisse Person eine andere küßt, so wüßte ich nicht, worauf ich als Korrelat des Wortes “küssen” zeigen sollte. Oder, wenn etwa stünde “A ist größer als B”, worauf soll ich beim Wort “größer” zeigen? — Ganz offenbar kann ich ja gar nicht auf etwas diesem Wort entsprechendes in dem Sinne zeigen, wie ich etwa auf die Person A im Bilde zeige.
     Es gibt freilich einen Akt “die Aufmerksamkeit auf die Größe der Personen richten”, oder auf ihre Tätigkeit, und in diesem Sinne kann man auch das Küssen und die Größenverhältnisse kollationieren. Das zeigt, wie der allgemeine Begriff der Bedeutung entstehen konnte. Es geschieht da etwas Analoges, wie wenn das Pigment an Stelle der Farbe tritt.
     Und der Gebrauch des Wortes “kollationieren” ist hier so schwankend, wie der Gebrauch des Wortes “Bedeutung”.



     


     Die Wörter haben offenbar ganz verschiedene Funktionen im Satz und diese Funktionen erscheinen uns ausgedrückt in den Regeln, die von den Wörtern gelten.


     


     Wie in einem Stellwerk mit Handgriffen die verschiedensten Dinge ausgeführt werden, so mit den Wörtern der Sprache, die Handgriffen entsprechen. Ein Handgriff ist der einer Kurbel und diese kann kontinuierlich verstellt werden; einer gehört zu einem Schalter und kann nur entweder umgelegt oder aufgestellt werden; ein dritter gehört zu einem Schalter, der drei oder mehr Stellungen zuläßt; ein vierter ist der Handgriff einer Pumpe und wirkt nur, wenn| solange er auf- und abbewegt wird; etc.: aber alle sind Handgriffe, werden mit der Hand angefaßt.



     

Die Bedeutung des Wortes — & auf die Bedeutung zeigen



     

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Bedeutung, der Ort des Wortes im grammatischen Raum.




     


      Wir können in der alten Ausdrucksweise sagen: das Wesentliche am Wort ist seine Bedeutung.









     

Wir verstehen unter “Bedeutung des Namens” nicht den Träger des Namens.| Unter “Bedeutung des| eines Namens” wird nicht der Träger des Namens verstanden.| Unter der Bedeutung eines Namens wird nicht sein Träger verstanden.


     


     Man kann sagen, daß die Worte “der Träger des Namens ‘N’” dieselbe Bedeutung haben wie der Name N’ — also für einander eingesetzt werden können.


     


     Aber heißt es nicht dasselbe, zu sagen “zwei Namen haben    einen   Träger” und “zwei Namen haben ein und dieselbe Bedeutung” ? (Morgenstern, Abendstern, Venus.)



     

Man kann sagen: Die Bedeutung des| eines Wortes lehren, heißt seinen Gebrauch lehren & das kann man durch Hinweisen auf den Träger eines Namens tun, wenn dieser Gebrauch, sozusagen, schon bis auf eine letzte Bestimmung bekannt ist.
     Erinnere Dich daran, daß durch die selbe hinweisende Geste auf denselben Körper die Bedeutung von Worten verschiedener Art erklärt werden kann. Z.B.: “das heißt ‘Holz’”, “das heißt ‘braun’”, “das heißt ‘Stab’”, “das heißt ‘Federstiel’”.


     


     Aber zeigen wir nicht zur Erklärung der Bedeutung auf den Gegenstand, den der Name vertritt? Ja; aber dieser Gegenstand ist nicht ‘die Bedeutung’, obwohl sie durch das Zeigen auf diesen Gegenstand bestimmt wird.


     


     Denken wir aber wieder| dagegen an das Zeigen & Benennen von Gegenständen, durch das| wie man Kindern die Anfänge der Sprache lehrt. Hier kann man natürlich nicht sagen, diese Erklärung (wenn man das eine Erklärung nennen will) gebe noch eine letzte Bestimmung über den Gebrauch des Wortes, & das Kind kann auch noch nicht fragen “wie heißt das?”. ( D.h., , diese ‘Erklärung’ ist nicht die Antwort auf die Frage “wie heißt dieser Gegenstand?”.)



     


     Aber es bestimmt hier schon das richtige Verstehen des Wortes ‘Träger’ in dem besondern Fall (Farbe, Gestalt, Ton, etc.) die Bedeutung sozusagen bis auf eine letzte Bestimmung. D.h. der erklärende Hinweis auf den Träger entscheidet nur noch eine Frage nach der Bedeutung von der Art: “Welcher dieser Leute ist Herr N?”, “Welche Farbe heißt ‘lila’?”, “Welcher Ton ist das hohe C?”.







     

     Man kann sagen “dieser Körper ist durch & durch gelb” aber nicht, “seine Oberfläche ist durch & durch gelb”.



     


     Auf eine Zahl deuten.


     

Und wer auf einen Körper zeigt, zeigt dadurch, aber ¿eben¿ darum in anderem Sinne, auf seine Farbe, seine Gestalt, den Ort an dem er sich befindet. Wie der, welcher jemand Klavier spielen hört, dadurch in anderem Sinne das Musikstück hört, welches gespielt wird & in noch anderem Sinne die Schönheit des Stückes. — Aber was heißt es “er hört in anderem Sinne”, “er zeigt in anderem Sinne”? Was ich meine wäre jedenfalls in einer Definition ausgedrückt die etwa sagte: auf eine Farbe zeigen heißt: auf einen Körper zeigen der die Farbe hat. Also etwa F(ϕ) = (∃x).ϕx.Fx Daß F von ϕ in anderm Sinne ausgesagt wird als von x heißt, daß ich statt Fx nicht wieder einen Ausdruck wie die rechte Seite setzen kann.


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Die Bedeutung eines Wortes ist das, was die Erklärung der Bedeutung erklärt.


     

“Bedeutung, das was die Erklärung der Bedeutung erklärt” d.h.: Fragen wir nicht was Bedeutung sei, sondern sehen wir uns an| nach was man die “Erklärung derBedeutung” nennt.






     

Was wollen wir unter ‘Bedeutung’ eines Worts verstehen? Ein charakteristisches Gefühl, das das Aussprechen (Hören) des Wortes begleitet? (Das Und-Gefühl, Wenn-Gefühl James's) Oder wollen wir das Wort ‘Bedeutung’ ganz anders gebrauchen; &, z.B., sagen zwei Worte haben die gleiche Bedeutung wenn dieselben grammatischen Regeln von beiden gelten? Wir können es halten, wie wir wollen, müssen aber wissen daß dies zwei gänzlich verschiedene Gebrauchsweisen (Bedeutungen) des Wortes ‘Bedeutung’ sind. (Man kann vielleicht auch von einem spezifischen Gefühl reden welches der Schachspieler bei Zügen mit dem König empfindet.)





     

In einem Sinn ist die Erklärung der Bedeutung die Ausschließung von Mißverständnissen|kann man die Erklärung der Bedeutung die Ausschließung von Mißverständnissen nennen Sie sagt, das Wort hat diese Bedeutung, nicht jene.



     

Und “Erklärung der Bedeutung” nennen wir vielerlei.







     

     Die Erklärung eines Zeichens muß jede Meinungsverschiedenheit in Bezug auf seine Bedeutung beseitigen können.| kann jede Meinungsverschiedenheit in bezug auf seine Bedeutung beseitigen.
     Und ist dann noch eine Frage nach der Bedeutung zu entscheiden?



     


     Mißverständnis nenne ich das, was durch eine Erklärung zu beseitigen ist. Die Erklärung der Bedeutung eines Wortes schließt Mißverständnisse aus.


     

Ich habe einmal als Kind nach der Bedeutung des Wortes “etwas” gefragt. [oder war es “vielleicht”?] Man antwortete mir: “das verstehst Du noch nicht”. Wie aber hätte man es erklären sollen! Durch eine Definition? oder hätte man sagen sollen,| oder sollte man sagen, das Wort sei undefinierbar? Wie ich es später verstehen gelernt habe, weiß ich nicht; aber ich habe wohl Phrasen worin das Wort vorkommt anwenden gelernt. Und dieses Lernen hatte wohl am meisten Ähnlichkeit mit einem Abrichten [abgerichtet werden| Werden].




     

     Das sind Mißverständnisse| Ein Mißverständnis ist: “Ist    das   eine Orange? ich dachte    das   sei eine”.
      Wie ist es mit diesem: “Ist das rot? ich dachte, das sei ein Sessel”?
      Kann man sich nicht einbilden (wenn man nicht deutsch versteht) “rot” heiße laut ( werde so gebraucht, wie tatsächlich das Wort “laut” gebraucht wird)? Wie wäre die Aufklärung dieses Mißverständnisses? Etwa so: “rot ist diese Farbe, — keine Tonstärke” — Eine solche Erklärung könnte man natürlich geben, aber sie wäre nur dem verständlich, der sich bereits in der Grammatik auskennt.


     

Ich wollte hier [auf dieser → Seite] das Wesen des Mißverständnisses im Gegensatz zum Unverständnis der Sprache darstellen.



     

     Der Satz “ist das rot? ich dachte, das sei ein Sessel” hat nur Sinn, wenn das Wort “das” beide Male im gleichen Sinn gebraucht wird und dann muß ich entweder “rot” als Substantiv, oder “ein Sessel” als Adjektiv auffassen.



     

“Heißt ‘weak’ schwach? ich dachte, es heiße Woche.”



     

     Die Aufklärung kann nur verstanden werden, wenn sie in einer Sprache gegeben wird, die| wird in einer Sprache gegeben, die … unabhängig von dem Mißverständnis besteht.


     


     Ist es denn nicht denkbar, daß ein grammatisches System in der Wirklichkeit zwei (oder mehr) Anwendungen hat?
     Ja, aber wenn wir das überhaupt sagen können, so müssen wir die beiden

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Anwendungen auch durch eine Beschreibung unterscheiden können.





     


     Mißverständnis Unverständnis.
     Die Erklärung der Bedeutung immer nur eine Andeutung.


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“Die Bedeutung eines Zeichens ist durch seine Wirkung (die Assoziationen, die es auslöst, etc.) gegeben.”















     

     Und wenn ich nun sagen würde: “alles was geschieht, ist eben, daß ich auf diese Gegenstände sehe und dann diese Worte gebrauche,” so wäre die Antwort: “also besteht das Beschreiben in weiter nichts? und ist es immer eine Beschreibung, wenn Einer…?” Und darauf müßte ich sagen: “Nein. Nur kann ich den Vorgang nicht anders, oder doch nicht mit einer andern Multiplizität beschreiben, als, indem ich sage: ‘ich beschreibe, was ich sehe’; und    darum   ist keine Erklärung mehr möglich, weil mein Satz bereits die richtige Multiplizität hat.”



     

     In welchem Sinne sagt man, man kennt die Bedeutung des Wortes A, noch ehe man den Befehl, in dem es vorkommt, befolgt hat? Und inwiefern kann man sagen, man hat die Bedeutung durch die Befolgung des Befehls kennengelernt? Können die beiden Bedeutungen miteinander in Widerspruch stehen?


     

     Ich wünsche mir, einen Apfel zu bekommen. In welchem Sinne kann ich sagen, daß ich noch vor der Erfüllung des Wunsches die Bedeutung des Wortes “Apfel” kenne? Wie äußert sich denn die Kenntnis der Bedeutung? d.h., was versteht man denn unter ihr.
     Offenbar wird das Verständnis des Wortes durch eine Worterklärung gege-


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ben, welche nicht die Erfüllung des Wunsches ist.



     

     Die Bedeutung ist eine Festsetzung, nicht Erfahrung. Und damit nicht Kausalität.⋎ Was das Zeichen suggeriert, findet man durch Erfahrung. Es ist die Erfahrung, die uns lehrt, welche Zeichen am seltensten mißverstanden werden.⋎ Das Zeichen, soweit es suggeriert, also soweit es wirkt, interessiert uns nicht.⋎ Es interessiert uns nur als Zug in einem Spiel: Glied in einem System, das selbständig ist.| // Glied in einem System; das seine Bedeutung in sich selbst hat.//| Glied in einem System, das selbstbedeutend ist; das seine Bedeutung in sich selbst hat.//






     

     Die Verwendung eines Plans, daß wir uns in irgend einer Weise nach ihm| einer Landkarte, daß wir uns in irgend einer Weise nach ihr richten, ist eine Übersetzung in unsere Handlungen. Eine Übertragung in unsere Handlungen.| Daß wir ihr Bild in unsere Handlungen übertragen. Es ist klar, daß da kausale Zusammenhänge gesehen werden, aber es wäre komisch, die als das Wesen eines Planes auszugeben.| // aber würde man sagen, sie sind es die den Plan zum Plan machen? //| Es ist klar daß hier kausale Zusammenhänge stattfinden; aber würden wir sagen, sie sind es die den Plan zum Plan machen?


     


     Der Sinn der Sprache ist nicht durch ihre Wirkung bestimmt. Oder: Was man den Sinn, die Bedeutung, in der Sprache nennt, ist nicht ihre Wirkung.
Damit meinte ich, daß, was wir Sinn eines Satzes nennen & durch eine sprachliche Erklärung erklärt wird, nichts mit dem zu tun hat, was die beabsichtigte Wirkung der Sprache hervorrufen hilft.


     

     Es ist wirklich “the meaning of meaning” was wir untersuchen: Nämlich | // Oder // die Grammatik des Wortes “Bedeutung”.


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Bedeutung als Gefühl, hinter dem Wort stehend; durch eine Geste ausgedrückt.






     

Anderseits sagt man: ich verstehe diese Geste, wie: ich verstehe dieses Thema, es sagt mir etwas & das heißt hier: ich erlebe es es greift in mich ein. Ich folge ihm mit bestimmtem Erlebnis.




     

     Das “Nicht” macht eine abwehrende| // verneinende// Geste.
     Nein, es    ist   eine abwehrende Geste.
     “Das Verstehen der Verneinung ist dasselbe, wie das Verstehen einer abwehrenden Geste.”


     

Den Kopf schütteln.

Verstehen des Wortes “nicht” im Sinne von “wissen wie es gebraucht wird” & dagegen das Verstehen einer Geste, der Eindruck den mir die Geste macht.




     

[Wo anders besser]
     Die Geste des Wortes “vielleicht” des Wortes “bitte” & “danke” als Erklärung der Bedeutung dieser Wörter.


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Man tritt mit der hinweisenden Erklärung der Zeichen nicht aus der Sprachlehre heraus.







     

     Zur Grammatik gehört nur das nicht, was die Wahrheit und Falschheit eines Satzes ausmacht. Nur darum kümmert sich die Grammatik nicht. Zu ihr gehören alle Bedingungen des Vergleichs des Satzes mit der Wirklichkeit| // mit den Tatsachen //. Das heißt, alle Bedingungen des Verständnisses. (Alle Bedingungen des Sinnes.)



     

Die Anwendung der Sprache geht über diese hinaus, aber nicht die Deutung der Schrift- oder Lautzeichen. Die Deutung vollzieht sich noch im Allgemeinen, als Vorbereitung auf jede Anwendung.| Die Deutung der Schrift & Lautzeichen durch hinweisende Erklärungen gehört nicht in die Anwendung der Sprache sondern ist ein Teil der Sprachlehre| ist nicht Anwendung … der Sprache sondern ein Teil der Sprachlehre. Die Deutung vollzieht sich noch im Allgemeinen, als Vorbereitung auf jede Anwendung. Sie geht in der    Sprachlehre   vor sich und nicht im Gebrauch der Sprache.



     

     

Ist nicht der Grund, warum wir glauben, mit der hinweisenden Erklärung das Gebiet der Sprache, des Zeichensystems, zu verlassen, daß wir dieses Heraustreten aus den    Schriftzeichen   mit einer Anwendung der Sprache, etwa mit einer Beschreibung dessen, was wir sehen, verwechseln?| Der Grund, warum wir glauben, mit der hinweisenden Erklärung das Gebiet der Sprache, des Zeichensystems, zu verlassen, ist, daß wir dieses Heraustreten aus den    Schriftzeichen   mit einer Anwendung der Sprache, etwa mit einer Beschreibung dessen, was wir sehen, verwechseln.


     


     Man könnte fragen wollen: Ist es denn aber ein Zufall, daß ich zur Erklärung von Zeichen, also zur Vervollständigung des Zeichensystems aus den Schrift- oder Lautzeichen heraustreten muß? Trete ich damit nicht eben in das Gebiet, in dem| // worin// sich dann das zu Beschreibende| // das Beschriebene// abspielt? Aber dann ist| erscheint es seltsam, daß ich dann überhaupt mit dem Schriftzeichen etwas anfangen kann.| Aber ist es nicht seltsam, daß ich dann überhaupt mit dem Schriftzeichen etwas anfangen kann? — Man faßt es etwa so auf, daß| sagt etwa, daß … die Schriftzeichen bloß die Vertreter jener Dinge sind, auf die man zeigt. — Aber wie seltsam, daß so eine Vertretung möglich ist. Und es wäre nun das Wichtigste, zu verstehen, wie denn Schriftzeichen die andern Dinge vertreten    können  .
     Welche Eigenschaft müssen sie haben, die sie zu dieser Vertretung befähigt. Denn ich kann nicht sagen: statt Milch trinke ich Wasser und esse statt Brot Holz, indem ich das Wasser die Milch und Holz das Brot vertreten lasse. (Erinnert an Frege.)


     

     Ich kann nun freilich doch sagen, daß das Definiendum das Definiens vertritt; und hier steht dieses hinter jenem, wie die Wählerschaft hinter ihrem Vertreter. Und in diesem Sinne kann man auch sagen, daß das in der hinweisenden Definition erklärte Zeichen den Hinweis vertreten kann, da man ja diesen wirklich in einer Gebärdensprache für jenes setzen könnte. Aber doch handelt es sich hier um eine Vertretung im Sinne einer Definition, denn die Gebärdensprache ist| // bleibt // eine Sprache.
     Ich möchte sagen: Von einem Befehl in der Gebärdensprache zu seiner Befolgung ist es ebenso weit, wie von diesem Befehl in der Wortsprache.
     Denn auch die hinweisenden Erklärungen müssen ein für allemal gegeben

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werden.
     D.h., auch sie gehören zu dem Grundstock von Erklärungen, die den Kalkül vorbereiten, und nicht zu seiner Anwendung ad hoc.


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      “Primäre und sekundäre Zeichen”.
      Wort und Muster.
      Hinweisende Definition.








     

Man kann nun sagen: ein rotes Täfelchen ist das primäre| ein primäres Zeichen für rot, ein Wort ein sekundäres, weil es die Bedeutung des Wortes “rot” erklärt wenn ich auf ein rotes Täfelchen zeige etc. dagegen nicht, wenn ich sage “rot” heiße soviel wie “rouge”. Aber ist dies unter allen Umständen so? Muß immer ein roter Gegenstand oder ein rotes Vorstellungsbild gegenwärtig sein, wenn ich das Wort rot verstehen soll? Denke an den Befehl “stelle Dir einen roten Fleck auf blauem Grund vor”.
     Und wie ist es mit Bindewörtern Propositionen etc.?





     

     Nicht die Farbe Rot tritt an Stelle des Wortes “rot”, sondern die Gebärde, die auf einen roten Gegenstand hinweist, oder das rote Täfelchen.






     

Denken wir auch an den Fall, wenn wir sagen: “Ja, wenn das Wort das bedeutet (bedeuten soll), ist der Satz wahr.”


     

Besser auslassen!

     Es ist die Frage: Wenn sich die Regel, das Muster stehe für die Komplementärfarbe, ihrem Wesen nach nur auf die Farben (oder Wörter) blau, rot, grün, gelb bezieht, ist sie dann nicht identisch mit der, welche das grüne Zeichen als Wort für “rot”, und umgekehrt, etc. festsetzt? Denn eine Regel | // Allgemeinheit//, die ihrem logischen Wesen nach einem logischen Produkt äquivalent ist, ist nichts anderes, als dieses logische Produkt. (Denn man kann nicht sagen: hier ist das grüne Zeichen; nun hole mir ein Ding von der komplementären Farbe,    welche immer das sein mag  . D.h., “die komplimentäre Farbe von rot” ist keine Beschreibung von grün; wie “das Produkt von 2 und 2” keine Beschreibung von 4.) Die Bestimmung, die Komplemen-

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tärfarbe als Bedeutung des Täfelchens zu nehmen, ist dann wie ein Querstrich in einer Tabelle; ein Querstrich in der Grammatik der Farben
     
gezogen. Es ist klar, daß ich mit Hilfe einer solchen Regel eine Tabelle herstellen| // konstruieren// kann, ohne noch aus der Grammatik herauszutreten, also vor jeder Anwendung der Sprache. Anders wäre es, wenn die Regel (R) hieße: das Täfelchen bedeutet immer einen etwas dunkleren Farbton, als sein eigener| // der seine// ist. Man muß nur wieder auf den verschiedenen Sinn der Farb- und der Gestaltprojektion achten (und bei der letzteren wieder auf den Unterschied der Abbildung nach visuellen Kriterien von| und der Übertragung mit Meßinstrumenten). Das kopieren nach der Regel R ist ‘kopieren’ in einem andern Sinne als dem, in welchem das Hervorbringen des gleichen Farbtons so genannt wird. Es handelt sich also nicht um zwei Projektionsmethoden, vergleichbar etwa der Parallel- und der Zentralprojektion, durch die ich eine geometrische Figur mit Zirkel und Lineal in eine andere projizieren kann. (Die Metrik der Farbtöne.)      Wenn ich das berücksichtige, so kann ich also in dem veränderten Sinn des Wortes “Muster” (der dem veränderten Sinn des Worts “kopieren” entspricht) das hellere Täfelchen zum Muster des dunkleren Gegenstandes nehmen.



     

     ?—Vergiß hier auch nicht, daß die Wortsprache nur    eine   unter vielen möglichen Sprachen ist—? und es Übergänge von ihr in die andern gibt. Untersuche die Landkarte darauf| auf das hin, was in ihr dem Ausdruck der Wortsprache entspricht.




     

     Regeln der Grammatik, die eine “Verbindung zwischen Sprache und Wirklichkeit” herstellen, und solche, die es nicht tun. Von der ersten Art etwa: “diese Farbe nenne ich ‘rot’ ”, — von der zweiten: “non-non-p = p”. Aber über diesen Unterschied besteht ein Irrtum: der Unterschied scheint prinzipieller Art zu sein; und die Sprache etwas, dem eine Struktur gegeben, und das dann der Wirklichkeit aufgepaßt wird.


     

     “Ich will nicht verlangen, daß in der erklärenden Tabelle das rote Täfelchen horizontal gegenüber dem Wort ‘rot’ stehen soll, aber irgend ein Gesetz des Lesens der Tabelle muß es doch geben. Denn sonst verliert ja die Tabelle ihren Sinn”. Ist es aber gesetzlos, wenn die Tabelle so aufgefaßt wird, wie die Pfeile andeuten?
“Aber muß dann nicht eben das Schema der Pfeile vorher gegeben werden?” Nur, sofern auch das Schema

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      Ich bestimme die Bedeutung eines Worts, indem ich es als Name eines Gegenstandes erkläre, und auch, indem ich es als gleichbedeutend mit einem andern Wort erkläre. Aber habe ich denn nicht gesagt, man könne ein Zeichen nur durch ein anderes Zeichen erklären? Und das ist gewiß so, sofern ja die

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hinweisende Erklärung “das (Pfeil) ist N” ein Zeichen ist. Aber ferner bildet hier auch der Träger von “N”, auf den gezeigt wird, einen Teil des Zeichens. Denn:
/dieser (Pfeil) hat es getan/ = /N hat es getan/
. Dann heißt aber ‘N’ der Name von diesem Menschen, nicht vom Zeichen “dieser (Pfeil)”, von dem ein Teil auch dieser Mensch ist. Und zwar spielt der Träger in dem Zeichen eine ganz besondere Rolle, verschieden von der eines andern Teiles eines Zeichens. (Eine Rolle, nicht ganz ungleich der des Musters.)



     

     Die hinweisende Erklärung eines Namens ist nicht nur äußerlich verschieden von einer Definition wie “1 + 1 = 2”, indem etwa das eine Zeichen in einer Geste meiner Hand, statt in einem Laut- oder Schriftzeichen besteht, sondern sie unterscheidet sich von dieser logisch; wie die Definition, die das Wort dem Muster beigesellt, von der eines Wortes durch ein Wort. Es wird von ihr in andrer Weise Gebrauch gemacht.
     Wenn ich also einen Namen hinweisend definiere und einen zweiten durch ihn| // den ersten//, so steht dieser zu jenem in anderem Verhältnis| //ist dieser zu jenem in anderer Beziehung//, als zum Zeichen, das in der hinweisenden Definition gegeben würde. D.h., dieses letztere ist seinem Gebrauch nach wesentlich von dem Namen verschieden und daher die Verbaldefinition und die hinweisende Definition, ‘Definitionen’ im verschiedenen Sinne des Worts.



     

     Der Begriff vom sekundären Zeichen ist doch dieser: Sekundär ist ein Zeichen dann, wenn, um mich nach ihm zu richten, ich eine Tabelle brauche, die es mit einem andern (primären) Zeichen verbindet, über welches ich mich erst nach dem sekundären richten kann.
      “Primär, das Zeichen, welches allein genügt hätte wenn es nicht zu unbequem wäre es immer mitzuführen”.

     Die Tabelle garantiert mir die Gleichheit aller Übergänge nicht, denn sie zwingt mich ja nicht, sie immer gleich zu gebrauchen. Sie ist da wie ein Feld, durch das Wege führen, aber ich kann ja auch querfeldein gehen.
     Ich mache den Übergang in der Tabelle bei jeder Anwendung von Neuem. Er ist nicht, quasi, ein für allemal in der Tabelle gemacht. (Die Tabelle    verleitet   mich höchstens, ihn zu machen.)
     Wie ist es aber, wo keine Tabelle gebraucht wird wie z.B. im Fall der gesprochenen & geschriebenen Buchstaben?
      Lautes Lesen & anderseits Abschreiben eines geschriebenen Satzes.




     

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Das, was    uns   am Zeichen interessiert, die Bedeutung, die für    uns  | die Philosophie am Zeichen interessiert, die Bedeutung, die für sie maßgebend ist, ist das, was in der Grammatik des Zeichens niedergelegt ist.









     


      Man könnte in gewissem Sinne sagen, daß es uns auf Nuancen nicht ankommt.



     


     Wenn ich sage, daß ein Satz, der Mengenlehre etwa, in Ordnung ist, aber eine neue Interpretation erhalten muß, so heißt das nur, dieser Teil der Mengenlehre bleibt in sich unangetastet, muß aber in eine andere grammatische Umgebung gerückt werden.

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   Satz  .
   Sinn des Satzes  .





















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‘Satz’ und ‘Sprache’ verschwimmende Begriffe.








     

     Oder wir müssen sagen: Vom Satzbegriff| // Satz// kann nur in einem grammatischen System| innerhalb eines grammatischen Systems gesprochen werden.| //… kann nur in der Erklärung eines grammatischen Systems die Rede sein.//



     

     Nun möchte man aber sagen: “Satz ist alles, womit ich etwas meine”. Und

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gefragt “was heißt das, ‘etwas’ meinen”, ßte| würde ich Beispiele anführen. Nun haben diese Beispiele zwar ihren Bereich, auf den sie ausgedehnt werden können, aber    weiter   führen sie mich doch nicht. Wie ich ja in der Logik nicht ins Blaue verallgemeinern kann. Hier handelt es sich aber nicht um Typen, sondern darum, daß die Verallgemeinerung selbst etwas bestimmtes ist; nämlich ein Zeichen mit vorausbestimmten grammatischen Regeln. D.h., daß die Unbestimmtheit der Allgemeinheit keine logische Unbestimmtheit ist. So als hätten wir nun nicht nur Freiheit im logischen Raum, sondern auch Freiheit, diesen Raum zu erweitern, oder zu verändern.
     Also nicht nur Bewegungsfreiheit, sondern eine Unbestimmtheit der Geometrie.








     

     Ich kenne einen Satz, wenn ich ihn sehe.




     


     Das Wort “Satz” und das Wort “Erfahrung” haben schon eine bestimmte Grammatik.


     


     Das heißt, ihre Grammatik muß im vorhinein bestimmt sein und hängt nicht von irgend einem künftigen Ereignis ab.


     


     Hier ist auch der Unsinn in der “experimentellen Theorie der Bedeutung”


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ausgesprochen. Denn die Bedeutung ist in der Grammatik festgelegt.


     


     Wie verhält sich die Grammatik des Wortes “Satz” zur Grammatik der Sätze?


     


     “Satz” ist offenbar die Überschrift der Grammatik der Sätze. In einem Sinne aber auch die Überschrift der Grammatik überhaupt, also äquivalent den Worten “Grammatik” und “Sprache”.




     


     Aber es ist doch lächerlich, die Welt, oder die Wirklichkeit, abgrenzen zu wollen. Wem soll man sie denn entgegenstellen. Und so ist es mit der Bedeutung des Wortes “Tatsache”.
     Aber man gebraucht ja diese Wörter auch nicht als Begriffswörter.







     

     Wir haben es natürlich wieder mit einer falschen Analogie zu tun: Es hat guten Sinn zu sagen “ich weiß, daß er in diesem Zimmer ist, weil ich ihn höre, wenn ich auch nicht hineingehen und ihn sehen kann”.


     


     “Satz” ist so allgemein wie z.B. auch “Ereignis”. Wie kann man “ein Ereignis” von dem abgrenzen, was kein Ereignis ist?
     Ebenso allgemein ist aber auch “Experiment”, das vielleicht auf den ersten Blick spezieller zu sein scheint.



     


     Rechtmäßiger Gebrauch des Wortes ‘Sprache’: Es bedeutet entweder die Erfahrungstatsache, daß Menschen reden (auf gleicher Stufe mit der, daß


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Hunde bellen), oder es bedeutet: festgesetztes System der Verständigung | // festgesetztes System von Wörtern und grammatischen Regeln// in den Ausdrücken “die englische Sprache”, “deutsche Sprache”, “Sprache der Neger” etc.. ‘Sprache’ als logischer Begriff könnte nur mit ‘Satz’ äquivalent, und dann eine| die Überschrift eines Teiles der Grammatik sein.





     


     Eine Sprache erfinden, heißt, eine Sprache konstruieren. Ihre Regeln aufstellen. Ihre Grammatik verfassen.



     

     Was für das Wort “Sprache” gilt, muß auch für den Ausdruck “System von Regeln” gelten. Also auch für das Wort “Kalkül”.


     

     Wie bin ich denn zum Begriff ‘Sprache’ gekommen? Doch nur durch die Sprachen, die ich gelernt habe.
     Aber die haben mich in gewissem Sinne über sich hinausgeführt, denn ich wäre jetzt im Stande, eine neue Sprache zu konstruieren, z.B. Wörter zu

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erfinden. Also gehört diese Methode der Konstruktion noch zum Begriff der Sprache. Aber nur, wenn ich ihn so festlege. Immer wieder hat mein “u.s. w.” eine Grenze.


     


     Der Begriff: sich einander etwas mitteilen. Wenn ich z.B. sage: ‘Sprache’ werde ich jedes System von Zeichen nennen, das Menschen untereinander vereinbaren, um sich miteinander zu verständigen, so könnte man hier schon fragen: Und was schließt Du unter dem Begriff ‘Zeichen’ ein?


     


     Was nenne ich “Handlung”, was “Sinneswahrnehmung”?




     


     Allgemeine Ausführungen über die Welt und die Sprache gibt es nicht.


     


     Aber warum zerbreche ich mir über den Begriff ‘Sprache’ den Kopf, statt Sprache zu gebrauchen?!
     Dieses Kopfzerbrechen ist nur dann berechtigt, wenn wir einen allgemeinen Begriff    haben  .


     

     Ich finde bei Platon auf eine Frage wie “was ist Erkenntnis” nicht die vorläufige Antwort: Sehen wir einmal nach, wie dieses Wort gebraucht wird. Sokrates weist es immer zurück, von Erkenntnissen statt von der Erkenntnis zu reden.


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     Das Wort “Regel” muß in der Erklärung eines Spiels nicht gebraucht werden (natürlich auch kein äquivalentes).



     

Wenn Frege sagt, mit unscharfen Begriffen wisse die Logik nichts anzufangen so ist das insofern die Wahrheit| // wahr //, als gerade die Schärfe der Begriffe zur Methode der Logik gehört. Das ist es was der Ausdruck, die Logik sei normativ, bezeichnen kann.




     

Wenn wir sagen “der Boden war ganz mit Pflanzen bedeckt” so meinen wir gewöhnlich nicht Bakterien (D.h. wir würden diese Deutung wenn sie vorgeschlagen würde, ablehnen).
Wir würden, müßten wir bestimmte Grenzen ziehen, in den verschiedenen Fällen wenn wir das Wort im gewöhnlichen Leben gebrauchen verschiedene Grenzen ziehen. Und manchmal mußten wir auch Grenzen andeuten.




     


     “Ein großes Stück Kuchen”, “ein großer Kirchturm”, “ein großer Hund”.


     


     Die Logik zieht ihrem Wesen nach Grenzen aber in der Sprache die wir sprechen sind solche Grenzen nicht gezogen. Das heißt aber nicht daß nun die Logik die Sprache falsch darstellt, oder eine ideale Sprache. Sie portraitiert die farbige verschwommene Wirklichkeit als Federzeichnung das ist ihre Aufgabe.



     

     (Sokrates stellt die Frage, was Erkenntnis sei und ist nicht mit der Aufzählung von Erkenntnissen zufrieden. Wir aber kümmern uns nicht viel um diesen allgemeinen Begriff und sind froh, wenn wir Schuhmacherei, Geometrie etc. verstehen.)





     

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Die Logik redet von Sätzen und Wörtern im gewöhnlichen Sinn, nicht von Sätzen und Wörtern in irgend einem abstrakten Sinn.












     


     Die Philosophie hat es mit den bestehenden Sprachen zu tun und nicht vorzugeben, daß sie von einer abstrakten Sprache handeln müsse.











     

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Satz und Satzklang.








     


     Was ist ein Satz? — Vor allem gibt es in unseren Sprachen einen Satzklang. (Daher Unsinngedichte wie die Lewis Caroll's.) Und was wir oft Unsinn nennen ist nicht eine Beliebige.






     

     /Denken wir uns, wir läsen die Sätze eines Buches verkehrt, die Worte in umgekehrter Reihenfolge; könnten wir nicht dennoch den Satz verstehen? Und klänge er jetzt nicht ganz unsatzmäßig?/


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Inwiefern ist das Verstehen — das augenblickliche Verstehen — des Satzes ein Kriterium dafür, daß der Satz Sinn hat?


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Dies gibt ein herrliches Beispiel dafür, was es heißt, einen Satz verstehen (meinen).



     

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Was als Satz gelten soll, ist in der    Grammatik   bestimmt.







     

Die Erklärung: Satz sei alles, was wahr oder falsch sein könne|“Satz ist alles, was wahr oder falsch sein kann” bestimmt den Begriff des Satzes in einem bestimmten Sprachsystem als das was in diesem System als Argument einer Wahrheitsfunktion auftritt|Argument einer Wahrheitsfunktion ist.
Und wenn wir von dem sprechen, was der Satzform als solcher wesentlich ist so meinen wir oft| sind es manchmal die Wahrheitsfunktionen. Wenn ich sagte die allgemeine Form des Satzes sei “es verhält sich so & so” so war eben das gemeint.



     

     Die Erklärung,|: Satz sei alles, was wahr oder falsch sein könne — ist nicht so ganz unrichtig. Es ist die Form der Wahrheitsfunktion (in welcher Form der Zeichengebung immer ausgedrückt), die das logische Wesen des Satzes ausmacht.


     

     ‘p’ ist wahr = p. Man gebraucht das Wort “wahr” in Zusammenhängen wie “was er sagt ist wahr”, das aber sagt dasselbe wie “er sagt ‘p’, und p ist der Fall”.




     

     Wenn wir von dem sprechen, was der Satzform als solcher wesentlich ist, so meinen wir die Wahrheitsfunktionen| Wahrheitsfunktion.

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     Man kann natürlich nicht sagen, ‘Satz’ sei dasjenige, wovon man ‘wahr’ und ‘falsch’ aussagen könne, in dem Sinn, als könnte man versuchen, zu welchen Symbolen die Wörter ‘wahr’ und ‘falsch’ paßten und danach entscheiden, ob etwas ein Satz ist. Denn das würde nur dann etwas bestimmen, wenn diese Worte in einer bestimmten Weise gemeint sind, das aber können sie nur im Zusammenhang sein.| //…wenn diese Worte in einer bestimmten Weise gemeint sind, d.h. bereits eine bestimmte Grammatik haben.// Und eben im Zusammenhang mit einem Satz. Alles, was man machen kann, ist hier, wie in allen diesen Fällen, das grammatische Spiel bestimmen, seine Regeln angeben und es dabei bewenden lassen.



     


     Man kann nicht sagen “dieser Struktur fehlt noch etwas, um ein Satz zu sein”. Sondern es fehlt ihr etwas, um in    dieser   Sprache ein Satz zu sein. Wie man sagen kann| // Man kann sagen//: dem Zeichenausdruck “2+2 4” fehlt etwas, um eine Gleichung zu sein.


     

     Den Russen, welche statt “er ist gut” sagen “er gut” geht nichts verloren, und sie denken sich auch kein Verbum dazu.








     

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Die grammatischen Regeln bestimmen den Sinn des Satzes; und ob eine Wortzusammenstellung Sinn hat oder nicht.







     

“Rot kann man nicht teilen” heißt also: Erinnere Dich daran daß Du in dem Spiel zu welchem dieser Satz seiner Form nach zu gehören scheint nichts anfangen kannst| anzufangen weißt.



     


     Wie mach ich's denn, etwas mit ihm meinen? Ich stelle mir wohl etwas bei meinen Worten vor, will etwas damit| mit ihnen, treibe etwas damit| mit ihnen, kurz verwende sie in einem Sprachspiel.
     Ich brauche das Wort zu einem Zweck & darum nicht unsinnig.







     



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Der Sinn des Satzes, keine    Seele  .








     


     Der Sinn einer Längenangabe wird durch die Beschreibung der Meßmethode erklärt; die Wahrheit der Längenangabe.


     

     Die Methode des Messens, z.B. des räumlichen Messens, verhält sich zu einer bestimmten Messung genau so, wie der Sinn eines Satzes zu seiner Wahr- oder Falschheit.




     

     Der Sinn (also) nicht    hinter   ihm (wie der psychische Vorgang der Vorstellung etc.).




     

     Man könnte auch so fragen: Ist der ganze Satz nur ein unartikuliertes Zeichen, in dem ich erst nachträglich Ähnlichkeiten mit anderen Sätzen erkenne?
     Das wäre etwa so, wenn jeder Satz eine Droge| // Medizin // mit bestimmter Wirkung wäre und man käme erst nachträglich durch Analyse darauf, daß zwei Medizinen gewisse Ingredienzen mit einander gemein hätten.| Als wäre er eine Flüssigkeit deren chemische Analyse uns erst gemeinsame Bestandteile mit anderen Substanzen| Flüssigkeiten aufzeigt|// erkennen läßt //.



     

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Ähnlichkeit von Satz und Bild.







,


     


     In welchem Sinne kann ich sagen, der Satz sei ein Bild? Wenn ich darüber denke, möchte ich sagen: er muß ein Bild sein, damit er mir zeigen kann, was ich tun soll, damit ich mich nach ihm richten kann. Aber dann willst Du // also // bloß sagen, daß Du Dich nach dem Satz richtest in demselben Sinne, in dem Du Dich nach einem Bild richtest. Das Bild ist eine Beschreibung.


     


     Ist jedes Bild ein Satz? Und was heißt es, etwa zu sagen, daß jedes als ein Satz gebraucht werden kann?


     


     Ich kann die Beschreibung des Gartens in ein gemaltes Bild, das Bild in eine Beschreibung übersetzen.



     

     Das Denken ist ganz dem Zeichnen von Bildern zu vergleichen.
     Man kann aber auch sagen: Das Denken ist (wesentlich) mit keinem Vorgang zu vergleichen und was wie ein Vergleichsobjekt scheint, ist in

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Wirklichkeit ein Beispiel.


     

     Wenn ich den Satz mit einem Maßstab verglichen habe, so habe ich, strenggenommen, nur einen Satz, der mit Hilfe eines Maßstabes die Länge eines Gegenstands| // eine Länge // beschreibt| aussagt, als Beispiel für alle Sätze herangezogen.| // als Beispiel eines Satzes herangezogen.//


     


     Wenn man die Sätze als Vorschriften auffaßt, um Modelle zu bilden, wird ihre Bildhaftigkeit noch deutlicher.


     


     Die Sprache muß von der Mannigfaltigkeit eines Stellwerks sein, das die Handlungen veranlaßt, die ihren Sätzen entsprechen.


     


     Die Übereinstimmung von Satz und Wirklichkeit ist der Übereinstimmung zwischen Bild und Abgebildetem nur so weit ähnlich, wie der Übereinstimmung zwischen einem Erinnerungsbild und dem gegenwärtigen Gegenstand.


     


     Der Satz ist der Tatsache so ähnlich wie das Zeichen ‘5’ dem Zeichen ‘3+2’. Und das gemalte Bild der Tatsache , wie ‘!!!!!’ dem Zeichen ‘!!+!!!’.


     


     Z.B. a, b, c, d bedeuten Bewegungen und zwar a= , b= , c= , d= . Also heißt z.B. bccbda der Linienzug
. Nun, ist der Satz “bccbda” nicht ähnlich jenem Linienzug? Offenbar ja, in gewisser Weise. (Ist es nicht genau die Ähnlichkeit einer Photographie und des photographierten Gegenstandes?)


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Sätze mit Genrebildern verglichen.
( Verwandt damit: Verstehen eines Bildes.)








     

Die Beschreibung eines wirklichen Gegenstandes verhält sich zu der Beschreibung in einer Dichtung wie ein Portrait zu einem Genrebild.



     

     Wenn ich ein Bild anschaue, so sagt es mir etwas, auch wenn ich keinen Augenblick glaube (mir einbilde), die Menschen seien wirklich oder es habe wirkliche Menschen gegeben, von denen dies ein verkleinertes Bild sei. “Es sagt mir etwas” kann aber hier nur heißen, “es bringt eine bestimmte Einstellung in mir hervor.”
     Denn wie, wenn ich fragte: “   was   sagt es mir denn?”


     


     Meine Stellung gegen das Bild ist auch keine hypothetische, so daß ich mir etwa sagte “wenn es solche Menschen gäbe, dann …”





     

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Mit dem Satz scheint die Realität wesentlich übereinstimmen oder nicht übereinstimmen zu können. Er scheint sie zu fordern, sich mit ihm zu vergleichen.











     


     Man kann eine Lehne auf das Maß eines Körpers einstellen, vorbereiten. Dann liegt in dieser Einstellung zwar das eingestellte Maß, aber in keiner Weise, daß ein bestimmter Körper es hat. Ja vor allem liegt darin keine Annahme darüber, ob der Körper dieses Maß hat, oder nicht hat.


     

     Ich sagte, der Satz wäre wie ein Maßstab an die Wirklichkeit angelegt: Aber| Und der Maßstab ist, wie alle Gleichnisse des Satzes, ein besonderer Fall eines Satzes. Und auch er bestimmt nichts, solange man nicht mit ihm mißt. Aber Messen ist Vergleichen (und muß heißen, Übersetzen).



     


     Man könnte sagen, “die Erwartung ist kein Bild, sie bedient sich nur eines Bildes”. Ich erwarte etwa, daß meine Uhr jetzt auf 7 zeigen wird und drücke dies durch ein Bild der Zeigerstellung aus. Dieses Bild kann ich nun mit der wirklichen Stellung vergleichen; die Erwartung aber nicht.




     

Der Befehl die Zahlen 1 bis 4 zu quadrieren.



     


     Ich könnte mein Problem so darstellen: Wenn ich untersuchen wollte, ob die Krönung Napoleons so und so stattgefunden hat, so könnte ich mich dabei, als einer Urkunde, des Bildes bedienen, statt einer Beschreibung. Und es frägt sich nun, ist die ganze Vergleichung der Urkunde mit der Wirklichkeit von der Art, wie der Vergleich der Wirklichkeit mit dem Bild, oder gibt es dabei noch etwas Andres, von andrer Art?


     


     Aber womit soll man die Wirklichkeit vergleichen,| (:) als mit dem Satz? Und was soll man andres tun,| (:) als sie mit ihm zu vergleichen?


     


     Wenn man das Beispiel von dem, durch Gebärden mitgeteilten Befehl betrachtet, möchte man einerseits immer sagen: Ja, dieses Beispiel ist eben unvollkommen, die Gebärdensprache zu roh, darum kann sie den beabsichtigten Sinn nicht vollständig ausdrücken” — aber tatsächlich ist sie so gut wie jede denkbare andere, und erfüllt ihren Zweck so vollständig, wie es überhaupt denkbar ist.
     (Es ist eine der wichtigsten Einsichten, daß es keine Verbesserung der Logik gibt.)



     


      Angedeutet aber ist etwas nur insofern, als ein System nicht ausdrücklich, oder unvollkommen festgelegt ist. Wir möchten sagen, es sei uns unvollkommen angedeutet oder, das Zeichen suggeriere nur undeutlich, was


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wir zu tun hätten. Es sei etwa in dem Sinn undeutlich, wie eine Tafel mit der Aufschrift “Links Gehen” deutlicher wird, wenn zugleich ein Pfeil die Richtung zeigt.| // Es sei etwa undeutlich in dem Sinn, in welchem wir der Deutlichkeit halber Zeichen ausführlicher geben.//


     





     


     Eindeutig aber kann er nur werden, dadurch, daß in dem System von Befehlen eine Unterscheidung gemacht wird, die, wenn sie fehlt, eben die Zweideutigkeit hervorruft. (Wenn also das System die richtige Mannigfaltigkeit erhält.)


     

     Was, in der Logik, nicht nötig ist,    hilft   auch nicht.| //… ist auch nicht von Nutzen.//
     Was nicht nötig ist, ist überflüssig.



     


     “Der Satz sagt etwas” darauf ist die Ergänzung entweder die Frage “Was?” & ein andrer Satz — oder “sagt etwas” ist gar keine Variable, heißt nicht: sagt dies, oder jenes.


     


     Wir sagen : Der Befehl befiehlt dies, & tun es; aber auch, “der Befehl befiehlt dies: ich soll das & das tun. Wir übersetzen ihn in einen anderen Satz, in eine Demonstration, oder| einmal in einen anderen Satz, einmal in eine Demonstration, & einmal in die Tat.

Ja er befiehlt ja schon — möchte ich sagen — daß ich das tun soll! Aber was ist denn das das? Ich werde von der Form: “Er befiehlt das” hypnotisiert.



     

24
Das Symbol (der Gedanke), scheint als solches unbefriedigt zu sein.







     


     Der Wunsch scheint schon zu wissen was ihn erfüllen wird oder würde, der Satz der Gedanke was ihn wahr macht auch wenn es gar nicht da ist! Woher dieses Bestimmen, dessen, was noch nicht da ist? — dieses despotische Verlangen| Verfügen?
     Und woher diese seltsame Sinnestäuschung? Wir sagen der Satz sagt etwas, der Wunsch wünscht der Befehl befiehlt etwas. Aber wie verwenden| benützen wir denn diese Aussagen, wann benützen wir sie in welchem weitern Zusammenhang? Was ist es, was ein Satz sagt, was setzen wir statt dem ‘etwas’ ein? Dieser Satz sagt: daß … & nun folgt ein weiterer Satz| Ausdruck.


     


     “Der Befehl befiehlt seine Befolgung”. Ja also kennt er seine Befolgung schon ehe sie da ist! — Aber der Satz ist ja nur ein grammatischer über die Worte “Befehl” & “Befolgung”. Er sagt: Wenn ein Befehl lautet “Tue das & das” dann nennt man “das & das tun” das Befolgen dieses Befehls. Jener Satz ist von der Art grammatikalischer Sätze wie: Der Hund hat ‘Beine’ der Hase ‘Läufe’.








     


      Man könnte auch so sagen: Dieser Befehl befiehlt dies (& tut es). — Aber hat er dies nicht schon früher befohlen? (Er hat doch früher nichts anderes befohlen!) Also hat er diese Tat befohlen ehe es sie noch gab. Inwiefern hat er aber früher dies befohlen? — Ist denn Befehlen eine Tätigkeit, die er auch früher ausübte? Und wie hat er sie ausgeübt? Der Befehl befiehlt das & das enthält ja die Zeit gar nicht sowenig wie 2 + 2 ist 4. Ich habe auch früher dies gemeint enthält wohl die Zeit. Aber was ist denn hier das Kriterium dafür daß ich dies meinte. Heißt es ich habe schon früher den Dieb gehangen ehe ich ihn noch hatte.
Wie kann man meinen was noch nicht geschehen ist. Worin bestand aber dies meinen damals. Was nennen wir also jetzt dies was wir jetzt tun gemeint zu haben? Worin besteht die Identität: dasselbe jetzt tun, was ich früher meinte. Worin besteht es: dieselbe Speise jetzt zubereiten, die ich später esse. Ja ich meine ja jetzt schon das was ich später tue| ausführe. Ja manchmal meine ich jetzt dasselbe; manchmal etwas anderes:|! In welchem Falle sagen wir das eine, in welchem Falle das andre? In welchem Falle sage ich daß ich etwas anderes getan habe als ich meinte — & in welchem das selbe.
Und wenn der Befehl nicht befolgt wird: wo ist dann der Schatten der| seiner Befolgung den Du zu sehen meintest, weil Dir die Form vorschwebte: Er befiehlt das & das. Wie macht man es denn: etwas| das & das zu befehlen? Man sagt: man befiehlt: den Befehl und auch man befiehlt: die Handlung (die Befolgung).
Man möchte sagen: ich befehle mehr als die Worte & weniger als die Handlung. Wir identifizieren den Satz “daß …” mit der Handlung.
Er hat das getan was ich ihm befohlen habe. — Warum soll man hier nicht sagen es sei eine Identität der Handlung & der Worte?! Wozu soll ich einen Schatten zwischen die beiden stellen? Wir haben ja eine Projektionsmethode. Nur ist es eine andere Identität: Ich habe das getan was er getan hat & ich habe getan das was er befohlen hat.


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25
Ein Satz ist ein Zeichen in einem System von Zeichen. Er ist eine Zeichenverbindung von mehreren möglichen und im Gegensatz zu den andern möglichen. Gleichsam eine Zeigerstellung im Gegensatz zu andern möglichen.






Wort nur im Satzzusammenhang Bedeutung. Satz Komplex.




     

Sprache die nur aus einem Signal besteht das immer gegeben wird, wenn eine bestimmte Handlung vollführt werden soll.
     Abrichten.




     

     Jeder Satz einer Sprache hat nur Sinn im Gegensatz zu anderen Wortzusammenstellungen derselben Sprache.



     

     Denken ist Pläne machen.
     Wenn Du Pläne machst, so machst Du    einen   Plan zum Unterschied von | // im Gegensatz zu // andern Plänen.


     

      im Gegensatz zu ist ein anderes Zeichen als im Gegensatz zu

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     “Geh so      nicht so     ” hat nur Sinn, wenn es die Richtung ist, die dem Pfeil hier wesentlich ist, und nicht, etwa nur die Länge.


     


     Man muß wissen, worauf im Zeichen man zu sehen hat. Etwa: auf welcher Ziffer der Zeiger steht, nicht darauf, wie lang er ist.



     


     “Ich muß auf die Länge achten”. “ich muß auf die Richtung achten”, das heißt schon: auf die Länge im Gegensatz zu anderen, etc..


     


     Wie soll ich mich nach der Uhr richten? Wie kann ich mich nach diesem Bild    richten  ? (Wie nach jedem andern.)


     


     Es zeigt mir jemand zum ersten Mal eine Uhr und will, daß ich mich nach ihr richte. Ich frage nun: worauf soll ich bei diesem Ding achten. Und er sagt: auf die Stellung der Zeiger.


     


     Natürlich, das Zeichen eines Systems bezeichnet es nur im Gegensatz zu anderen Systemen und setzt selbst ein System voraus. (Interne Relation, die nur besteht, wenn ihre Glieder da sind.)

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26
Sich vorstellen können, ‘wie es wäre,’ als Kriterium dafür, daß ein Satz Sinn hat.














     


     Könnte ich durch eine Zeichnung darstellen, wie es ist, wenn es sich so verhält, wenn es keinen Sinn hätte, zu sagen “es verhält sich so”?
     Zu sagen, “ich kann aufzeichnen wie es ist, wenn es sich so verhält” ist hier eine grammatische Bestimmung über den betrachteten Satz (denn ich will ja nicht sagen,    ich   könne es zeichnen, etwa weil ich zeichnen gelernt habe u.s.w.). Wie wenn ich sagte: “ist das kein Spiel, da ich doch darin gewinnen und verlieren kann?” — Nun, wenn das Dein Kriterium eines Spieles ist, dann ist es ein Spiel.



     

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“Logische Möglichkeit und Unmöglichkeit”. — Das Bild des ‘Könnens’ ultra-physisch angewandt. Ähnlich: “Das ausgeschlossene Dritte”.)








     

     Wenn man sagt, die Substanz ist unzerstörbar, so    meint   man, es ist sinnlos, in irgend einem Zusammenhang — bejahend oder verneinend — von dem “Zerstören einer Substanz” zu reden.




     

     Logische Möglichkeit und Sinn. Kann man fragen: “wie müssen die grammatischen Regeln für die Wörter beschaffen sein, damit sie einem Satz Sinn geben”?


     

     Der Gebrauch des Satzes, das ist sein Sinn.


     

     Ich sage z.B. “auf diesem Tisch steht jetzt keine Vase, aber es könnte eine da stehn; dagegen ist es sinnlos| // unsinnig// zu sagen, der Raum könnte vier Dimensionen haben.” Aber wenn der Satz dadurch sinnvoll wird, daß er mit den grammatischen Regeln im Einklang ist, nun, so machen wir


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eben die Regel, die den Satz, unser Raum habe vier Dimensionen, erlaubt. Wohl, aber damit ist nun die Grammatik dieses Ausdrucks noch nicht festgelegt. Nun müssen erst noch weitere Bestimmungen darüber gemacht| // getroffen// werden, wie ein solcher Satz zu gebrauchen ist, wie er etwa verifiziert wird.



     

28
Elementarsatz.










     


     Die Idee, Elementarsätze zu konstruieren (wie dies z.B. Carnap versucht hat), beruht auf einer falschen Auffassung der logischen Analyse. Das Problem dieser Analyse ist nicht: es sei eine    Theorie   der Elementarsätze . Als seien Prinzipien der Mechanik zu finden.

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“Wie ist die Möglichkeit von p in der Tatsache, daß ~p der Fall ist, enthalten?”
“Wie enthält z.B. der schmerzlose Zustand die Möglichkeit der Schmerzen?”











     

     ⌇ “ Über den schmerzlosen Zustand sinnvoll reden setzt die Fähigkeit voraus, Schmerzen zu fühlen und das kann keine |physiologische Fähigkeit| Disposition| sein, — denn wie wüßte man sonst, wozu es die Fähigkeit ist — sondern eine logische Möglichkeit. — Ich beschreibe meinen gegenwärtigen Zustand durch die Anspielung auf Etwas, was nicht der Fall ist. Das zu sagen ist irreführend, denn es ist|klingt, als sei es eine Anspielung auf einen nicht Existierenden, während es eine Anspielung auf einen Abwesenden ist. Aber auch das ist irreführend. Wenn diese Hinweisung zu der Beschreibung nötig ist (und nicht bloß eine Verzierung), so muß in meinem gegenwärtigen Zustand etwas liegen, was diese Erwähnung (Hinweisung) nötig macht. Ich vergleiche diesen Zustand mit einem anderen, also muß er mit ihm vergleichbar sein. Er muß auch im Schmerzraum liegen, wenn auch an einer andern Stelle. — Sonst würde mein Satz etwa heißen, mein gegenwärtiger Zustand hat mit einem schmerzhaften    nichts zu tun  ; etwa, wie ich sagen würde, die Farbe dieser Rose hat mit der Eroberung Galliens durch Cäsar nichts zu tun. D.h. es ist kein Zusammenhang vorhanden. Aber ich meine gerade, daß zwischen meinem jetzigen Zustand und einem schmerzhaften ein Zusammenhang besteht.” Ich    meine   nur, was ich sage.
     In wiefern ist aber Schmerzlosigkeit ein    Zustand  . Was nenne ich einen “Zustand”? Vielleicht lehrreich. Sonst unnütz.

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     “Was wäre das für eine Frage: ¿¿Könnte denn Alles    nicht   der Fall sein, und nichts der — Fall — sein’? Könnte man sich einen Zustand einer Welt denken, in dem mit Wahrheit nur negative Sätze zu sagen wären? Ist das nicht offenbar alles Unsinn? Gibt es denn wesentlich negative und positive Zustände?” Nun, es kommt darauf an, was man ‘Zustände’ nennt. Die Anwendung des Satzes ist nicht die, die eine solche Vorstellung fordert. Immer wieder möchte man sich den Sinn eines Satzes, also seine Verwendung (seinen Nutzen) in dem| einem Geisteszustand des redenden konzentriert denken. Man denkt nicht, daß man mit ihm rechnet, operiert, ihn mit der Zeit durch dies oder jenes Bild ersetzt. Sondern sein Sinn, d.i. aber sein Zweck, soll in einer Art Bild liegen die| // soll in einem Zustand liegen//

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Wie weiß Einer daß er nicht taub ist wenn er kein Geräusch hört & daß er nicht innerlich taub ist, wenn er sich keins vorstellen kann.

     


     Ist absolute Stille zu verwechseln mit innerer Taubheit, ich meine der Unbekanntheit mit dem Begriff des Tones? Wenn das der Fall wäre, so könnte man den Mangel des Gehörsinnes nicht von dem Mangel eines andern Sinnes unterscheiden.
     Ist das aber nicht genau dieselbe Frage wie: Ist der Mann, der jetzt nichts Rotes um sich sieht, in derselben Lage, wie der, der unfähig ist, rot zu sehen?
     Man kann natürlich sagen: Der Eine kann sich rot doch vorstellen, aber das vorgestellte Rot ist ja nicht dasselbe, wie das gesehene.

     Nun, worin äußert sich denn die Fähigkeit, rot zu sehen und worin die Bekanntschaft mit dem Begriff des Tons?
gut darüber nachzudenken.
Man wird sagen: Er muß wissen was “Ton” heißt. Aber was heißt es das zu wissen? — Ich sage “ich weiß was “rot” heißt” — Jemand fragt: “Bist Du sicher?” — Was würde ich da tun um mich davon zu überzeugen?


     

     Wenn ich nur etwas Schwarzes sehe und sage, es ist nicht rot, wie weiß ich, daß ich nicht Unsinn rede, d.h. daß es rot sein    kann  , daß es Rot gibt? Wenn nicht rot eben ein anderer Teilstrich auf dem Maßstab ist, auf dem auch schwarz einer ist. Was ist der Unterschied zwischen “das ist nicht rot” und “das ist nicht abrakadabra”? Ich muß offenbar wissen, daß “schwarz”, welches den tatsächlichen Zustand beschreibt (oder beschreiben hilft) das ist, an dessen Stelle in der Beschreibung “rot” steht. vielleicht lehrreich



     

     “Das Grau muß bereits im Raum von dunkler und heller vorgestellt sein, wenn ich davon reden will, daß es dunkler oder heller werden kann. D.h.: es kann zum Verständnis des Satzes gehören, daß man etwas helleres & dunkleres vor sich sieht & man sagt dann ¿etwa¿: “dieses Grau kann so oder auch so werden”. vielleicht lehrreich      Man könnte also vielleicht auch sagen: Der Maßstab muß schon angelegt

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sein, ich kann ihn nicht — willkürlich — anlegen, ich kann nur einen Teilstrich darauf hervorheben.
      Das kommt auf Folgendes hinaus: Wenn es um mich her vollkommen still ist, so kann ich an diese Stille den Gehörsraum nicht willkürlich anbringen (aufbauen), oder nicht anbringen. D.h., es ist für mich entweder still im Gegensatz zu einem Laut, oder das Wort still hat keine Bedeutung für mich. D.h. ich kann nicht    wählen   zwischen    innerem   Gehör und innerer Taubheit.
     Und ebenso kann ich, wenn ich Grau sehe, nicht zwischen normalem innerem Sehen, partieller oder vollkommener Farbenblindheit    wählen  .”




     

vielleicht lehrreich
      Wir sind versucht zu sagen; “ich habe jetzt in der Hand keine Schmerzen” heißt nur etwas, wenn ich weiß wie es ist, wenn man Schmerzen in der Hand hat. Was heißt es, das zu wissen? Was ist unser Kriterium dafür, daß man es weiß? Nun, ich würde sagen: “ich habe schon öfters Schmerzen gehabt”, “ich habe öfters Schmerzen an dieser Stelle gehabt”, oder “ich habe zwar nicht an    dieser   Stelle Schmerzen gehabt, aber an andern Stellen meines Körpers”. Es könnte gefragt werden: worin besteht die Erinnerung an Deine vergangenen Schmerzen? fühlst Du sie in einer Art schattenhafter Weise wieder? Aber sei diese Erfahrung (des Sich-Erinnerns) wie immer, sie ist eine bestimmte Erfahrung und ich nenne sie die Erinnerung “an Schmerzen, die ich gehabt habe” und dies zeigt eben, wie ich das Wort “Schmerzen” und den Aus-

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druck der Vergangenheit gebrauche.



     


     ~p schließt p aus; was es dann    zuläßt  , hängt von der Natur, d.h. der Grammatik, des p ab. | // “~p” schließt einfach p aus. Was dann    statt   p der Fall sein kann, folgt aus dem Wesen des Ausgeschlossenen.//



     

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“Wie kann das Wort ‘nicht’ verneinen?” Das Wort “nicht” erscheint uns wie ein Anstoß zu einer komplizierten Tätigkeit des Verneinens.







     

Verneinen, eine ‘geistige Tätigkeit’. Verneine etwas & beobachte was Du tust. Du schüttelst etwa innerlich den Kopf. Nun und was hilft| nützt das?| weiter? Ist das nützlicher als ein “ ~” vor einem Satz schreiben?











     


      überlegen “Ich sage doch diese Worte nicht bloß, sondern ich meine auch etwas mit ihnen”. Wenn ich z.B. sage “Du darfst nicht hereinkommen”, so ist es der natürliche Akt, zur Begleitung dieser Worte, mich vor die Tür zu stellen und sie zuzuhalten. Aber es wäre nicht so offenbar naturgemäß, wenn ich sie ihm bei diesen Worten öffnen würde. Diese Worte haben, wie sie hier verstanden werden, offenbar etwas mit jenem Akt zu tun.
     Der Akt ist sozusagen eine Illustration zu ihnen — müßte als Sprache aufgefaßt werden können. Andrerseits ist er aber auch der Akt, den ich abgesehen von jedem Symbolismus aus meiner Natur tun will.| tue.


     


     Wie ist es aber mit diesem Gedanken: Wenn “~p” ein Bild sein soll, wäre, was es bedeutet, nicht am besten dadurch darzustellen, daß das im Zeichen    nicht   der Fall ist, was, wenn es der Fall wäre, darstellen würde, daß p der Fall ist. Es ist aber klar, daß so ein Symbolismus nicht funktioniert.
      Es ist dafür keine Erklärung, zu sagen (was ich einmal sagte), ein sol-

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cher negativer Symbolismus ginge schon,|
      Wäre es da nicht am natürlichsten, wenn es das Gegenteil von p durch das Gegenteil des Zeichens “p” darstellte. Man würde dann, daß zwei Menschen nicht miteinander kämpfen dadurch darstellen|abbilden daß man sie nicht miteinander kämpfend abbildete. Ich sagte einmal, ein solcher negativer Symbolismus wäre schon möglich …
er sei nur darum nicht zu gebrauchen, weil man aus ihm nicht erfahren könne,    was   verneint sei. Dann ist er eben kein Symbolismus der Negation, wenn er uns nicht das Nötige mitteilt. Und dann fehlt es ihm am Wesentlichen.
     Es hat ja seinen Grund, warum in gewissen Fällen der negative Symbolismus funktioniert und z.B. keine Antwort auch eine Antwort ist. In diesen Fällen ist eben der Sinn des Schweigens eindeutig bestimmt.





     


     “Ich brauche im negativen Satz das intakte Bild des positiven Satzes.”


     

     “Ich kann ein Bild davon zeichnen, wie Zwei miteinander fechten; aber doch nicht davon, wie Zwei miteinander nicht fechten (d.h. nicht ein Bild, das bloß dies darstellt).
     ‘Sie fechten nicht miteinander’ heißt nicht, daß davon nicht die Rede ist, sondern, es    ist   eben davon die Rede und wird (nur?) ausgeschlossen”.





     

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Ist die Zeit den Sätzen wesentlich? Vergleich von: Zeit und Wahrheitsfunktionen.








     


      Tritt die Zeit in ein Landschaftsbild ein? oder in ein Stilleben?
     Literatur die aus Landschaftsschilderungen besteht.



     


     Die Grammatik, wenn sie in der Form eines Buches uns vorläge, bestünde nicht aus einer Reihe bloß nebengeordneter Artikel, sondern würde eine andere Struktur zeigen. Und in dieser müßte man — wenn ich Recht habe — auch den Unterschied zwischen Phänomenologischem und Nicht-Phänomenologischem sehen. Es wäre da etwa ein Kapitel von den Farben, worin der Gebrauch der Farbwörter geregelt wäre; aber dem vergleichbar wäre nicht, was über die Wörter “nicht”, “oder”, etc. (die “logischen Konstanten”) in der Grammatik gesagt würde.
     Es würde z.B. aus den Regeln hervorgehen, daß diese letzteren Wörter in? jedem Satz anzuwenden seien (nicht aber die Farbwörter). Und dieses “jedem” hätte nicht den Charakter einer erfahrungsmäßigen Allgemeinheit; sondern der inappellablen Allgemeinheit einer obersten Spielregel. Es scheint mir ähnlich, wie das Schachspiel wohl ohne gewisse Figuren zu spielen (oder doch fortzusetzen) ist, aber nie ohne das Schachbrett. [Das ist nicht wahr, man könnte ganz gut mit einem Teil des Brettes a¿us¿kommen.]




     


     Konnte man auch so fragen: “Woher| Wie kommt es daß man alle Erfahrungstatsachen mit dem was eine Uhr zeigt in Verbindung bringen kann?”?




     


     Wie unterscheidet die Grammatik zwischen Satzform und Inhalt? Denn dies soll ja ein grammatikalischer Unterschied sein. Wie sollte man ihn beschreiben können, wenn ihn die Grammatik nicht zeigt?



     


     ?—Jene zweifache Art der Allgemeinheit wäre so seltsam—?, wie wenn von zwei Regeln eines Spiels, die beide gleich ausnahmslos gelten, die eine als die fundamentalere angesprochen würde. Als könnte man also fragen| // darüber reden//, ob der König oder das Schachbrett für das Schachspiel essentieller wäre. Welches von beiden das Wesentlichere, welches das Zufälligere wäre.

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     Zum mindesten scheint eine Frage berechtigt: Wenn ich die Grammatik aufgeschrieben hätte und die verschiedenen Kapitel, über die Farbwörter, etc. etc. der Reihe nach da stünden, wie Regeln über alle die Figuren des Schachspiels, wie wüßte ich dann, daß dies nun    alle   Kapitel sind? Und wenn sich nun in allen vorhandenen Kapiteln eine gemeinsame Eigentümlichkeit findet, so haben wir es hier scheinbar mit einer logischen Allgemeinheit, aber keiner wesentlichen, d.h. voraussehbaren Allgemeinheit, zu tun. Man kann aber doch nicht sagen, daß die Tatsache, daß das Schachspiel mit 16 Figuren gespielt wird, ihm weniger wesentlich ist, als, daß es auf dem Schachbrett gespielt wird.







     


     Ein Satz kann in sehr verschiedenem Sinne die Zeit enthalten.
     
     Du tust mir weh!
     Es ist herrliches Wetter draußen.
     Der Inn fließt in die Donau.
     Wasser gefriert bei 0˚.
Ich verschreibe mich oft.
Vor einiger Zeit …
Ich hoffe er wird kommen.
Um 5 Uhr …
Diese Stahlsorte ist sehr gut.
Unsere Erde war einmal ein Gasball.

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Wesen der Hypothese.








     

     Eine Hypothese könnte man offenbar durch Bilder erklären. Ich meine, man könnte z.B. die Hypothese “hier liegt ein Buch” durch Bilder erklären, die das Buch im Grundriß, Aufriß und verschiedenen Schnitten zeigen.




     

     Eine Hypothese ist ein Gesetz zur Bildung von Sätzen.
     Man könnte auch sagen: Eine Hypothese ist ein Gesetz zur Bildung von Erwartungen.
     Ein Satz ist sozusagen ein Schnitt durch eine Hypothese in einem bestimmten Ort.


     

     Nach meinem Prinzip müssen die beiden Annahmen ihrem Sinne nach identisch sein, wenn alle    mögliche   Erfahrung, die die eine bestätigt, auch die andere bestätigt. Wenn also keine Entscheidung zwischen beiden durch die Erfahrung denkbar ist.





     

     Wenn mir gesagt wird: “Sieh in dieses Fernrohr und zeichne mir auf, was Du siehst”, so ist, was ich zeichne, der Ausdruck eines Satzes, nicht einer Hypothese.





     

     Es ist ein wesentlicher Unterschied zwischen Sätzen wie “das ist ein Löwe”, “die Sonne ist größer als die Erde”, die alle ein “dieses”, “jetzt”, “hier” enthalten und also an die Realität unmittelbar anknüpfen, und Sätzen wie “Menschen haben zwei Hände” etc.. Denn, wenn zufällig keine Menschen in meiner Umgebung wären, wie wollte ich diesen Satz kontrollieren?



     

     Ist es nun nicht etwa so, daß    das  , was die Hypothese erklärt, selbst nur wieder durch eine Hypothese ausdrückbar ist. Das heißt natürlich: gibt es überhaupt primäre Sätze; die also endgültig verifizierbar sind, und nicht die Facetten einer Hypothese sind? (Das ist etwa, als würde man fragen “gibt es Flächen, die nicht Oberflächen von Körpern sind?”)




     

     In dem, was den Satz mit der gegebenen Tatsache verbindet, ist nichts Hypothetisches.


     

     Es ist doch klar, daß eine Hypothese von der Wirklichkeit — ich meine von der unmittelbaren Erfahrung — einmal mit ja, einmal mit nein beantwortet wird; (wobei freilich das “ja” und “nein” hier nur Bestätigung und Fehlen der Bestätigung ausdrückt) und daß man dieser Bejahung und Verneinung Ausdruck verleihen kann.



     

     Ob der Körper, den ich sehe, eine Kugel ist, kann zweifelhaft sein, aber, daß er von hier etwa eine Kugel zu sein scheint, kann nicht zweifelhaft sein. — Der Mechanismus der Hypothese würde nicht funktionieren, wenn der Schein noch zweifelhaft wäre; wenn also auch nicht eine Facette der Hypothese unzweifelhaft verifiziert würde. Wenn es hier Zweifel gäbe, was könnte den Zweifel heben? Wenn auch diese Verbindung locker wäre, so gäbe es auch nicht Bestätigung einer Hypothese, die Hypothese hinge dann gänzlich in der Luft und wäre zwecklos (und damit sinnlos).





     

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Wahrscheinlichkeit.











     

     Die Frage der Einfachheit der Darstellung durch eine bestimmte angenommene Hypothese hängt, glaube ich, unmittelbar mit der Frage der Wahrscheinlichkeit zusammen.






     

     Die Kausalität beruht auf einer beobachteten Gleichförmigkeit. Nun ist zwar nicht gesagt, daß eine bisher beobachtete Gleichförmigkeit immer so weiter gehen wird, aber, daß die Ereignisse bisher gleichförmig waren, muß feststehen;    das   kann nicht wieder das unsichere Resultat einer empirischen Reihe sein, die selbst auch wieder nicht gegeben ist, sondern von einer ebenso unsicheren abhängt, u.s.f. ad infinitum.


     

     Wenn Leute sagen, der Satz “es ist wahrscheinlich, daß p eintreffen wird” sage etwas über das Ereignis p, so vergessen sie, daß es auch wahrscheinlich bleibt, wenn das Ereignis p    nicht   eintrifft.


     

     Wir sagen mit dem Satz “p wird wahrscheinlich eintreffen” zwar etwas über die Zukunft, aber nicht etwas “   über   das Ereignis p”, wie die grammatische Form der Aussage uns glauben macht.


     

     Wenn ich nach dem Grund einer Behauptung frage, so ist die Antwort auf diese Frage nicht für den Gefragten und eben    diese   Handlung (die Behauptung), sondern    allgemein   gültig.















     

     
Von der Lichtquelle Q wird ein Lichtstrahl ausgesandt, der die Scheibe AB trifft, dort einen Lichtpunkt erzeugt und dann die Scheibe AC trifft. Wir haben nun keinen Grund zur Annahme, der Lichtpunkt auf AB werde rechts von der Mitte M liegen, noch zur entgegengesetzten; aber auch keinen Grund anzunehmen, der Lichtpunkt auf AC werde auf    der   und nicht auf jener Seite von der Mitte m liegen. | // Wir haben nun keinen Grund, anzunehmen, daß der Lichtpunkt auf AB eher auf der einen Seite der Mitte M, als auf der andern liegen wird; aber auch keinen Grund, anzunehmen, der Lichtpunkt auf AC werde auf der einen und nicht auf der andern Seite der Mitte m liegen. Das gibt also widersprechende Wahrscheinlichkeiten. Wenn ich nun eine Annahme über den Grad der Wahrscheinlichkeiten mache, daß der eine Lichtpunkt im Stück AM liegt, — wie wird diese Annahme verifiziert. Wir denken| meinen doch, durch einen Häufigkeitsversuch. Angenommen nun, dieser bestätigt die Auffassung, daß die Wahrscheinlichkeiten für das Stück AM und BM gleich sind (also für Am und Cm verschieden), so ist sie damit als die richtige erkannt und erweist sich also als eine physikalische Hypothese. Die geometrische Konstruktion zeigt nur, daß die Gleichheit der Strecken AM und BM    kein   Grund zur Annahme gleicher Wahrscheinlichkeit war.

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      Der Begriff “ungefähr”.
      Problem des ‘Sandhaufens’.
















     

   Das augenblickliche Verstehn und die Anwendung des Worts in der Zeit  .




















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Ein Wort    verstehen   = es anwenden    können  . Eine Sprache    verstehen  : Einen Kalkül    beherrschen  .









     


     Seinen Inhalt hat der Satz als Glied des Kalküls.



     

     Die Bedeutung eines Worts verstehen, heißt, seinen Gebrauch kennen, verstehen.





     

     Ist es nicht auch so beim Gebrauch des Wortes “Kugel”? Ich gebrauche das Wort instinktiv. Aufgefordert aber, Rechenschaft darüber zu geben, ob ich es verstehe, rufe ich mir, gleichsam zur Probe, gewisse Vorstellungen hervor.
     (Es kann nicht darauf ankommen, ob die Sprache instinktiv oder halbinstinktiv gebraucht wird. Wir sind hier im Sumpf der graduellen Unterschiede, nicht auf dem festen Grund der Logik.) (Ist es nicht das Schachspiel, wenn es automatisch gespielt wird?)


     


     ”Wenn ich sage “sieh', dort ist eine Kugel”, oder “dort ist ein Kegel| eine Halbkugel”, so kann die Ansicht auf beides| zu beidem passen, und wenn ich sage “ja, ich sehe es| sie”, so unterscheide ich doch zwischen den beiden Hypothesen. Wie ich im Schachspiel zwischen einem Bauer und dem König unterscheide, auch

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wenn der gegenwärtige Zug einer ist, den beide machen könnten, und wenn selbst eine Königsfigur als Bauer fungierte.
     Das Wort “Kugel” ist mir    bekannt   und steht in mir für etwas; d.h., es bringt mich in eine gewisse Stellung zu sich (wie ein Magnet eine Nadel in seine Richtung bringt).”




     


     Etwas tun    können   hat ja eben jenen schattenhaften Charakter, das heißt, es erscheint wie| als ein Schatten des wirklichen| tatsächlichen Tuns, gerade wie der Sinn des Satzes als Schatten seiner Verifikation| // als Schatten einer Tatsache // erscheint; oder das Verständnis des Befehles als Schatten seiner Ausführung. Der Befehl “wirft, gleichsam, seinen Schatten schon voraus”, oder, im Befehl wirft die Tat ihren Schatten voraus”. — Dieser Schatten aber,    was immer   er sein mag, ist, was er ist, und nicht das Ereignis. Er ist in sich selbst abgeschlossen und weist nicht weiter als er selbst reicht.



     

36
Wie begleitet das Verstehen des Satzes das Aussprechen oder Hören des Satzes?







     


     Wann kann das Gefäß … enthalten?







     

     Ist das Verstehen nicht das Erfassen des Satzes, so kann es auch nach diesem (und warum nicht auch vorher) vor sich gehen.





     

     Das Verstehen eines Satzes der Wortsprache ist dem Verstehen eines musikalischen Themas (oder Musikstückes) viel verwandter, als man glaubt. Und zwar so, daß das Verstehen des sprachlichen Satzes näher als man denkt dem liegt, was man gewöhnlich das Verständnis des musikalischen Ausdrucks nennt. — Warum pfeife ich das gerade    so  ? warum bringe ich den Wechsel der Stärke und des Zeitmaßes gerade auf dieses ganz bestimmte Ideal| will ich den Wechsel der Stärke und des Zeitmaßes gerade auf dieses ganz bestimmte Ideal bringen? Ich möchte sagen: “weil ich weiß, was das alles heißt” — aber was heißt es denn? — Ich wüßte es nicht zu sagen, außer durch eine Übersetzung in einen Vorgang vom gleichen Rhythmus.


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37
Zeigt sich die Bedeutung eines Wortes in der Zeit? Wie der tatsächliche Freiheitsgrad eines Mechanismus.
Enthüllt sich die Bedeutung des Worts erst nach und nach wie seine Anwendung fortschreitet?








     


     Unterscheidung zwischen Regel & Erfahrungssatz. Wenn ein Satz der Grammatik ein Naturgesetz der Anwendung des Wortes wäre, so gäbe es grammatische Hypothesen; & wie ein Wort gebraucht werden kann zeigt sich dadurch, wie es gebraucht wird.








     


     Das Bild des Mechanismus kann wohl ein Zeichen des Freiheitsgrades sein. D.h. als Ausdruck dafür gebraucht werden, welche Bewegungen etwas ausführen soll (meiner Meinung nach ausführen wird, ausgeführt hat, etc.). Wenn ich aber sage das Bild kann ein Zeichen des Freiheitsgrades sein, — was heißt das? Was macht ein Bild zum Zeichen des Freiheitsgrades? Doch nicht daß man ihm etwas anderes; quasi einen existierenden Freiheitsgrad zuordnet. Außer indem man zur Erklärung des Zeichens auf einen Mechanismus zeigt & diesen gewisse Bewegungen ausführen läßt. Aber dann liegt darin keine Prophezeihung über das Verhalten dieses Mechanismus. Seine vorgeführten Bewegungen waren vielmehr nur ein Zeichen, womit wir ein anderes erklärten.

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     Die allgemeine Regel erst enthüllt den Freiheitsgrad, die Beweglichkeit des Mechanismus. Das Bild des Mechanismus in einer seiner Stellungen enthält hievon nichts.



     

     Das Verständnis als eine    Disposition   der Seele, oder des Gehirns, geht uns nichts an.


     

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Begleitet eine Kenntnis der grammatischen Regeln den Ausdruck des Satzes, wenn wir ihn — seine Worte — verstehn?







     

‘Gedanke ist ein| nennen wir einen Vorgang? der| ist etwas? das den Satz begleitet’ aber auch den Satz selbst im System der Sprache.







     

     Das Schachspiel ist gewiß durch seine Regeln (sein Regelverzeichnis) charakterisiert. Und wir sagen, daß Einer, der eine Partie Schach spielt und jetzt einen Zug macht, etwas anderes tut, als der, der nicht Schach spielen kann (d.h. das Spiel nicht kennt) und nun eine Figur in die Hand nimmt und sie zufällig der Regel gemäß bewegt. Anderseits ist es klar, daß der Unterschied nicht darin besteht| bestehen muß, daß der Erste in irgend einer Form die Regeln des Schachspiels vor sich hersagt oder überdenkt. — Wenn ich nun sage: “daß er Schach spielen kann, (wirklich Schach spielt, die Absicht hat, Schach zu spielen) besteht darin, daß er die Regeln kennt”, ist diese Kenntnis der Regeln in jedem Zuge in irgendeiner Form enthalten?
     Was heißt das: “er tut etwas anderes”? Hierin liegt schon die Verwendung eines falschen| irreführenden Bildes. Worin besteht der Unterschied? Man denkt da wieder an Gehirnvorgänge.


     


      Wenn das Schachspiel durch seine Regeln definiert ist, so gehören diese Regeln zur Grammatik des Wortes “Schach”. | Das Schachspiel ist gewiß durch seine Regeln (sein Regelverzeichnis) charakterisiert. Wenn ich Schach nur durch seine Regeln definiere, so gehören diese Regeln zur Grammatik des Wortes “Schach”.

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     Ich glaube, jener Fehler liegt in der Idee, daß die Bedeutung eines Wortes eine Vorstellung ist, die das Wort begleitet.
     Und diese Konzeption hat wieder mit der des Bewußt-Seins zu tun. | // Und diese Konzeption steht wieder mit der des Bewußt-Seins in Verbindung.// Dessen, was ich immer “das Primäre” nannte.



     


     Der Spieler, der die Intention hatte, Schach zu spielen, hatte sie schon dadurch, daß er zu sich etwa die Worte sagte “jetzt wollen wir Schach spielen”. Und etwa durch gewisse Gefühle die die Worte begleiteten.


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      Ich will sagen, daß das Wort “Schach” eben auch (nur) ein Stein in einem Spiel ist das wir fortlaufend spielen. Wird der Kalkül beschrieben, so müssen wir die Regeln tabulieren| // tabuliert vor uns haben//, wird er aber angewandt, so wird jetzt gemäß der einen, dann gemäß der andern Regel vorgegangen, dabei kann uns ihr Ausdruck vorschweben, oder auch nicht.






     

     Denn die Frage ist eben, ob unter der “Bedeutung, in der man ein Wort gebraucht” ein Vorgang verstanden werden soll, den wir beim Sprechen oder Hören des Wortes erleben.





     


     “Dieses Wort hat doch eine ganz bestimmte Bedeutung”. Wie ist sie denn (ganz) bestimmt?





     

     Und so geht es in allen solchen Fällen. Wenn etwa jemand sagt: “aber ich meine doch wirklich, daß der Andere Zahnschmerzen hat; nicht, daß er

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sich bloß so benimmt”. Immer muß man antworten: “Gewiß” und zugeben, daß auch wir diese Unterscheidung machen müssen.| //daß diese Unterscheidung besteht.//


     


     “Jetzt sehe ich's erst, er zeigt immer auf die Leute, die dort vorübergehen”. Er hat ein System verstanden: wie Einer, dem ich die Ziffern 1, 4, 9, 16 zeige und der sagt “ich versteh' jetzt das System, ich kann jetzt selbst weiterschreiben”. Aber was ist diesem Menschen geschehen, als er das System plötzlich verstand?




     


     Gewiß, der Vorgang des “jetzt versteh' ich …!” ist ein ganz spezi-

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fischer, aber es    ist   eben auch ein ganz spezifischer Vorgang, wenn wir auf einen bekannten Kalkül stoßen, wenn wir “weiter wissen”.
     Aber dieses Weiter-Wissen ist eben auch    diskursiv   (nicht intuitiv).





     

39
Die grammatischen Regeln — und die Bedeutung eines Wortes.
Ist die Bedeutung, wenn wir sie verstehen, ‘auf einmal’ erfaßt: und in den grammatischen Regeln gleichsam ausgebreitet?










     


     Wenn ich mich weigere ein Wort, z.B. das Wort ‘ist gleich’ in zwei Zusammenhängen zu gebrauchen, so ist der Grund das, was wir mit den Worten beschreiben “das Wort habe in den beiden Fällen verschiedene Bedeutung”. | //das Wort werde in diesen Fällen in verschiedenem Sinn gebraucht.//




     


     Aber so eine Beschreibung wäre doch — wie gesagt — ein Ersatz des Wortes| // für das Wort // ‘nicht’, etwa wie
und könnte die Grammatik nicht ersetzen. (?)




     


     Daß wir dieses Wort dieser Regel gemäß gebrauchen, das dafür einsetzen etc., damit dokumentieren wir, wie wir es meinen.


     


     “Wie ich einen Körper durch seine verschiedenen Ansichten geben kann und er mit diesen äquivalent ist, so offenbart sich die Natur der Negation in den verschiedenen, grammatisch erlaubten Anwendungen des Negationszeichens.”





     


     Das Wort ‘nicht’ in der grammatischen Regel hat keine Bedeutung, sonst könnte    das   nicht von ihm ausgesagt werden.





     

     Heißt es etwas, zu sagen, daß drei    solche   Verneinungen eine Verneinung ergeben. (Das erinnert immer an “drei solche Pferde können diesen Wagen fortbewegen”.) Aber, wie gesagt, in jenem logischen Satz ist gar nicht von der Verneinung die Rede (von der Verneinung handeln nur Sätze wie: es regnet nicht) sondern nur vom Wort ‘nicht’, und es ist eine Regel über die Ersetzung eines Zeichens durch ein anderes.

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     Nun kann ich doch aber sagen: “Ich sehe die Figur dreidimensional”. Aber dieser Satz entspricht der Beschreibung einer Kiste. Er beschreibt einen bestimmten Würfel, nicht die Würfelform. Freilich kann ich das Wort “Würfelform” definieren. D.h. Zeichen geben, durch die es ersetzt werden kann.| darf.


     


     Man kann eine geometrische Figur nicht beschreiben. Auch die Gleichung beschreibt sie nicht, ?—sondern vertritt sie durch die Regeln, die von ihr gelten—?.

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     Und haben wir hier nicht das Wort “Figur” so angewendet| // angewandt//, wie in unseren Betrachtungen so oft das Wort “Gedanke” oder “Symbol”? Die Art der Anwendung dieses Wortes, von welcher ich sagte, es bedeute dann kein Phänomen, sondern sei quasi ein unvollständiges Zeichen| //Symbol// und entspreche eher einer Funktion.


     

     Man kann auch nicht sagen, die Würfelform habe die Eigenschaft, lauter gleiche Seiten zu besitzen. Wohl aber hat ein Holzklotz diese Eigenschaft. (Noch hat “die Eins die Eigenschaft, zu sich selbst addiert, zwei zu ergeben”.)




     

     In “non-p & (non-non-p = p)” kann der zweite Teil nur eine Spielregel sein.


     

      Wenn Du weißt was ich mit einer halben Drehung meine so wirst Du verstehen daß zwei halbe Drehungen einander aufheben. Es hat den Anschein, als könnte man aus der Bedeutung der Negation    schließen  , daß non-non-p, p heißt.




     

     Zu sagen, daß eine Vierteldrehung ein Quadrat mit sich selbst zur Deckung bringt, heißt doch offenbar nichts andres als: Das Quadrat ist um ? zwei zueinander senkrechte Achsen symmetrisch, und das wieder, daß es Sinn hat, von zwei senkrechten Achsen zu reden, ob sie vorhanden sind oder nicht. Dies ist ein Satz der Grammatik.



     


      Statt der Betrachtung der Negation, könnte ich auch die eines Pfeiles setzen und z.B. sagen: wenn ich ihn zweimal um 180˚ drehe, zeigt er wieder, wohin er jetzt zeigt: welcher Satz dem non-non-p = p entspricht. Wie ist es nun hier mit der Darstellung des Wesens dieses Pfeils durch die Sprache? Jener Satz muß doch unmittelbar von diesem Wesen abgeleitet| // abgelesen // sein und es also darstellen.

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      Oder nehmen wir den Fall eines Quadrats und eines Rechtecks und die Sätze, daß das Quadrat durch eine Vierteldrehung mit sich selbst zur Deckung gebracht werden kann; das Rechteck aber erst durch eine halbe Drehung.





     


     Oder denken wir uns diesen Fall: Wir hätten ganz| vollkommen durchsichtige Glaswürfel, deren eine Seite | //Seitenfläche// rot gefärbt wäre. Wenn wir sie aneinander reihen, so wird im Raum nur eine ganz bestimmte Anordnung| werden im Raum nur ganz bestimmte Anordnungen roter Quadrate entstehen können, bedingt durch die Würfelform der Körper. Ich könnte nun die Regel, nach der

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hier rote Quadrate angeordnet sein können, auch ohne Erwähnung der Würfel angeben| geben, aber in ihr wäre doch bereits das Wesen der Würfelform präjudiziert. Freilich nicht, daß wir gläserne Würfel haben| es gläserne Würfel sind wohl aber die Geometrie des Würfels.


     

     Wenn wir nun aber einen Würfel    sehen  , sind    damit   wirklich schon alle Gesetze der möglichen Zusammenstellung gegeben?! Also die Geometrie?
     Kann ich die Geometrie des Würfels von einem Würfel ablesen?


     

     Der Würfel ist dann eine Notation der Regel.
     Und hätten wir eine solche Regel gefunden, so könnten wir sie wirklich nicht besser notieren, als durch die Zeichnung eines Würfels (und daß es hier eine Zeichnung tut, ist wieder ungemein bedeutsam ).








     

Wesen der Sprache.






















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Lernen, Erklärung, der Sprache.
Kann man die Sprache durch die Erklärung gleichsam aufbauen, zum Funktionieren bringen?








     

Überprüfe:

Sagt denn “‘p’ ist wahr” etwas über das Zeichen ‘p’ aus? Man sagt: “ja, es sagt daß ‘p’ mit der Wirklichkeit übereinstimmt”. Denken wir uns statt eines Satzes der Wortsprache ein nach einer exakten Projektionsmethode gezeichnetes Bild der betreffenden Wirklichkeit. Hier muß es sich gewiß am deutlichsten zeigen, was “‘p’ ist wahr” von dem Bild ‘p’ aussagt. Man kann also den Satz “‘p’ ist wahr” mit dem vergleichen: “Dieser Gegenstand hat die Länge dieses Meterstabes” & “p” dem Satz: “dieser Gegenstand ist 1 m lang”. Aber der Vergleich ist falsch denn “dieser Meterstab” ist eine Beschreibung weil “Meterstab” eine Begriffsbestimmung ist. Dagegen tritt in “‘p’ ist wahr” der Maßstab unmittelbar in den Satz ein.
‘p’ repräsentiert hier einfach die Länge & nicht den Meterstab| Stab. Denn die projizierte Figur ist ja auch gar nicht wahr außer nach einer bestimmten Projektionsmethode die den Meterstab| Maßstab zu einem rein-geometrischen Anhängsel der gemessenen Strecke macht.



     

     Wenn ich also auch dem Schriftzug “p” den Namen A gebe und daher schreibe: “non-p = A ist falsch”, so hat das nur einen Sinn, d.h. die rechte Seite kann nur verstanden werden, wenn A für uns als    Satzzeichen   steht. Dann aber ist nichts gewonnen: zum mindesten keine    Erklärung  


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des Mechanismus der Negation.


     

     Und dasselbe muß der Fall sein, wenn man erklärt, “(x).fx” sei wahr, wenn f( ) für alle Substitutionen wahr ist. Jeder dieser beiden Sätze folgt aus dem anderen, drum sind sie identisch. Man muß auch dazu schon den logischen Mechanismus der Verallgemeinerung verstehen. Es ist (auch) nicht so, daß man erst ahnungslos ist, und die Verallgemeinerung nun durch die Erklärung erst zum Funktionieren gebracht wird. Wie wenn man in eine Maschine ein Rad einsetzt und sie dann| // nun// erst funktioniert (oder, die Maschine erst in zwei getrennten Teilen da ist und sie nun erst durch das Zusammensetzen als diese Maschine funktionieren).




     

     Die Erklärung einer Sprache (der Zeichen einer Sprache) führt uns nur von einer Sprache in eine andere.


     

     Wie schaut die Erklärung eines Zeichens aus? Das müßte doch eine für die Sprache außerordentlich wichtige Form sein, sei dieser Behelf nun ein Satz oder nicht.





     


     Man kann sich das Lernen einer Sprache in anderm Sinne aber analog dem Fingerhutsuchen vorstellen, wo die gewünschte Bewegung durch “heiß, heiß”, “kalt, kalt” herbeigeführt wird. Man könnte sich denken, daß der Lehrende statt dieser Worte auf irgendeine Weise (etwa durch Mienen) angenehme und unangenehme Empfindungen hervorruft, und der Lernende nun dazu gebracht wird,    die   Bewegung auf den Befehl hin auszuführen, die regelmäßig von der angenehmen Empfindung begleitet wird (oder zu ihr führt). Abrichten



     

     Verbindung von Wort und Sache durch die Erklärung| // das Lehren der Sprache// hergestellt. Was ist das für eine Verbindung, welche Art? Was für Arten von Verbindungen gibt es?
     Eine elektrische, mechanische, psychische Verbindung kann funktionieren oder nicht funktionieren: Anwendung auf die Verbindung, die die Worterklärung herstellt.


     

     Die Zuordnung von Gegenstand und Name ist keine andere, als die durch die Worte “das ist…” oder eine Tabelle erzeugte etc.. Sie ist ein Teil des Symbolismus. Es ist daher unrichtig, die Beziehung von| // zwischen// Name und Gegenstand sei eine psychologische.


     

     Das Wort ‘Teekanne’ hat doch Bedeutung; gewiß, im Gegensatz zum Worte

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‘Abrakadabra’, nämlich in der deutschen Sprache. Aber wir könnten ihm natürlich auch eine Bedeutung geben; das wäre ein Akt ganz analog dem, wenn ich ein Täfelchen mit der Aufschrift ‘Teekanne’ an eine Teekanne hänge. Aber was habe ich hier anders als eine Teekanne mit einer Tafel, auf der Striche zu sehen sind? Also wieder nichts logisch Interessantes. Die Festsetzung der Bedeutung eines Wortes kann nie (wesentlich) anderer Art sein.


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Wie wirkt die einmalige Erklärung der Sprache, das Verständnis?










     

     Ich kann die Regel selbst    festsetzen   und mich eine| die Sprache lehren. Ich gehe spazieren und sage mir: Wo immer ich einen Baum treffe, soll mir das das Zeichen sein, bei der nächsten Kreuzung links zu gehen, und nun richte ich mich nach den Bäumen in dieser Weise (fasse ihre Stellung als einen Befehl auf).

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     Wie kann ich mir vornehmen, einer Regel zu folgen?
     Nicht nur soweit, als ich die Regel ausdrücken kann?











     


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Kann man etwas Rotes nach dem Wort “rot” suchen? braucht man ein Bild, ein Erinnerungsbild, dazu?
Verschiedene Suchspiele.













     

Der Witz muß sein, daß die Erinnerung (wie das Wissen) dem verglichen wird was irgendwo aufgeschrieben steht.




     

Dies bezieht sich auf den Fall vom Läuten damit jemand kommt & die Weise wie er die Bedeutung dieses Zeichens lernt.
     Ich glaube die Frage war: Muß er, wenn er sich das Läuten nicht in eine Erklärung übersetzt, sich nicht nach der Erinnerung an die letzte Befolgung des Befehls richten?








     

     Freilich kann man sagen: das rote Täfelchen ist in Wirklichkeit auch nicht maßgebend, weil das Gedächtnis immer als Kontrolle des Täfelchens verwendet wird.







     

     Es ist also richtig: “Ich erinnere mich    daran  ”, an das, was ich hier vor mir sehe. Das Bild ist dann in einem gewissen Sinne <…> gegenwärtig und vergangen.



     

     Es ist instruktiv zu denken, daß, wenn wir mit einem gelben Täfelchen die Blume suchen, uns jedenfalls nicht die Relation der Farbengleichheit in einem weiteren Bild gegenwärtig ist. Sondern wir sind mit dem einen ganz zufrieden.


     

     (So wie wir nicht für einen Augenblick daran dächten, ein Kind die Gebärdensprache zu lehren.)




     


     (Das Wort ‘rot’ ist ein Stein in einem Kalkül und das rote Täfelchen ist auch einer.)



     


     Und, wenn man sich in die Erinnerung ruft| daran erinnert, “daß die Tabelle uns nicht zwingt”, sie so & so zu benützen, noch, sie immer auf die gleiche Weise zu benützen, so wird es ganz | jedem klar, daß unser Gebrauch des Wortes “Regel” & des Wortes “Spiel” ein schwankender ist. (Nach den Rändern zu verschwimmt.)




     

     Die Kette der Gründe kommt zu einem Ende und zwar dem Ende in diesem Spiel| // und zwar (an?) der Grenze des Spiels //.



     

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“Die Beziehung| // Verbindung // zwischen Sprache und Wirklichkeit” ist durch die Worterklärungen hergestellt| // gemacht //, welche wieder zur Sprachlehre gehören. So daß die Sprache in sich geschlossen, autonom, bleibt.







     


     Jedes Bild müsse etwas mit der Welt des Dargestellten gemeinsam haben um etwas in dieser Welt darstellen zu können. Was aber nur heißt:
Das Bild habe sozusagen die Projektionsmethode mit dem Dargestellten gemeinsam. Wie könnte etwas ein Befehl sein wenn ich mich nicht danach richten konnte. Und wie könnte ich mich nach ihm richten, wenn ihm nicht die Form einer Handlung eigen wäre. Es kann mich nun reizen den Begriff “gemeinsam haben” so weit auszudehnen, daß man dies sagen kann.




     


      Es ist auch unrichtig zu sagen, die Übereinstimmung (und Nichtübereinstimmung) zwischen Satz und Welt| // Realität// sei willkürlich durch eine Zuordnung geschaffen. Denn, wie ist die Zuordnung auszudrücken? Sie besteht darin, daß der Satz “p” sagt, es sei    gerade das   der Fall. Aber wie ist dieses “gerade das” ausgedrückt| // gegeben//? Wenn durch einen andern Satz, so gewinnen wir nichts dabei; wenn aber durch die Realität, dann muß diese schon in bestimmter Weise — artikuliert — aufgefaßt sein. Das heißt: man kann nicht auf einen Satz und auf eine Realität deuten und sagen: “   das   entspricht    dem  ”. Sondern, dem Satz entspricht nur wieder das schon Artikulierte. D.h., es gibt keine hinweisende

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Erklärung für    Sätze  .




     

     Wenn ich die Beschreibung nach Regeln bilde, (sie mit der Wirklichkeit kollationiere) dann übersetze ich sie als eine Sprache aus einer anderen. Und das kann ich natürlich mit Grammatik und Wörterbuch tun und so rechtfertigen. — Aber dann ist die Übertragung von Artikuliertem in Artikuliertes. Und wenn ich sie durch Berufung auf die Grammatik und das Wörterbuch rechtfertige, so tue ich nichts, als eine Beziehung zwischen Wirklichkeit und Beschreibung (eine projektive Beziehung) festzustellen, von der Intention aber, meiner Beschreibung ist hiebei keine Rede. (D.h., ich kann eben nur die Ähnlichkeit des Bildes| Portraits prüfen, nichts weiter.)


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Die Sprache in unserem Sinn nicht als Einrichtung definiert, die einen bestimmten Zweck erfüllt. Die Grammatik kein Mechanismus, der durch seinen Zweck gerechtfertigt ist.










     


     Könnte ich nicht die Sprache als soziale Einrichtung betrachten, die gewissen Regeln unterliegt, weil sie sonst nicht wirksam wäre| // wirken würde//.



     


      Aber was geht vor sich, wenn ich den Hahn aufdrehe,     damit   Wasser herausfließt? Was geschieht, ist, daß ich den Hahn aufdrehe, und daß dann Wasser herauskommt, oder nicht. Was geschieht, ist also, daß ich den Hahn aufdrehe. —


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     Was auf das Wort “damit” folgt, die Absicht, ist darin nicht enthalten. Ist sie vorhanden, so muß sie ausgedrückt sein und sie kann nur dann bereits durch das Aufdrehen des Hahnes ausgedrückt sein, wenn das Teil einer Sprache ist.





     

     Wenn man sagte: Sprache ist alles, womit man sich verständigen kann, so muß| // müßte // man fragen: Aber worin besteht es, ‘sich verständigen’ ?
     Ich könnte als Antwort darauf einen realen oder fiktiven Fall einer Verständigung von Menschen oder andern Lebewesen beschreiben. In dieser Beschreibung werden dann fingierte kausale Verbindungen eine Rolle spielen. Aber wenn der Begriff Sprache durch solche bestimmt ist, so interessiert er uns nicht. Und abgesehen von jenen empirischen Regelmäßigkeiten der Ereignisse, haben wir dann nur noch einen willkürlichen| // beliebigen // Kalkül. — Aber worin besteht denn das Wesentliche eines Kalküls?





     

     “Ein Zeichen ist doch immer für ein lebendes Wesen da, also muß das etwas dem Zeichen Wesentliches sein”. Gewiß: auch ein Sessel ist immer nur für einen Menschen da, aber er läßt sich beschreiben, ohne daß wir von seinem Zweck reden. Das Zeichen hat nur einen Zweck in der menschlichen Gesellschaft, aber dieser Zweck kümmert uns gar nicht.
     Ja am Schluß sagen wir überhaupt keine Eigenschaften von den Zeichen aus — denn diese interessieren uns nicht — sondern nur die (allgemeinen) Regeln ihres Gebrauchs. Wer das Schachspiel beschreibt, gibt weder Eigenschaften der Schachfiguren an, noch redet er vom Nutzen und Gebrauch des Schachspiels.


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Die Grammatik ist die Beschreibung der Sprache.
     Aber sie teilt nicht mit, ob jemand die Sprache versteht, wer sie versteht, oder ob ein Befehl dieser Sprache befolgt wird.




     


     Die Sprache ist Teil eines Mechanismus (oder zu mindest kann man sie so auffassen| sie so aufgefaßt werden). Mit ihrer Hilfe beeinflußen wir die Handlungen anderer Menschen & werden wir beeinflußt.
     Als Teil des Mechanismus, kann man sagen, hat die Sprache einen Zweck. Aber die Grammatik kümmert sich nicht um den Zweck der Sprache & ob sie ihn erfüllt. Sowenig wie die Arithmetik um die Anwendung der Addition.




     


     Sind die Regeln des Schachspiels willkürlich? Denken wir uns den Fall, es stellte sich heraus, daß nur das Schachspiel mit seinen gegenwärtigen Regeln die Menschen zerstreute & befriedigte. Dann wären doch diese Regeln, wenn der Zweck des Spiels erfüllt werden soll, nicht willkürlich. Wenn man aber von diesem Zweck absähe, könnte man sie willkürlich nennen.



     


     Ist alles, was ich sagen darf| // kann// damit gesagt: Man kann nicht von den grammatischen Regeln sagen, sie seien eine Einrichtung dazu, daß die Sprache ihren Zweck erfüllen könne. Wie man etwa sagt: wenn die Dampfmaschine keine Steuerung hätte, so könnte der Kolben nicht hin und her gehen, wie er soll. Als könne man sich eine Sprache auch ohne Grammatik denken.


     


      Die grammatischen Regeln sind, wie sie nun einmal da sind, Regeln des Gebrauchs der Wörter. Übertreten wir sie, so können wir deswegen die Wörter dennoch mit Sinn gebrauchen. Wozu wären dann die grammatischen Regeln da? Um den Gebrauch der Sprache im Ganzen gleichförmig zu machen? (etwa aus ästhetischen Gründen?) Um den Gebrauch der Sprache als gesellschaftli-


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che Einrichtung zu ermöglichen? also wie eine Verkehrsordnung, damit keine Kollision geschieht| // entsteht//? (Aber was macht es uns| // geht es uns an//, wenn eine entsteht?) Die Kollision, die nicht geschehen| // entstehen// darf, darf nicht entstehen können! D.h., ohne Grammatik ist es nicht eine schlechte Sprache, sondern keine Sprache.





     


     Wie unterscheiden sich die Sprachregeln von denen des Anstandes? Wenn man kein Ziel angeben kann, das nicht erreicht würde, wenn diese Regeln anders wären.


     

Man kann also sagen, die Grammatik läßt sich nicht mit der Wirklichkeit rechtfertigen. Aber es ist ein andrer Satz, daß sie sich nicht als Teil eines psychologischen Mechanismus rechtfertigen läßt.



     

Ja es wäre — wie ich oben gesagt habe —| eben der Fall denkbar daß sie sich durch die psychologische Erfahrung rechtfertigen ließe, wenn sich z.B. die deutsche Sprache als die einzige erwiese die ein Mensch lernen kann. Aber diese Rechtfertigung interessiert uns nicht.








     


     Die Worte, die Einer bei gewisser Gelegenheit sagt, sind insofern nicht willkürlich, als gerade    diese   in der Sprache, die er sprechen will (oder muß) das meinen, was er sagen will; d.h., als gerade für sie diese grammatischen Regeln gelten. Was er aber meint, d.h. das grammatische Spiel, das er spielt, ist insofern nicht willkürlich, als er etwa seinen Zweck nur so glaubt erreichen zu können.



     

     Man kann sagen, daß die grammatischen Regeln den Bau der Sprache beschreiben, ihre Möglichkeiten beschreiben.


     

Könnte sich die Philosophie auch für andere Mechanismen als den der Sprache interessieren? Denken wir es würde uns beunruhigen, daß Handgriffe, deren Verrichtungen ganz verschieden, gleich geformt sind. Wäre es nicht auch eine philosophische Tat die gleichen Handgriffe durch verschiedene zu ersetzen. Denken wir an die Handgriffe beim Automobil: das Volant, eine Pumpe, einen Hahn, die Bremse, etc. Könnte es nicht einen Menschen stutzig machen| beunruhigen daß man aus einem Rohr Flüssigkeit stetig erhalten kann indem man eine einzige Bewegung macht (einen Hahn aufdreht) & aus einem andern nur, indem man einen Handgriff solange bewegt als man Flüssigkeit erhalten will (Pumpe)?


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     Uns interessiert die Sprache als Phänomen, nicht als die Maschine, die einen bestimmten Zweck erfüllt.




     

Sprache ist für uns: die deutsche Sprache, die englische Sprache, etc., etc. & ähnliche Systeme.



     

     Warum interessiert uns aber das Phänomen der Sprache? Gewisser Mißverständnisse halber. — Aber was sind Mißverständnisse?
     Worin besteht das Sich-Nicht-Auskennen? Es findet scheinbar ja auch seinen Ausdruck in der Sprache.



     

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Die Sprache funktioniert als Sprache nur durch die Regeln, nach denen wir uns in ihrem Gebrauch richten, wie das Spiel nur durch seine Regeln ein Spiel ist.








     

     Das ist insofern nicht richtig, als für die Sprache keine Regeln niedergelegt sein müssen, sowenig wie für's Spiel. Aber man kann die Sprache (& das Spiel) vom Standpunkt eines Vorgangs nach Regeln betrachten.




     

Und könnten philosophische Probleme, Beunruhigungen, auch in gemalten| gezeichneten Bildern entstehen? So etwas ließe sich schon ausdenken.

     


     Wie, wenn eine Sprache aus lauter einfachen und unabhängigen Signalen bestünde?! Denken wir uns diesen Fall: Es handle sich etwa um die Beschreibung einer Fläche, auf der in schwarz und weiß sich allerlei Figuren zeigen können. Wäre es nun möglich, alle möglichen Figuren durch unabhängige Symbole zu bezeichnen| // kennzeichnen//? (Ich nehme dabei an, daß ich nur über, sagen wir 10000 Figuren reden will.) Wenn ich Recht habe, so muß die ganze Geometrie in den Regeln über die Verwendung dieser 10000 Signale wiederkehren. (Und zwar ebenso, wie die Arithmetik, wenn wir statt 10 unabhängiger Zahlzeichen eine Billion verwendeten.)


     


     Um eine Abhängigkeit auszudrücken, bedarf es einer Abhängigkeit.


     

     Denken wir uns ein Tagebuch mit Signalen geführt. Etwa die Seite in Abschnitte für jede Stunde eingeteilt und nun heißt ‘A’ ich schlafe, ‘B’ ich stehe auf, ‘C’ ich schreibe, etc..


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     Muß denn nicht die Regel der Sprache — daß also dieses Zeichen    das   bedeutet — irgendwo niedergelegt sein?
     Freilich auch:    Mehr   als die Regel niederlegen, kann ich nicht.
     Ist die Regel niedergelegt, so ist es eben eine andere Sprache, als wenn sie nicht niedergelegt ist.



     


     Und warum soll ich, daß ‘A’ in dieser Zeile steht, nicht ein Bild dessen nennen, daß ich dann schlafen gehe? Freilich, daß es die Multiplizität dessen wiedergeben soll die in jenen Worten liegt, kann ich nicht verlangen.
     Der Akt des Schlafengehens war ja auch nicht dadurch bestimmt.
     Denken wir, ich zeichne einen Sitzplan
     
, ist ein Kreuzchen das Bild eines Menschen oder nicht? —



     

     Wenn z.B. Einer fragte: wie weißt Du, daß Du jetzt dasselbe tust, wie vor einer Stunde, und ich antwortete: ich habe mir's ja aufgeschrieben, hier steht ja ein ‘A’!


     

     Wenn ich mich in    dieser   Sprache ausdrücke, so werde ich also mit ‘B’ immer dasselbe meinen. Es kann einen| // keinen // Sinn haben, zu sagen, daß ich beide Male dasselbe tue, wenn ich den Befehl ‘B’ befolge (oder dasselbe getan habe, als ich tat, was ich durch ‘B’ bezeichnete).

     B=B





     

Ich könnte auch sagen, daß, wenn die Zeichen ad hoc erfunden sind, eben ein System eine Regel erfunden werden muß.




     

Man kann sagen: die Grammatik erklärt die Bedeutungen der Zeichen & dadurch macht sie die Sprache bildhaft.
     Man würde nicht sagen, daß ich aus den Signalen im Tagebuch die Ereignisse eines Tages ableiten kann d.h. z.B. Bilder nach den Aufzeichnungen entwerfen kann, wenn zu den Signalen nicht noch eine Erklärung tritt.
     Es handelt sich um den Begriff des Ableitens. Man spricht vom Ableiten wo eine allgemeine Regel, also ein Ausdruck einer solchen Regel, gegeben ist.



     

Wir würden nämlich nicht sagen aus
     a b b c ließe sich die Figur .
ableiten wohl aber aus a b b c & der Tabelle
a
b
c
d





     Die Erklärung der Bedeutung bestimme wie ein Wort beim portraitieren eines Sachverhalts zu verwenden ist.
     Man kann sagen: die Grammatik bestimmt die Bedeutung der Wörter & bestimmt ihnen damit den Platz den sie beim Portraitieren eines Sachverhaltes einnehmen dürfen. Denn wonach richte ich mich wenn ich hier ‘rot’ & nicht “gelb” verwende, hier “aber” & nicht “oder”? Doch wohl nach der Bedeutung der Wörter nach dem was in Übereinkommen über sie in der Grammatik festgehalten ist, denn warum sollte ich sonst das eine Wort dem andern vorziehen.



     

     Etwa?, wie die Teilstriche auf einem Maßstab nur solche sind, wenn sie ein System bilden.




     


     Warum wir ein Wort — und nicht ein anderes — an dieser Stelle gebrauchen, erfahren wir, wenn wir jemand fragen: warum gebrauchst Du hier das Wort A. Die Antwort wird sein: das und das heißt A. Und das ist eine Regel der Grammatik, die die Position des Wortes in der Sprache bestimmt. Und (zum Zeichen, daß es sich hier wirklich um Grammatik handelt) wenn A das Wort “und” gewesen wäre, so könnte man weiter nichts tun, als die Regeln für “und” angeben.


     

Zusammenhang der Grammatik mit der Bildhaftigkeit der| einer Sprache.


     


     Sage ich jemandem “bringe eine rote Blume” und er bringt eine, und nun frage ich “warum hast Du mir eine von dieser Farbe gebracht?” — und er: “diese Farbe nenne ich| // heißt doch// rot”: so ist dies Letzte ein Satz der Grammatik. Er rechtfertigt eine Anwendung des Worts.


     

     Wir vergleichen den tatsächlichen Vorgang mit dem in welchem die Rechtfertigung ausgeführt ist.


     


     Fehlt dieser Satz| // diese Regel//, so ist die Grammatik des Worts (seine Bedeutung) eine andere.


     

     Wir ergänzen das tatsächlich Ausgeführte zu einem bestimmten Kalkül, um es dadurch zu beleuchten. Ähnlich wie die Grammatik einen elliptischen Satz zu einem vollständigen ergänzt, d.h. ein gewisses Gebilde als elliptischen Satz auffaßt.



     

     Wenn man einen Satz braucht, so muß er schon irgendwie    funktionieren  . Das heißt, man gebraucht ihn nicht, um einer Tatsache einen Lärm beizuordnen.



     

     Es wäre doch nicht, einen Tatbestand porträtieren, wenn ich etwa beliebige Striche auf das Papier kritzelte und sagte “es gibt gewiß eine Projektionsmethode, die diesen Tatbestand in diese Zeichnung projiziert”.


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Oder könnte man eine Gebärde für die es Sinn hat zu sagen, ich trachtete sie nicht zu machen aber mein Körper hat gegen meine Anstrengung sie gemacht, könnte man diese Gebärde auch meinen wenn sie in diesem Sinne gegen den Willen geschieht?



     

Die Zeichen will| wollte ich sagen, haben ihre Bedeutung nicht durch etwas was sie begleitet| // … nicht durch das was sie begleitet, noch durch das, was sie hervorruft,…// ; sondern durch ein System dem sie zugehören wovon aber beim Aussprechen des Worts nichts andres als dieses Wort vorhanden sein braucht.






     

Wenn ich mich kratze, nenne ich das ein Zeichen daß es mich juckt? Gewiß, ich kann es als Zeichen dafür gebrauchen, aber auch nicht.




     

Ich kann in einem Gespräch ein trauriges Gesicht machen als Zeichen der Trauer aber es kann auch nur ein Anzeichen sein. Worin besteht es nun in diesem Falle das Gesicht als Zeichen der Trauer zu verziehen? Ich würde sagen: “ich habe es absichtlich getan & ihm auch…”.


     

     Es ist zu bedenken| Man könnte sagen, daß das Wort je nach der Wortart in einem andern Sinne “bedeutet”.








     


     Kann man sagen der Unterschied zwischen dem Gähnen & dem Achselzucken ist Unwillkürlichkeit & Willkürlichkeit?




     

Wir benützen das Wort “Sprache”, “meinen”, etc. nach sehr verschiedenen Kriterien.



     

Und das Achselzucken ist natürlich gar nicht wesentlich verschieden von einem Wort, ja einem Satz, etwa: “Ich weiß nicht!” oder “Weiß Gott!”. Diese Worte können gewiß so unwillkürlich ausgesprochen werden wie eine Geste gemacht werden kann.


     

46
Funktionieren des Satzes an einem Sprachspiel erläutert.







     





     

     Ich halte meine Wange, und jemand fragt, warum ich es tue und ich antworte: “Zahnschmerzen”. Das heißt offenbar dasselbe, wie “ich habe Zahnschmerzen”, aber weder stelle ich mir die fehlenden Worte im Geiste vor, noch gehen sie mir im Sinn irgendwie ab. “Daher ist es auch möglich, daß ich die Worte “ich habe Zahnschmerzen” in    dem   Sinne ausspreche, als sagte ich nur das letzte Wort oder, als wären die drei nur| den Satz “ich habe Zahnschmerzen” in    dem   Sinne ausspreche, als sagte ich nur das letzte Wort oder, als wäre der ganze Satz nur    ein   Wort.”
     (Elliptischer Satz. Was tut die Grammatik, wenn sie sagt: “ ‘Hut und Stock!’ heißt eigentlich ‘gib mir meinen Hut und meinen Stock!’ ”)


     

     Ein einfaches Sprachspiel ist z.B. dieses: Man spricht zu einem Kind (es kann aber auch ein Erwachsener sein), indem man das elektrische Licht in einem Raum andreht: “Licht”, dann, indem man es abdreht: “Finster”; und tut das etwa mehrere Male mit Betonung und variierenden Zeitlängen. Dann geht man etwa in das Nebenzimmer, dreht von dort aus das Licht im ersten an und bringt das Kind dazu, daß es mitteilt, ob es licht oder finster ist.| // daß es mitteilt: “Licht”, oder “Finster”.
     Soll ich da nun “Licht” und “Finster” ‘Sätze’ nennen? Nun, wie ich will. — Und wie ist es mit der ‘Übereinstimmung mit der Wirklichkeit’?


202


     

     Wenn ich bestimmte einfache Spiele| Sprachspiele beschreibe, so geschieht es nicht, um mit ihnen nach und nach die Vorgänge der ausgebildeten Sprache — oder des Denkens — aufzubauen, ( Nicod Russell) was nur zu Ungerechtigkeiten führt, — sondern ich stelle die Spiele als solche hin, und lasse sie ihre aufklärende Wirkung auf die besonderen Probleme ausstrahlen.


     

     Man könnte aber? sagen: “die Worte ‘Licht’, ‘Finster’ sind hier als Sätze gemeint und sind nicht einfach Wörter”. Das heißt, sie sind hier nicht so gebraucht, wie wir sie in der gewöhnlichen Sprache gebrauchen (obwohl wir tatsächlich auch oft    so   sprechen).
      Wenn ich plötzlich ohne sichtbaren Anlaß das Wort “Licht” isoliert ausspreche, so wird man allerdings sagen: “was heißt das? das ist doch kein Satz” oder: “Du sagst ‘Licht’, was soll's damit?” Das Aussprechen des Wortes “Licht” ist in diesem Fall sozusagen noch ?—kein (kompletter) Zug des Spiels, das, wie wir annehmen, der Andre spielt.|, auf das wir gefaßt sind.—? Ebenso aber auch der Satz “er darf nicht kommen”.


     

     Wie unterscheidet sich nun| aber “Licht”, wenn es den Wunsch nach Licht ausdrückt, von “Licht”, wenn es konstatiert, daß es im Zimmer licht ist? Daß wir es in jedem Fall anders    meinen  ? Und worin besteht das? In bestimmten Vorgängen, die das Aussprechen begleiten, oder in einem bestimmten Benehmen, das ihm vorangeht, eventuell es begleitet, und ihm folgt?| Wir können es einmal in anderm ¿Ton¿ aussprechen als das andere Mal, mit anderer Empfindung (¿Meinung¿ im andern Sinn). Oder es kommt bloß in einem anderen Spielzusammenhang vor. Denken wir uns die Frage: Wie unterscheidet sich ein Zug im Damespiel von der gleichen Bewegung in Fuchs & Jäger? (Vielleicht antwortet er das eine Mal auf die Frage was meinst Du---


     

     Wenn ein Mann im Ertrinken “Hilfe!” schreit, — konstatiert er die Tatsache, daß er Hilfe bedarf? daß er ohne Hilfe ertrinken wird? — Dagegen gibt es den Fall, in dem man, quasi sich beobachtend, sagt “ich hätte (oder: habe) jetzt den Wunsch nach…”.


     

     Ich sage das Wort “Licht!”, — der Andere fragt mich: “was meinst Du?” —


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und ich sage| // antworte //: “Ich meinte, Du sollst Licht machen”. — Wie war das, als ich es    meinte  ? Sprach ich den “kompletten Satz” in der Vorstellung unhörbar aus, oder den entsprechenden in einer andern Sprache? (Ja, das    kann   vorkommen oder auch nicht.) Die Fälle, die man alle mit dem Ausdruck “ich meinte” zusammenfaßt, sind    sehr mannigfach  .


     

Modepuppen


     


     Nun kann man ruhig annehmen: ‘ich meinte, Du solltest Licht machen’ heißt, daß mir dabei ein Phantasiebild von Dir in dieser Tätigkeit vorgeschwebt hat, und ebensogut: der Satz heißt, daß mir dabei die Worte des vollständigen Satzes in der Phantasie gegenwärtig waren, oder, daß eins von diesen beiden der Fall war; — nur muß ich wissen, daß ich damit eine Festsetzung über die Worte “ich meinte” getroffen habe und eine engere als die ist, welche dem tatsächlichen allgemeinen Gebrauch des Ausdrucks entspricht.


     

Aber reden wir doch nicht vom Meinen als einem unbestimmten & uns unbekannten |nicht genau bekannten Vorgang sondern vom (tatsächlichen), ‘praktischen’, Gebrauch des Wortes von den Handlungen, die wir mit ihnen ausführen.
     Reden wir vom Meinen nur wenn es ein Teil des Sprachkalküls ist (etwa der Teil der aus Vorstellungsbildern besteht) &|. Und dann brauchen wir eigentlich das Wort Meinen nicht denn das immer daß es sich um Vorgänge handelt die der Sprache nicht angehören sondern ihr gegenüberstehen & daß es Vorgänge von wesentlich an derer Natur als der sprachlichen sind.


     

     Wenn das Meinen für uns irgend eine Bedeutung, Wichtigkeit, haben soll, so muß dem System der Sätze ein System der Meinungen zugeordnet sein,    was immer   für Vorgänge die Meinungen sein sollen| mögen.


     

     Inwiefern stimmt nun das Wort “Licht” im obigen Symbolismus oder Zeichenspiel mit einer Wirklichkeit überein, — oder nicht überein?
     Wie gebrauchen wir das Wort “übereinstimmen”? — Wir sagen “die beiden Uhren stimmen überein”, wenn sie die gleiche Zeit zeigen, “die beiden Maßstäbe stimmen überein”, wenn gewisse Teilstriche zusammenfallen, “die beiden Farben stimmen überein”, wenn etwa ihre Zusammenstellung uns angenehm ist.| oder manchmal wenn wir sagen wollen die beiden Dinge haben dieselbe Farbe. Wir sagen “die beiden Längen stimmen überein”, wenn sie gleich sind, aber auch, wenn sie in einem von uns gewünschten Verhältnis stehen. Und, daß sie “übereinstimmen” heißt dann nichts andres, als daß sie in diesem Verhältnis — etwa 1:2 — stehen. passen
Der Plan stimmt mit der Wirklichkeit überein.
Was er spielt stimmt mit den Noten überein.

So muß also in jedem Fall erst

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festgesetzt werden, was unter “Übereinstimmung” zu verstehen ist. — So ist es nun auch mit der Übereinstimmung einer Längenangabe mit einer Länge| der Länge eines Gegenstandes. Wenn ich sage: “dieser Stab ist 2m lang”, so kann ich z.B. erklären| // eine Erklärung geben//, wie man nach diesem Satz mit einem Maßstab die Länge des Stabes kontrolliert, wie man etwa nach diesem Satz einen Meßstreifen für den Stab| 2m langen Stab erzeugt. Und ich sage nun, der Satz stimmt mit der Wirklichkeit überein, wenn der auf diese Weise konstruierte Meßstreifen mit dem Stab übereinstimmt. Diese Konstruktion eines Meßstreifens illustriert übrigens, was ich in der “Abhandlung” damit meinte, daß der Satz bis an die Wirklichkeit herankommt. — Man könnte das auch so klar machen: Wenn ich die Wirklichkeit daraufhin prüfen will, ob sie mit einem Satz übereinstimmt, so kann ich das auch so machen, daß ich sie nun beschreibe und sehe, ob der gleiche Satz herauskommt. Oder: ich kann die Wirklichkeit nach grammatischen Regeln in die Sprache des Satzes übersetzen und nun im Land der Sprache ?—den Vergleich durchführen—?.
     Als ich nun dem Andern erklärte: “Licht” (indem ich Licht machte), “Finster” (indem ich auslöschte), hätte ich auch sagen können und mit genau derselben Bedeutung: “das ist| // heißt// ‘Licht’” (wobei ich Licht mache) und “das ist| // heißt// ‘Finster’” etc., und auch ebensogut| warum hätte ich nicht sagen sollen…: “das stimmt mit ‘Licht’ überein”, “das stimmt mit ‘Finster’ überein”.


     

     Es kommt eben wieder auf die Grammatik des Wortes “Übereinstimmung” an, auf seinen Gebrauch. Und hier liegt die Verwechslung mit ‘Ähnlichkeit’ nahe, in dem Sinn, in dem zwei Personen einander ähnlich sind, wenn ich sie leicht miteinander verwechseln kann.
     Ich kann auch wirklich nach der Aussage über die Gestalt eines Körpers eine Hohlform konstruieren, in die nun der Körper paßt, oder nicht paßt, je nachdem die Beschreibung richtig oder falsch war, und die konstruierte Hohlform gehört dann in dieser Auffassung noch zur Sprache (die bis an die Wirklichkeit herankommt).


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     Aber auch die Hohlform macht kein finsteres Gesicht, wenn der Körper nicht in sie paßt.


     

     Wenn das Wort “Übereinstimmung mit der Wirklichkeit” gebraucht wird | // werden darf//, dann nicht als metalogischer Ausdruck, sondern als Teil eines Kalküls, als Teil der gewöhnlichen Sprache.| sondern nur als eine Münze im praktischen Geldverkehr.
| sondern nur als Redeteil im praktischen Gebrauch unserer gewöhnlichen Sprache.| sondern als (ein) Teil der gewöhnlichen, praktischen, Sprache.
Man kann etwa sagen: Im Sprachspiel “Licht! — Finster!” kommt der Ausdruck “Übereinstimmung mit der Wirklichkeit” nicht vor.


     


     In dem Sprachspiel “Licht — Finster” kommt keine Frage vor. — Aber wir könnten es auch mit Fragen spielen.


     

Das Sprachspiel eine Geschichte erfinden anderseits ein wirkliches Erlebnis erzählen. So lernt der Maler portraitieren, aber auch ein Bild aus der Phantasie entwerfen, oder ein Ornament erfinden, etc..

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47

      Behauptung, Frage, Annahme, etc.








     

     Das Frege'sche Behauptungszeichen ist am Platze, wenn es nichts weiter bezeichnen soll, als den Anfang des Satzes. Man könnte sagen “den Anfang der Behauptung”, im Gegensatz zu den Sätzen, die in der Behauptung vorkommen können. Das Behauptungszeichen dient dann demselben Zweck, wie der Schlußpunkt des vorhergehenden Satzes.
     “Ich denke p” hat dann mit “!-p” eben    nur   das Zeichen “p” gemein| // gemeinsam//.


     

     Was zum Wesen des Satzes gehört, kann die Sprache schon darum nicht ausdrücken, weil es für jeden Satz das Gleiche wäre; und ein Zeichen, das in jedem Satz vorkommen muß, logisch eine bloße Spielerei wäre. Die Zeichen des Satzes sind ja nicht Talismane oder magische Zeichen, die auf den Betrachter einen bestimmten Eindruck hervorrufen sollen.
     Gäbe es philosophische Zeichen im Satz, so müßte ihre Wirkung| // Funktion// eine solche unmittelbare sein.


     


     Man hat natürlich das Recht, ein Behauptungszeichen zu verwenden, wenn man es im Gegensatz etwa zu einem Fragezeichen gebraucht.
Irreleitend


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ist es nur, wenn man meint, daß die Behauptung nun aus zwei Akten bestehe, dem Erwägen und dem Behaupten (Beilegen des Wahrheitswertes, oder dergl.) und daß wir diese Akte nach dem geschriebenen Satz ausführen, ungefähr wie wir nach Noten singen.      Mit dem Klavierspielen nach Noten ist nun allerdings das laute oder auch leise, Lesen nach dem geschriebenen oder gedruckten Satz zu vergleichen und ganz analog; aber nichts, was wir ‘denken’ nennen| aber nicht das Denken des Satzes.| aber nicht etwas, was wir ein Denken oder Meinen des Satzes nennen würden.| aber nicht Akte des Denkens oder Meinens.| aber nicht eine psychologische Tätigkeit| Reihe seelischer Akte des Denkens oder Meinens des Satzes. Ist also z.B. ein Behauptungszeichen im geschriebenen Satz, so wird wieder ein Behauptungs   zeichen   im gelesenen sein (etwa die Betonung, oder der Stimmfall). Aber nicht, als ob im geschriebenen Satz das|die Zeichen, im gedachten aber die Bedeutung anwesend wäre. —| Aber nicht so als ob das Denken des Satzes darin bestünde| Aber das Denken des Satzes besteht nicht darin daß wir nach den Signalen des Satzes Gedankenoperationen — u.a. auch das Behaupten — ausführten. Als| Und als seien im Satz die Zeichen & die Bedeutungen im Denken.| Aber die Zeichen des Satzes sind nicht Signale nach welchen| denen wir psychische Operationen vornehmen| ausführen — u.a. auch das Behaupten.| Aber die Zeichen des Satzes sind nicht Signale zu psychischen Tätigkeiten des Meinens. Daher ist auch das Zeichen <…> in der Fregeschen Schreibweise ganz überflüssig. Es wird (ja) vor alle Sätze gesetzt, kann also in allen weggelassen werden. Dort wo er einmal einen Satz ohne dieses Zeichen hinschreibt tut er es mit einer gewissen Unsicherheit die zeigt daß er eigentlich nicht darauf gefaßt war es je wegzulassen also Gebrauch im Kalkül davon zu machen.


     

     Eine Sprache (ich meine eine Sprechart) ist denkbar, in der es keine Behauptungssätze gibt, sondern nur Fragen und die Bejahung und Verneinung.


     

Freges Ansicht daß in der Behauptung eine Annahme steckt kommt| läuft darauf hinaus zu sagen daß jede Behauptung in der Form geschrieben werden könne
      Ich behaupte daß…


     


      Behauptung, Annahme, Frage. Man kann auf dem Schachbrett einen Zug in einer Schachpartie machen, — aber auch während eines Gesprächs über ein Schachproblem zur Illustration, oder wenn man jemand das Spiel lehrt, — etc.. Man sagt dann auch etwa: “angenommen, ich zöge    so  , …”. So ein Zug hat Ähnlichkeit mit dem, was man in der Sprache ‘Annahme’ nennt. Ich sage nun etwa “im Nebenzimmer ist ein Dieb”, — der Andre fragt mich “woher weißt Du das?” und ich antworte: “oh ich wollte nicht sagen, daß wirklich ein Dieb im Nebenzimmer ist, ich habe es nur in Erwägung gezogen”. — Möchte man da nicht fragen:    Was   hast Du erwogen? wie Du Dich benehmen würdest, wenn ein Dieb da wäre, oder, was für ein Geräusch es machen würde, oder, was er Dir wohl stehlen würde?
     Freges Anschauung könnte man so wiedergeben: daß die Annahme (so wie er das Wort gebraucht) das ist, was die Behauptung, daß p der Fall ist, mit der Frage, ob p der Fall ist, gemeinsam hat.
Oder auch, daß

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die Annahme dasselbe ist wie die Frage. Man könnte auch eine Behauptung immer als eine Frage mit einer Bejahung darstellen. Statt “Es regnet”: “Regnet es Annahme? Ja Behauptungszeichen !” Ich behaupte daß es regnet .


     


     Wenn es so etwas gäbe, wie eine Annahme im Sinne Freges, müßte dann nicht die Annahme, daß p der Fall ist gleich der sein, daß non-p der Fall ist?


     


     In dem Sinn, in welchem die Frage “ist p der Fall?” die gleiche ist wie “ist p nicht der Fall?”.


     


     Es gibt wirkliche Annahmen, die wir eben durch Sätze von der Form “angenommen p wäre (oder: ist) der Fall” ausdrücken. Aber solche Sätze nennen wir nicht vollständig und sie scheinen sehr ähnlich den Sätzen der Form| // erinnern uns an Sätze der Form// “wenn p der Fall ist, …”.


     


     Ist nun aber eine solche Annahme    ein Teil   einer Behauptung? Ist das nicht, als sagte man, die Frage, ob p der Fall ist, sei ein Teil der Behauptung, daß p der Fall ist?


     


     Ist es aber nicht auffällig, daß wir es in unsern gewöhnlich philosophisch-grammatischen Problemen nie damit zu tun haben, ob sie sich auf Behauptungen oder Fragen beziehen? (Etwa in dem Problem vom Idealismus und Realismus.)


     

     Und welcher Art ist ein Satz, wenn sich Einer eine mögliche Situation, etwa ihrer Seltsamkeit wegen, notiert? Oder: die Erzählung eines Witzes?


     

     Sprachspiel: eine Geschichte erfinden. Oder: eine Geschichte erfinden


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und zeichnen. — Etc..


     

     Es ist uns, als könnten wir sagen, der fragende Tonfall sei dem Sinn der Frage angemessen.



     

Es hilft hier immer sich den Fall des Kindes vorzustellen welches sprechen lernt oder auch den eines Volksstammes| Volkes das nur eine primitive Sprache besitzt.
     Aber auch der Erwachsene lernt neue Sprachspiele| Formen der Sprache wenn er die Form des Beweises kennen lernt oder lernt Tabellen anzulegen oder abzulesen oder graphische Darstellungen zu machen & zu verwenden.



     

Wie gesagt, das Benennen ist etwas Ähnliches wie einem Ding eine Namenstafel umhängen. Man kann es eine Vorbereitung zum weiteren Gebrauch des| eines Worts nennen. Aber worauf ist es eine Vorbereitung?!

     

     Wir können uns auch eine Sprache denken, die nur aus Befehlen besteht. So eine Sprache verhält sich zu der unseren, wie eine primitive Arithmetik zu unserer. Und wie jene Arithmetik nicht wesentlich unvollständig ist, so ist es auch die primitivere Form der Sprache nicht.


     

“Wir benennen die Dinge & können nun über sie reden: uns in der Rede auf sie beziehen”: als ob mit dem Akt des Benennens schon das was wir weiter tun gegeben sei. Als ob es nur Eines gäbe was heißt: von Dingen reden. Während wir das Verschiedenartigste mit unseren Sätzen tun.



     

     Denken wir an die große Mannigfaltigkeit der Sprachspiele:

      Eine Mitteilung machen wie “Licht”, “Finster”.
      Einen Befehl geben “mach Licht!” “Licht aus”.
      Auf Fragen Licht? Finster? mit ja & nein antworten.
      Einen Befehl ausführen.
      Fragen & die Antwort kontrollieren| auf ihre Richtigkeit prüfen.
      Negative & positive Befehle ausführen. Disjunktion.
      Eine Vermutung aussprechen (Aufschlagen von Karten) & sie verifizieren.
      Die Form eines Satzes vereinfachen (~~~p = ~p). Schließen.
      Ein angewandtes Rechenexempel lösen.
      Eine Zeichnung herstellen & sie beschreiben.
      Einen Hergang erzählen.
      Eine Erzählung erfinden.
      Eine Hypothese aufstellen & prüfen.
      Eine Tabelle anlegen.
      Grüßen.




     

Denken wir nur an die Ausrufe mit ihren ganz verschiedenen Funktionen: Trinken!| Wasser! Weg! Au! — Hilfe! — Schön! — Nicht! —



     

     Geschicklichkeits- & Hasardspiele sie sind viel fundamentaler verschieden als ihre Bezeichnung erkennen läßt.



     

Bist Du nun noch geneigt diese Wörter “Namen” zu nennen?



     

     Richtig & falsch spielen.
     Richtig & falsch vermuten wobei man richtig spielt.



     

Es sagte mir einmal jemand: “Wie wäre es, wenn die Menschen ihre Schmerzen nicht äußerten (nicht stöhnten, etc.), — dann könnte man einem Kind nicht das Wort “Zahnschmerz” beibringen!” — Denken wir uns nun, es würde Einer sagen: “Ich nehme an, das Kind sei ein ¿Genie¿ & erfinde selbst einen Namen für den Schmerz, obwohl ihm keiner gelehrt wurde. — Aber nun könnte er sich freilich mit diesem Wort nicht verständlich machen!” Also versteht es ihn, kann aber seine Bedeutung niemandem erklären? Aber was heißt es denn, daß er “ seinen Schmerz benannt hat”? Was ist die Verbindung des Wortes daß er ausspricht mit dem Schmerz? Und was für eine Funktion hat dieses Wort? Wie hat er das gemacht den Schmerz zu benennen?? Und was immer er getan hat, was hat es für einen Zweck? — Wenn man sagt “er hat dem Schmerz einen Namen gegeben” so vergißt man daß sozusagen schon alles mögliche in der Sprache vorbereitet sein muß damit das bloße Benennen einen Sinn hat. Und wenn wir davon reden daß er dem Schmerz einen Namen gibt ist die Grammatik des Wortes “Schmerz” hier das Vorbereitete es zeigt den Posten an an dem das neue Wort gestellt wird.


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     Der Tonfall der Frage angelernt & instinktiv. Und was macht es aus, ob er angelernt ist oder nicht; da wir, wenn wir ihn einmal gebrauchen, doch nicht auf das Lernen zurückgreifen. Später ist er jedenfalls instinktiv, was immer sein Ursprung ist.


     

Man sagt: Die Affen sprechen nicht weil ihnen die geistigen Fähigkeiten dazu fehlen. Das heißt: sie denken nicht, darum sprechen sie nicht. Aber sie sprechen eben nicht & das ist alles. Befehlen, fragen, erzählen, plauschen, sind so natürliche Handlungen wie gehen, trinken, spielen.



     

Das hängt damit zusammen daß man meint das Lernen der Sprache bestehe darin daß man Gegenstände benennt & zwar: Menschen, Gattungen, Farben, Schmerzen, Stimmungen, Zahlen, etc..

     

   Gedanke  .
   Denken  .






















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      Die Idee ist: Denken, Glauben, etc. als Tätigkeiten in denen der Satz vorkommt, etwa wie die Karten in den Operationen des Musterwebstuhls.

     Das Unverständnis der Grammatik des Wortes “Denken” & psychologisches Unverständnis angesehen als nicht Verstehen eines komplizierten mechanischen Vorgangs.


     

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Wie denkt man den Satz ‘p’, wie erwartet (glaubt, wünscht) man, daß p der Fall sein wird? Mechanismus des Denkens.







     

     Man ist versucht, zu fragen: “wie denkt man den Satz p, wie erwartet man, daß das und das eintreffen wird” (wie macht man das).


     

     “Wie arbeitet der Gedanke, wie bedient er sich seines Ausdrucks?” — das ist analog der Frage| … dies scheint analog der Frage…: “wie arbeitet der Musterwebstuhl, wie bedient er sich der Karten?”


     


      Das Gefühl ist, daß mit dem Satz “ich glaube, daß p der Fall ist” der Vorgang des Glaubens nicht beschrieben sei (daß vom Webstuhl nur die Karten gegeben seien und alles übrige bloß angedeutet ist). Daß man die Beschreibung “ich glaube p” durch die Beschreibung eines Mechanismus ersetzen könnte, worin dann p, d.h. jetzt die Wortfolge “p”, wie die Karten im Webstuhl nur als    ein   Bestandteil vorkommen würde. Aber hier ist der Irrtum: Was immer diese Beschreibung enthielte, wäre für uns wertlos,

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außer eben der Satz p    mit seiner Grammatik  . Sie ist quasi der eigentliche Mechanismus, in welchem| // dem // er eingebettet liegt. | Das Gefühl ist, daß in dem Satz “ich glaube, daß p der Fall ist” etwas Wesentliches, der eigentliche Vorgang des Glaubens, nur angedeutet sei; daß sich diese Andeutung durch eine Beschreibung des| dieses Mechanismus müsse ersetzen lassen. Eine Beschreibung worin p wie die Karten in der Beschreibung des Musterwebstuhls vorkäme. Und daß nun diese Beschreibung erst der komplette Ausdruck des Glaubens wäre.
     Vergleichen wir nun das Glauben mit dem Aussprechen eines Satzes. Es gehen da auch sehr komplizierte Vorgänge in unseren Sprechmuskeln, Nerven etc., etc., vor sich. Diese begleiten den ausgesprochenen Satz & er bleibt das Einzige was uns interessiert. Und zwar als als Bestandteil eines Kalküls, nicht eines Mechanismus.



     


     Wenn man fragt “wie macht der Gedanke| // Satz// das, daß er darstellt?” So könnte die Antwort sein: “Weißt Du es denn (wirklich) nicht? Du siehst es doch, wenn Du denkst| // wenn Du ihn benützt//”. Es ist ja nichts verborgen.
     Wie macht der Satz das? — Weißt Du es denn nicht? Es ist ja nichts versteckt.


     


     Daß ‘alles fließt’, scheint uns am Ausdruck der Wahrheit zu hindern, denn es ist, als ob wir sie nicht auffassen könnten, da sie uns entgleitet.


     

Aber es hindert uns eben nicht am Ausdruck. — Was es heißt, etwas Entfliehendes in der Beschreibung festhalten zu wollen, wissen wir. Das geschieht etwa, wenn wir das Eine vergessen, während wir das Andere beschreiben wollen. Aber darum handelt es sich doch hier nicht. Und so ist der Ausdruck| // das Wort// “entfliehen” anzuwenden.


     


     Aber auf die Antwort “Du weißt ja, wie es der Satz macht, es ist ja nichts verborgen”, möchte man sagen: “ja, aber es fließt alles so rasch vorüber und ich möchte es gleichsam breiter auseinander gelegt sehen”.


     


      Aber auch hier irren wir uns. Denn es geschieht dabei auch nichts, was uns durch die Geschwindigkeit entgeht.


     


      Warum können wir uns keine Maschine mit einem Gedächtnis denken? Es wurde oft gesagt, daß das Gedächtnis darin besteht, daß Ereignisse Spuren


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hinterlassen, in denen nun gewisse Vorgänge vor sich gehen müßten. Wie wenn Wasser sich ein Bett macht und das folgende Wasser in diesem Bett fließen muß; der eine Vorgang fährt für den nächsten das Gleise aus.| // der eine Vorgang fährt das Gleise aus, das den andern führt. Geschieht dies nun aber in einer Maschine, wie es wirklich geschieht, so sagt niemand, die Maschine habe Gedächtnis, oder habe sich den einen Vorgang gemerkt.


     

     Nun ist das aber ganz so, wie wenn man sagt, eine Maschine kann nicht denken, oder kann keine Schmerzen haben. Aber im Satz “ich habe Schmerzen” bezeichnet ‘ich’ keinen Körper also auch keine Maschine. Und hier kommt es darauf an, was man darunter versteht “Schmerzen zu haben”.| Hier kommt es drauf an, wie der Ausdruck “Schmerzen haben” angewandt wird.
Es ist klar, daß ich mir eine Maschine denken kann, die sich genau so benimmt (in allen Details), wie ein Mensch der Schmerzen hat. Oder vielmehr: ich kann den Andern eine Maschine nennen, die Schmerzen hat, d.h.: den andern    Körper  . Und ebenso, natürlich, meinen Körper. Dagegen hat das Phänomen der Schmerzen, wie es auftritt, wenn ‘ich Schmerzen habe’, mit meinem Körper, d.h. mit den Erfahrungen, die ich als Existenz meines Körpers zusammenfasse, gar nichts zu tun. (Ich kann Zahnschmerzen haben ohne Zähne.) Und hier hat nun die Maschine gar keinen Platz. — Es ist klar, die Maschine kann nur einen physikalischen Körper ersetzen. Und in dem Sinne, wie man von einem solchen sagen kann, er “habe” Schmerzen, kann man es auch von einer Maschine sagen. Oder wieder, die    Körper  , von denen wir sagen, sie hätten Schmerzen, können wir mit Maschinen vergleichen, und auch Maschinen nennen.


     


     Und ganz ebenso verhält es sich mit dem Denken und dem Gedächtnis.


     


     Es ist uns — wie gesagt — als ginge es uns mit dem Gedanken so, wie mit einer Landschaft, die wir gesehen haben und beschreiben sollen, aber wir erinnern uns ihrer nicht genau genug, um sie in? allen ihren Zusammenhängen beschreiben zu können. So, glauben wir, können wir das Denken nachträglich

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nicht beschreiben, weil uns alle die feineren Vorgänge dann verloren gegangen sind.
     Diese feinen Verhäkelungen möchten wir sozusagen unter der Lupe sehen.

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“Was ist ein Gedanke, welcher Art muß er sein, um seine Funktion erfüllen zu können?”
Hier will man sein Wesen aus seinem Zweck, seiner Funktion erklären.








     

     Wir fragen: Was ist ein Gedanke, welcher Art muß etwas sein, um die Funktion des Gedankens verrichten zu können? Und diese Frage ist analog der: Was ist, oder, wie funktioniert, eine Nähmaschine. “Wie macht sie das?” Aber die Antwort könnte sein: Schau den Stich an; alles, was der Nähmaschine wesentlich ist, ist in ihm zu sehen; alles andre kann so, oder anders sein.


     

     Wir fragen, wie muß der Gedanke beschaffen sein, um seine Bestimmung| //Funktion // zu erfüllen; aber was ist denn seine Bestimmung| // Funktion//? Wenn sie nicht in ihm selbst liegt (d.h. wenn sie nicht ist, (das?) zu sein, was er ist), liegt sie in seiner    Wirkung  ; aber die interessiert uns nicht.


     

     Wir sind nicht im Bereiche der Erklärungen und jede Erklärung klingt uns trivial.

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     Aber dieser Verzicht auf die Erklärung macht es so schwer zu sagen, was der Gedanke uns eigentlich bedeutet.


     

     Man kann etwa sagen: Er rechnet auf Grund von Gegebenem und endet in einer Handlung.


     

     Die Berechnung der Wandstärke eines Kessels und,    der   entsprechenden, Verfertigung ist ein sicheres Beispiel des Denkens.| muß ein Beispiel des Denkens sein.| Willst Du sehen wie der Gedanke verwendet wird: Die Berechnung der Wandstärke eines Kessels und,    der   entsprechenden, Verfertigung| die Berechnung der Wandstärke eines Kessels und die dieser entsprechenden Verfertigung ist ein sicheres Beispiel des Denkens.| muß ein Beispiel des Denkens sein.


     


     Der Schritt, der von der Berechnung auf dem Papier zur Handlung führt, ist noch ein Schritt der Rechnung.


     


     Wir sagen, wir werden das Denken untersuchen von dem Standpunkt aus, daß es auch von einer Maschine ausgeführt werden könnte.
     Aber hier befinden wir uns in einer falschen Betrachtungsweise. Wir sehen das Denken als einen Vorgang wie das Schreiben an, oder das Weben das Erzeugen eines Stoffes, etc.. Und dann läßt sich natürlich sagen, daß dieser Vorgang der Erzeugung sich im Wesentlichen auch maschinell muß denken lassen.

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      Aber ist nicht der Satz dieses Wunderding ——? der sagt, was er meint?
Denn so ein Wunderding, scheint es, brauchen wir.
     Und die Vorstellung scheint es| dies zu sein: Denn wir können uns nicht fragen, ob, z.B. unsre Vorstellung von diesem Menschen wirklich die Vorstellung von diesem Menschen sei oder von| & nicht vielleicht von einem Andern der ihm nur ähnlich sieht.


     

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Ist die    Vorstellung   das Porträt par excellence, also grundverschieden, etwa, von einem gemalten Bild und durch ein solches oder etwas Ähnliches nicht ersetzbar? Ist sie das, was eigentlich eine bestimmte Wirklichkeit darstellt, — zugleich Bild und Meinung| Intention?







     


     Sokrates zu Theaitetos: “Und wer vorstellt, sollte nicht etwas vorstellen?” Theaitetos: “Notwendig”. Sokrates: “Und wer etwas vorstellt, nichts Wirkliches?” Theaitetos: “So scheint es”.


     

Und wer malt sollte nicht etwas malen — & wer etwas malt, nichts wirkliches? — Ja, was meinst Du: das Bild was er malt oder den Gegenstand etwa den Menschen den es darstellt.



     


     “Ist die Vorstellung nur die Vorstellung, oder ist sie Vorstellung von Etwas in der Wirklichkeit?”
     Und von dieser Frage aus könnte man| // Und von dieser Frage aus könnte man…// auch die Beziehung der Vorstellung zum gemalten Bild erfassen. | denn ich kann nicht zweifeln wenn ich mir Napoleon vorstelle, ob es wirklich Napoleon ist den ich mir vorstelle oder nicht nur jemand der ihm ähnlich sieht!



     


      Die Frage könnte aber nicht heißen: “Ist die Vorstellung immer Vorstellung von etwas, was in der Wirklichkeit existiert” — denn das ist sie offenbar nicht immer —; sondern, es müßte heißen: bezieht sich die Vorstellung immer, wahr oder falsch, auf Wirklichkeit. — Denn das kann man von einem gemalten Bild nicht sagen. — Aber worin besteht dieses ‘sich auf die Wirklichkeit beziehen?’ Es ist doch wohl die Beziehung des

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Porträts zu seinem Gegenstand.


     


     Aber warum sollte man dann nicht sagen, daß eine Vorstellung Vorstellung eines Traumes sei?


     


     Wenn mit heute geträumt hat, daß N mich besuche und N besucht mich nun wirklich, so war darum jene Traumphantasie? keine Erwartung, und die Tatsache, daß N mich besuchte, keine Erfüllung der| // einer // Erwartung.



     

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Ist das Denken ein spezifisch organischer Vorgang? Ein spezifisch menschlich-psychischer Vorgang? Kann man ihn in diesem Falle durch einen anorganischen Vorgang ersetzen, der denselben Zweck erfüllt, also sozusagen durch eine Prothese?







     

Wenn man an den Gedanken als etwas spezifisch menschliches organisches denkt, möchte man fragen: kann man sich eine Gedankenpro these denken?|könnte es eine Gedankenprothese geben?



     


     Der ‘Gedanke’, das ist nichts organisches, läßt sich mit nichts organischem vergleichen; | // sollte nicht mit etwas organischem verglichen werden; das sich dann etwa durch Totes| Anorganisches wie durch eine Prothese ersetzen läßt| ließe.



     

     Eine Gedankenprothese ist darum nicht möglich, weil der Gedanke für uns nichts spezifisch Menschliches ist.
     Wir könnten die Rechenmaschine als eine Prothese statt der 10 Finger ansehen, aber die    Rechnung   ist nichts spezifisch Menschliches und für sie gibt es keinen Ersatz| // keine Prothese //.

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Ort des Denkens.








     


     Das Denken: ein Vorgang im Gehirn & Nervensystem; im Geist; im Mund & Kehlkopf; auf dem Papier.



     


     Eine der gefährlichsten Ideen ist, merkwürdigerweise, daß wir mit dem Kopf, oder im Kopf denken.


     


     Die Idee von einem Vorgang im Kopf, in dem gänzlich abgeschlossenen Raum, gibt dem Denken| Die Idee vom Denken als einem Vorgang im Kopf, in dem gänzlich abgeschlossenen Raum, gibt ihm etwas Okkultes.


     

     “Das Denken geht im Kopf vor sich” heißt eigentlich nichts anderes, als, unser Kopf hat etwas mit dem Denken zu tun. Man sagt freilich auch: “ich denke mit der Feder auf dem Papier” und diese Ortsangabe ist mindestens so gut, wie die erste.


     


     Wenn wir fragen “wo geht das Denken vor sich”, so ist dahinter immer die Vorstellung eines maschinellen Prozesses, der in einem abgeschlossenen Raum vor sich geht, sehr ähnlich, wie der Vorgang| die Vorgänge in der Rechenmaschine.


     


      Schon die Bezeichnung ‘Tätigkeit’ für's Denken ist in einer Weise irreführend. Wir sagen: das Reden ist eine Tätigkeit unseres Mundes. Denn wir

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sehen dabei unseren Mund sich bewegen und fühlen es, etc. In demselben| diesem Sinne kann man nicht sagen, das Denken sei eine Tätigkeit unseres Gehirns.
     Und kann man sagen, das Denken sei eine Tätigkeit des Mundes oder des Kehlkopfs oder der Hände (etwa, wenn wir schreibend denken)?
     Zu sagen, Denken sei eben eine Tätigkeit des Geistes, wie Sprechen des Mundes, ist eine Travestie (der Wahrheit).
     Wir gebrauchen eben ein Bild, wenn wir von der Tätigkeit des Geistes reden.



     


     Das Denken ist nicht mit der Tätigkeit eines Mechanismus zu vergleichen, die wir von außen sehen| // der wir von außen zuschauen//, deren Inneres aber wir sehen ßten| // müssen// um sie zu verstehen. |
     // Das Denken ist nicht die Tätigkeit eines Mechanismus, der wir von außen zusehen, deren Inneres aber erforscht werden muß.// |
     // Das Denken ist nicht mit der Tätigkeit eines Mechanismus zu vergleichen, den wir von außen sehen, in dessen Inneres wir aber erst dringen müssen.//



     


     Die Wendung “daß etwas in unserem Geist vor sich geht”, soll, glaube ich, andeuten, daß es im physikalischen Raum nicht lokalisierbar ist. Von Magenschmerzen sagt man nicht, daß sie in unserem Geist vor sich gehen, obwohl der physikalische Magen ja nicht der unmittelbare Ort der Schmerzen ist, in dem Sinn, in welchem er der Ort der Verdauung ist.


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     Der Schrei als Ausdruck des Schmerzes, der Satz als Ausdruck des Gedankens.



     


     Denken nennen wir einen bestimmten Gebrauch von Symbolen.


     

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      Gedanke und Ausdruck des Gedankens.








     

Der Gedanke ist nicht eine Art von Stimmung die durch den| seinen Ausdruck wie durch eine Droge hervorgerufen wird. Und die Verständigung| die Vermittlung des Gedankens durch die Sprache ist nicht der Vorgang daß ich durch ein Gift im Andern die gleichen Schmerzen hervorrufe wie ich sie habe.
     Welchen| Was für einen Vorgang könnte man “Gedankenlesen” nennen.



     


     Das Denken ein Vorgang in einem ätherischen Mechanismus.



     


     Der Gedanke ist wesentlich das, was durch den Satz ausgedrückt ist, wobei ‘ausgedrückt’ nicht heißt ‘hervorgerufen’. Ein Schnupfen wird durch ein kaltes Bad hervorgerufen, aber nicht ausgedrückt.


     

     Man hat nicht den Gedanken, und    daneben   die Sprache. — Es ist also nicht so, daß man für den Andern die Zeichen, für sich selbst aber einen stummen Gedanken hat. Gleichsam einen gasförmigen oder ätherischen Gedanken, im Gegensatz zu sichtbaren, hörbaren Symbolen.


     


     Man könnte so sagen, am    Gedanken   ist nichts wesentlich privat.— Es kann jeder in ihn Einsicht nehmen.


     


     Man hat nicht den Zeichenausdruck und daneben, für sich selbst, den (gleichsam dunkeln) Gedanken. Dann wäre es doch auch zu merkwürdig, daß man den Gedanken durch die Worte sollte wiedergeben können.

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     D.h.: wenn der Gedanke nicht schon artikuliert wäre, wie könnte der Ausdruck durch die Sprache ihn artikulieren. Der artikulierte Gedanke aber ist in allem Wesentlichen ein Satz.


     


     Wie sich der Gedanke zur Rede verhält, kann man am besten verstehen, wenn man bedenkt, ob| Um einzusehen, wie Gedanke & Rede sich zueinander verhalten, bedenke, ob das ‘Verständnis’ (der Gedanke) einer Rechnung ( einer Multiplikation z.B.) als gesonderter Prozeß neben dem Rechnungsvorgang einherläuft.


     


     Wenn man das Verstehen, Wissen, etc., als    Zustand   auffaßt, dann nur hypothetisch im Sinne einer psychischen Disposition, welche auf derselben Stufe steht, wie eine physiologische Disposition.


     

     “Dachtest Du denn, als Du den Satz sagtest, daran, daß Napoleon…” — “ich dachte nur, was ich sagte”.


     


     Plato nennt die Hoffnung eine Rede. (Philebos.)


     


     Der Gedanke ist kein geheimer — und verschwommener — Prozeß von dem wir nur Andeutungen in der Sprache sehen, als wäre die Negation ein Stoß und der Gedanke darauf wie? ein unbestimmter Schmerz, von diesem Stoß hervorgerufen, aber gänzlich von ihm verschieden.


     

     Gedankenlesen kann nur darin bestehen, daß wir Zeichen interpretieren, also einfach lesen (nur vielleicht    andere   Zeichen). Oder aber es besteht darin, daß Einem, wenn man des Anderen Hand hält (oder in andrer Art mit ihm in Kontakt steht) Gedanken kommen, die durch nachträgliche Fragen als die Gedanken auch des Anderen erkannt werden. Aber da handelt es sich überhaupt um kein Lesen, sondern es wäre nur die    Hypothese  

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erlaubt, daß zwei Leute unter gewissen Umständen das Gleiche dächten.


     


     Ist das Denken ein augenblicklicher Vorgang oder etwa ein andauernder Zustand, wovon die Worte, der Satz, nur eine ungeschickte Wiedergabe sind (sodaß man etwa sagen könnte, wie von dem Eindruck einer Landschaft: Worte können das gar nicht wiedergeben)? Der Gedanke braucht solange wie sein Ausdruck. Weil der Ausdruck der Gedanke ist.


     

     Ich habe einmal diesen Ausspruch eines französischen Politikers gelesen, die französische Sprache sei dadurch ausgezeichnet, daß in ihr die Wörter in der Ordnung folgen, wie man wirklich denkt.


     

     Niemand würde fragen, ob die Multiplikation zweier Zahlen (etwa nach der gewöhnlichen Art durchgeführt) gleichläuft mit dem Gedanken| Gedankenprozeß| Denkvorgang. Weil jeder die Multiplikation als ein Instrument ansieht| betrachtet| Man betrachtet eben die Multiplikation als ein Instrument. Während man den Satz nicht als ein Instrument ansieht.


     

     Die Idee, daß eine Sprache eine Wortfolge haben kann, die der Reihenfolge des Denkens entspricht, im Gegensatz zu einer anderen Sprache| anderen Sprachen, rührt von der Auffassung her, daß das Denken vom Ausdruck der Gedanken getrennt vorgeht. Also ein wesentlich anderer Vorgang ist. Nach dieser Auffassung könnte man nun freilich sagen: Die wesentlichen Eigenschaften des Negationszeichens offenbaren sich freilich erst nach und nach im Gebrauch, aber ich    denke   die Negation auf einmal. Das Zeichen “nicht” ist ja nur ein Hinweis auf den Gedanken “nicht”. Es stößt mich nur, daß ich das Rechte denke. (Es ist nur Signal.)


     


     Willkürlichkeit des sprachlichen Ausdrucks: Könnte man sagen: das Kind muß das    Sprechen   einer bestimmten Sprache zwar lernen, aber nicht


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das Denken, d.h. es würde von selber denken, auch ohne irgend eine Sprache zu lernen? ((D.h. Willkürlichkeit, wie sie gewöhnlich aufgefaßt wird. Sozusagen: “auf den Gedanken kommt es an, nicht auf die Worte”.))
     Ich meine aber, wenn es denkt, so macht es sich eben Bilder und diese sind in einem gewissen Sinne willkürlich, insofern nämlich, als andere Bilder denselben Dienst geleistet hätten. Und andererseits ist ja die Sprache auch natürlich entstanden, d.h., es muß wohl einen ersten Menschen gegeben haben, der einen bestimmten Gedanken zum ersten Mal in gesprochenen Worten ausgedrückt hat. Und übrigens ist das Ganze gleichgültig, weil jedes Kind, das die Sprache lernt, sie nur in dieser Weise lernt, daß es anfängt in ihr zu denken. Plötzlich anfängt; ich meine: Es gibt kein Vorstadium, in welchem das Kind die Sprache zwar schon gebraucht, sozusagen zum Zweck der Verständigung gebraucht, aber noch nicht in ihr denkt.


     

Lernt das Kind nur sprechen, & nicht auch denken? Lernt es den Sinn des Multiplizierens vor, oder nach dem Multiplizieren?
Oft könnte man auf die Frage “was meinst Du, wenn Du sagst…?” nur Antworten: ich meine nur was ich sage.



     


      “Ich bin nicht ganz sicher, aber ziemlich sicher daß er kommen wird.” Ich meine, was ich sage.



     


     Ist es quasi eine Verunreinigung des Sinnes, daß wir ihn in einer bestimmten Sprache, mit ihren Zufälligkeiten, ausdrücken und nicht gleichsam körperlos und rein?? ∫ Nein, denn es ist wesentlich, daß ich die Idee der Übersetzung von einer Sprache in die andere verstehe.


     


     Spiele ich eigentlich doch nicht das Schachspiel selbst, da die Figuren ?—ja auch anders sein könnten?!| andere Formen haben könnten?


     


      Beweise die das Dezimalsystem verwenden.

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     Da der Sinn eines Satzes ganz in der Sprache fixiert ist, und es auf den Sinn ankommt, so ist jede Sprache gleich gut. Der Sinn aber ist, was Sätze, die in einander übersetzbar sind, gemein haben.



     

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Was ist der Gedanke? Was ist sein Wesen? “Der Gedanke, dieses seltsame Wesen”.







     

Sage Dir (beim Philosophieren):| immer wieder: daß Denken etwas ganz hausbackenes sein muß. Daß es sich nicht darum handelt| Es handelt sich nicht darum, ein geheimnisvolles Wesen zu studieren.| daß|Daß Du verführt bist, — wenn Du denkst, daß hier| da ein seltsamer Vorgang vorliegt| ist.| daß es eine Verführung ist, zu meinen,|, wenn wir denken, daß hier etwas Geheimnisvolles vorliegt. | daß uns hier ein geheimnisvoller Vorgang vorliegt. | daß es eine Verführung ist, die| was Dich das Denken als einen geheimnisvollen Vorgang sehen läßt. | --- daß Du verführt bist wenn Du das Denken als seltsamen Vorgang ansieht| sieht.| --- daß Du verführt bist, wenn Dir das Denken als ein seltsamer Vorgang erscheint.



     


     Der Gedanke, soweit man überhaupt von ihm reden kann, muß etwas ganz hausbackenes sein. (Man pflegt sich ihn als etwas Ätherisches, noch Unerforschtes, zu denken; als handle es sich um Etwas, dessen Außenseite bloß wir kennen, dessen Wesen aber noch unerforscht ist, etwa wie das unseres Gehirns.)| unser Gehirn.)


     


     Der Gedanke hat aber nur eine Außenseite und kein Innen. Und ihn analysieren heißt nicht in ihn dringen.


     


     Man kann wieder nur die Grammatik des Wortes “erwarten”| //“denken”// explizit machen. (Und so des Wortes “erwarten”| //“denken”//, etc..)

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Zweck des Denkens.
Grund des Denkens.








     


     Wozu denkt der Mensch? Weil Denken sich bewährt hat?
     Denkt man, weil man denkt, es sei vorteilhaft zu denken?
     Erzieht er seine Kinder weil es sich| sich das bewährt hat?



     


     Wozu denkt der Mensch? wozu ist es nütze? Wozu    berechnet   er Dampfkessel und überläßt ihre Wandstärke nicht dem Zufall? Es ist doch nur Erfahrungstatsache, daß Kessel, die so berechnet wurden, nicht so oft explodieren . Aber so, wie er alles eher täte, als die Hand ins Feuer stecken, das ihn früher gebrannt hat, so wird er alles eher tun, als den Kessel nicht berechnen. Da uns aber Ursachen nicht interessieren, können| Wenn uns aber Ursachen nicht interessieren, werden wir nur sagen: die Menschen denken tatsächlich — sie gehen (z.B.) auf diese Weise vor, wenn sie einen Dampfkessel bauen. — Und dieses Vorgehen hat sich bewährt¿.¿ Kann nun ein so erzeugter Kessel nicht explodieren? Oh freilich. — Warum denn nicht?


     

Denkt der Mensch also, weil Denken sich bewährt hat? Weil er denkt, es sei vorteilhaft zu denken? I n gewissen speziellen Fällen wird man das sagen können.|
      In gewissen, speziellen, Fällen wird man aber sagen können: Heute berechnet man dies, & überläßt es nicht mehr dem Gefühl (oder dem Zufall) weil sich das| es sich bewährt hat.
Man kann auch sagen es hat sich bewährt diese Berechnungen immer genau ¿k¿ontrollieren zu lassen. | Und doch kann man sagen, das Denken habe sich bewährt. Es seien jetzt weniger Kesselexplosionen als früher seit man die Dimensionen etwa nicht mehr nach dem Gefühl bestimmt sondern auf die & die Weise berechnet. Oder, seit man jede Rechnung unabhängig von zwei Leuten ausführen läßt.

Manchmal, also, denkt man weil es sich bewährt hat.


     

     Sich etwas überlegen. Ich überlege, ob ich jetzt ins Kino gehen soll. Ich mache mir ein Bild der Zeiteinteilung des Abends. Aber    wozu   tue ich das?? Ich mache ja kein “Gedankenexperiment”!


     

Wie wäre herauszubringen: warum er denkt?


     


     Wir verstehen alle, was es heißt, in einem Kalender nachschlagen, an welchem Tag der Woche wir frei sind. Das Bild, das wir sehen, ist etwa


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und wir sagen nun, wir seien nur Freitag frei, und handeln demgemäß. Mit welcher Berechtigung handeln wir nach dem Bild Fahrplan?


     


     Wir erwarten etwas und handeln der Erwartung gemäß. Muß die Erwartung eintreffen? Nein.| --- Warum aber handeln wir nach der Erwartung? Weil wir dazu getrieben werden, wie dazu, einem Automobil auszuweichen, uns niederzusetzen, wenn wir müde sind und aufzuspringen, wenn wir uns auf einen Dorn gesetzt haben.


     

     Die Natur des Glaubens an die Gleichförmigkeit des Geschehens wird vielleicht am klarsten im Falle, in dem wir Furcht vor dem Erwarteten empfinden. Nichts könnte mich dazu bewegen, meine Hand in die Flamme zu stecken, obwohl ich mich doch    nur in der Vergangenheit   verbrannt habe.


     


     Daß mich das Feuer brennen wird, wenn ich die Hand hineinstecke: das ist Sicherheit.
     D.h., da sehe ich| sehen wir| siehst Du was Sicherheit bedeutet. (Nicht nur was das Wort “Sicherheit” bedeutet, sondern auch, was es mit ihr auf sich hat.)


     


     Der Glaube, daß mich das Feuer brennen wird, ist von der Natur der Furcht, daß es mich brennen wird.


     


     Wenn man mich ins Feuer zöge, so würde ich mich wehren und nicht gutwillig gehn; und ebenso würde ich schreien: “das Feuer| es wird mich brennen!” und ich würde nicht schreien: “vielleicht wird es ganz angenehm sein!”


     


     Ich kalkuliere    so  , weil ich nicht anders kalkulieren kann. (Ich glaube    das  , weil ich nicht anders glauben kann.)

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     Es läßt sich kein Grund angeben, weswegen man denken soll.
      Es sei denn ein| Man kann keinen Grund angeben, weswegen man denken soll.
      Es sei denn einen
| Was sollte ich für einen Grund angeben| als Grund angeben dafür, weswegen man denken soll?
      Es sei denn einen
Grund von der Art dessen, weswegen man essen soll.


     


     Man kann einen Gedanken aus anderen begründen, aber nicht das Denken| Es ist eines: einen Gedanken aus andern begründen, — ein anderes: das Denken begründen. Das, glaube ich, ist es, was unsere Untersuchung rein beschreibend macht.


     

     Es läßt sich kein rationaler Grund angeben, weshalb wir denken sollten | // müßten //.| Ich weiß nicht, warum ich denken sollte. Aber ich denke.


     


      Fahrplan
     Ich nehme an, daß dieses Haus nicht in einer halben Stunde zusammenstürzen wird. Wann nehme ich das an? Die ganze Zeit? und was ist dieses Annehmen für eine Tätigkeit? Heißt, das annehmen, nicht (wieder) zweierlei? Einmal bezeichnet es eine hypothetische psychologische Disposition; einmal den Akt des Denkens, Ausdrückens, jenes Satzes| // des Satzes “das Haus wird nicht einstürzen”//. Im ersten Sinne ist das Kriterium dafür, daß ich jene Annahme mache| // das annehme// das, was ich sonst sage, fühle und tue; im andern Sinn, daß ich einen Satz sage, der wieder ein Glied einer Rechnung| // Kalkulation// ist. Nun sagt man: Du mußt aber doch einen Grund haben, das anzunehmen, sonst ist die Annahme ungestützt und wertlos (erinnere Dich daran, daß wir zwar auf der Erde stehen, die Erde aber nicht wieder auf irgend etwas; und Kinder glauben, sie müsse fallen, wenn sie nicht gestützt ist). Nun, ich habe auch Gründe zu meiner Annahme. Sie lauten etwa: daß das Haus schon jahrelang gestanden hat, aber nicht so lang, daß es schon baufällig sein könnte, etc.etc..    Was   ein Grund    wofür   ist (Was als Grund wofür gilt), kann von vornherein angegeben werden und beschreibt| // bestimmt// einen Kalkül, in welchem| // dem// eben das eine ein Grund des andern ist. Soll aber nun ein Grund für diesen ganzen Kalkül gegeben werden, so sehen wir, daß er fehlt. Fragt man aber,


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ob der Kalkül also eine willkürliche Annahme ist, so ist die Antwort, daß er so wenig ist, wie die Furcht vor dem Feuer oder einem wütenden Menschen, der sich uns nähert. Ist es Willkür, daß wir das als Grund von dem betrachten? Ist es Willkür, daß wir auf die Erzählung, dieser Hund habe gebissen, diesem Hund nicht in die Nähe gehen wollen?
     Wenn man nun sagt: gewiß sind doch die Regeln der Grammatik, nach denen wir vorgehen und operieren, nicht willkürlich; so müßte man zur Antwort fragen: Gut also, warum denkt denn ein Mensch wie er denkt? warum geht er denn durch diese Denkhandlungen? (gefragt ist hier natürlich nach den    Gründen  , nicht Ursachen). Nun, da lassen sich Gründe in dem Kalkül angeben; und ganz zum Schluß ist man dann versucht zu sagen: “es ist eben sehr wahrscheinlich, daß sich das Ding jetzt so verhalten wird, wie es sich immer verhalten hat”| //…daß das Ding jetzt das gleiche Verhalten zeigen wird, das es immer gezeigt hat”//, — oder dergleichen. Eine Redensart, die den Anfang des Räsonnements verhüllt und hier| // an diesem Anfang// eine ähnliche Rolle spielt, wie der Schöpfer am Beginn | // Anfang// der Welt, der| // welcher// zwar in Wirklichkeit nichts erklärt, aber ein den Menschen akzeptabler Anfang ist.| einen den Menschen akzeptablen Anfang macht.
     Das, was so schwer einzusehen ist, ist eigentlich,| Das was so schwer einzusehen ist, lautet eigentlich| etwa: daß,    solange   wir ein Wahr-Falsch-Spiel spielen| // daß,    solange   wir im Bereich der Wahr-Falsch-Spiele bleiben //, eine Änderung der Grammatik uns nur von einem solchen Spiel zu einem andern führen kann, aber nicht| Das, was so schwer einzusehen ist: Solange wir im Bereich der W.F.-Spiele bleiben, kann uns eine Änderung der Grammatik nur von einem solchen Spiel zu einem andern führen, aber nicht… von etwas Wahrem zu etwas Falschem. Und wenn wir anderseits aus dem Bereich dieser Spiele heraustreten, so nennen wir es eben nicht mehr Grammatik, und zu einem Widerspruch mit der Wirklichkeit kommen wir wieder nicht.


     


     Denken wir uns die Tätigkeit in einem Haus, in einer Werkstätte. Da wird gehobelt, gesägt, gestrichen, etc.etc.; und außerdem gibt es da eine Tätigkeit, die man ‘rechnen| Rechnen’ nennt, und die sich scheinbar von allen den andern unterscheidet| // von allen diesen unterscheidet//, besonders, was den| // ihren// Grund anbelangt. Wir machen da etwa ein Bild, die Tätigkeit

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des Rechnens (Zeichnens, etc.) verbindet Teile der andern Tätigkeit. Er setzt aus, rechnet etwas, dann mißt er und arbeitet mit dem Hobel weiter. Er setzt auch manchmal aus, um das Hobelmesser zu schleifen; aber ist diese Tätigkeit analog der andern des Kalkulierens? — “Aber Du glaubst doch auch, daß mehr Kessel explodieren würden| // mehr Kesselexplosionen wären //, wenn die Kessel nicht berechnet würden”. Ja, ich glaube es| bin überzeugt davon; — aber was will das sagen? Folgt daraus, daß weniger    sein   werden? Und was ist denn die Grundlage dieses Glaubens?
     Wenn man nun nach dem Grund einer einzelnen Denkhandlung (Kalkülhandlung) fragt, so erhält man als Antwort die Auseinandersetzung eines Systems dem die Handlung angehört.


     

“Ist also also daß es sich in der Vergangenheit bewährt hat kein guter Grund anzunehmen daß es in Zukunft so sein wird? — Das ist was wir einen guten Grund nennen.

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   Grammatik  .





















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Die Grammatik ist keiner Wirklichkeit Rechenschaft schuldig.
Die grammatischen Regeln bestimmen erst die Bedeutung (konstituieren sie) und sind darum keiner Bedeutung verantwortlich und insofern willkürlich.








     


     Angenommen, wir lassen die Übersetzung in die Gebärdensprache fort; zeigt es sich dann in der Anwendung (ich meine, in den grammatischen Regeln der Anwendung), daß diese Übersetzung möglich ist?


     


     Und kann es sich nur zeigen, daß die| sie    möglich   ist, oder auch, daß sie notwendig ist?
     Wenn sie    notwendig   ist, so heißt das, daß die Sprache vermittels des roten Täfelchens in irgend einem Sinn notwendig ist; und nicht gleichberechtigt der Wortsprache.


     


     Aber wie könnte das sein? denn dann wären ja die hinweisenden Erklärungen überflüssig: das heißt aber schon, implizite in den andern enthalten. Wie kann denn eine Regel eines Spiels überflüssig sein,    wenn   es eben    das   Spiel sein soll, was auch durch    diese   Regel charakterisiert wird.

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     Der| // Mein // Fehler besteht hier immer wieder darin, daß ich vergesse daß erst    alle   Regeln das Spiel, die Sprache, charakterisieren, und daß diese Regeln nicht einer Wirklichkeit verantwortlich sind, so daß sie von ihr kontrolliert würden, und so daß man von einer Regel bezweifeln könnte, daß sie notwendig, oder richtig, wäre. (Vergleiche das Problem der Widerspruchsfreiheit der Nicht-euklidischen Geometrie.)


     

     Die Grammatik ist keiner Wirklichkeit verantwortlich.


     

     (Die Grammatik ist der Wirklichkeit nicht Rechenschaft schuldig.)


     


     Kann diese hinweisende Erklärung mit den übrigen Regeln der Verwendung des Worts kollidieren?


     


      Denn eigentlich können ja Regeln nicht kollidieren, außer sie widersprechen einander. Denn im Übrigen bestimmen sie ja eine Bedeutung, und sind nicht einer verantwortlich, so daß sie ihr widersprechen könnten. ((Dazu eine Bemerkung, daß die hinweisende Erklärung    eine   der Regeln ist, die von einem Wort gelten.))


     


     Eine Sprache ist, was sie ist, und eine andere Sprache ist nicht    diese   Sprache. Ich gebrauche also die Nummern des Musterkataloges anders, als die Wörter “rot”, “blau”, etc..



     


     Überlege: “Das einzige Korrelat in der Sprache zu einer Naturnotwendigkeit ist eine willkürliche Regel. Sie ist das einzige, was man von dieser Notwendigkeit in Sätze| // einen Satz // abziehen kann.”
Bezieht sich auf Sätze wie ~~p = p.




     


In diesem Sinn würde man es eine willkürliche Regel nennen, die Ingredienzien beim Kochen nach Pfund zu wägen, aber nicht Eier 3 Minuten lang kochen zu lassen.

     “Die Maßeinheit ist willkürlich” (wenn dies nicht heißen soll: “wähle in diesem Falle die Einheit ganz wie Du willst”) sagt nichts anderes, als daß die Angabe der Maßeinheit keine Längenangabe ist (obwohl sie so klingt). Und zu sagen, die Regeln der Grammatik sind willkürlich, sagt bloß: Verwechsle eine Regel über den Gebrauch des Wortes A nicht mit einem Satz, in dem vom Wort A Gebrauch gemacht wird. Denke nicht die Regel sei in ähnlicher Weise einer Realität verantwortlich|, mit einer Realität zu vergleichen, wie der Erfahrungssatz der von A handelt.


     Die Regeln der Grammatik sind in demselben Sinne willkürlich, & in demselben Sinne nicht willkürlich wie die Wahl einer Maßeinheit. Man drückt dies auch so aus: diese Regeln seien ‘praktisch’ oder ‘unpraktisch’ ‘brauchbar’ oder ‘unbrauchbar’ aber nicht ‘wahr’ oder ‘falsch’.

     Die grammatischen Regeln sind zu vergleichen Regeln über das Vorgehen beim Messen von Entfernungen Temperaturen, Kräften etc. etc. Oder auch: diese methodologischen Regeln sind selbst Beispiele grammatischer Regeln.

Grammatische Regeln wird man mit Vorteil Übereinkommen vergleichen.

     Diese Regeln des Vorgehens sind willkürlich heißt| kann nur heißen: Wenn Dein Zweck nur der ist, so kannst Du ihn auf alle diese Weisen erreichen.

“Wenn Du mit diesem Zeichen die Nega tion ausdrücken willst, so mußt Du davon| von ihm die & die| die Regeln gelten lassen.” — Was für ein| eine Art Satz ist das?

     Man ist versucht, Regeln der Grammatik durch Sätze zu rechtfertigen von der Art: “Aber es gibt doch wirklich 4 primäre Farben”; und gegen die Möglichkeit dieser Rechtfertigung, die nach dem Modell der Rechtfertigung eines Satzes durch (den?) Hinweis auf seine Verifikation gebaut ist, richtet sich das Wort, daß die Regeln der Grammatik willkürlich sind.
     Kann man aber nicht doch in irgend einem Sinne sagen, daß die Grammatik der Farbwörter die Welt, wie sie tatsächlich ist, charakterisiert? Man möchte sagen: kann ich nicht wirklich vergebens nach einer fünften primären Farbe suchen? Nimmt man nicht die primären Farben zusammen, weil sie eine Ähnlichkeit


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haben, oder zum mindesten die Farben, im Gegensatz z.B. von| // zu den// Formen oder Tönen, weil sie eine Ähnlichkeit haben? Oder habe ich, wenn ich diese Einteilung der Welt als die richtige hinstelle, schon eine vorgefaßte Idee als Paradigma im Kopf? Von der ich dann etwa nur sagen kann: “ja, das ist die Weise| // Art//, wie wir die Dinge betrachten”, oder “wir wollen eben ein solches Bild (von der Wirklichkeit) machen”. einander” — woher nehme ich den Begriff dieser Ähnlichkeit? Ist nicht so, wie der Begriff “primäre Farbe” nichts andres ist, als “blau oder rot oder grün oder gelb”, — auch der Begriff jener Ähnlichkeit nur durch die vier Farben gegeben? Ja, sind sie nicht die gleichen! — “Ja, könnte man denn auch rot, grün und kreisförmig zusammenfassen?” — Warum nicht?!
     Die Wichtigkeit eines Spiels liegt darin, daß wir dieses Spiel spielen. Daß wir    diese   Handlungen ausführen. Es verliert seine Wichtigkeit nicht dadurch, daß es selbst nicht wieder eine Handlung in einem andern (übergeordneten) Spiel ist.      Warum nenne ich die Regeln des Kochens nicht willkürlich; und warum bin ich versucht, die Regeln der Grammatik willkürlich zu nennen? Weil ‘Kochen’ durch seinen Zweck definiert ist, dagegen der Gebrauch der Sprache| das Sprechen nicht. Darum ist der Gebrauch der Sprache in einem gewissen Sinne autonom, in dem das Kochen und Waschen es nicht ist. Denn, wer sich beim Kochen nach andern als den richtigen Regeln richtet, kocht schlecht; aber wer sich nach andern Regeln als denen des Schach richtet, spielt    ein anderes Spiel   und wer sich nach andern grammatischen Regeln richtet, als den und den, spricht darum nichts Falsches, sondern von etwas Anderem.


     


     Könnte ich den Zweck der grammatischen Konventionen dadurch beschreiben,


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daß ich sagte, ich müßte sie machen, weil etwa die Farben gewisse Eigenschaften haben, so wären damit diese Konventionen überflüssig, denn dann könnte ich eben das sagen, was die Konvention gerade ausschließen. Umgekehrt, wenn die Konventionen nötig waren, also gewisse Kombinationen der Wörter als unsinnig ausgeschlossen werden mußten, dann kann ich eben darum nicht eine Eigenschaft der Farben angeben, die die Konventionen nötig machte, denn dann wäre es denkbar, daß die Farben diese Eigenschaft nicht hätten und das könnte nur entgegen den Konventionen ausgedrückt werden.


     


     Angenommen man wollte eine grammatische Konvention damit rechtfertigen, daß — z.B. — die Farben die & die Eigenschaften haben & daher gewisse Regeln für den Gebrauch der Farbwörter gelten|// gelten müßten //. Dann wäre es nach dieser Grammatik auch denkbar, nämlich sagbar, daß die Farben diese|jene Eigenschaften nicht hätten & es müßte sich nach ihr alles sagen lassen, was dann der Fall wäre.



     

     ‘Die grammatischen Regeln sind willkürlich’ heißt…

     

     Ich nenne die Regel| Vorschriften der Darstellung keine Konvention, die sich durch Sätze rechtfertigen läßt, Sätze, welche das Dargestellte beschreiben und zeigen, daß die Darstellung adäquat ist. Die Konventionen der Grammatik lassen sich nicht durch eine Beschreibung des Dargestellten rechtfertigen. Jede solche Beschreibung setzt schon die Regeln der Grammatik voraus. D.h., was in der zu rechtfertigenden Grammatik als Unsinn gilt, kann in der Grammatik der rechtfertigenden Sätze auch nicht als Sinn gelten, u.u.


     

     Wer etwas dagegen hat, daß man sagt, die Regeln der Grammatik seien Spielregeln, hat in dem Sinne Recht, daß das, was das Spiel zum Spiel macht die Konkurrenz von Spielern, der Zweck der Unterhaltung und Erholung, in der Grammatik abwesend ist, etc.. Aber niemand wird leugnen, daß das Studium des Wesens der Spielregeln für das Studium der grammatischen Regeln nützlich sein muß, da (irgend) eine Ähnlichkeit offenbar besteht. Es ist überhaupt besser, ohne ein gefaßtes Urteil oder Vorurteil über die Analogie zwischen Grammatik und Spiel, und nur getrieben von dem sicheren Instinkt, daß hier eine Verwandtschaft vorliegt, die Spielregeln zu betrachten. Und hier wieder soll man einfach berichten, was man sieht und nicht fürchten, daß man damit eine wichtige Anschauung untergräbt, oder auch, seine Zeit

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mit etwas Überflüssigem verliert.
     Man sieht dann vor allem, wie der Begriff des Spiels und damit der Spielregel ein an den Rändern verschwimmender ist.
     Ferner sieht man etwa Folgendes, wenn man die Regeln z.B. des Schachspiels betrachtet: Es gibt hier Sätze, die die Züge der einzelnen Figuren beschreiben; allgemeiner ausgedrückt, Regeln über Spielhandlungen. Dann aber gibt es doch die Sätze, die die Grundstellung beschreiben und solche, die das Schachbrett beschreiben.


     


      Dieser Kalkül die Zahlentheorie etwa zeigt nicht, welche wunderbare Eigenschaften Gott den Zahlen gegeben hat; sondern, welche Eigenschaften er uns & den Dingen gegeben hat, daß dieser Kalkül nützlich, interessant &, mit unsern Schreibmaterialien, leicht ausführbar ist.

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     Die Regel ist eine Anwendung der Satzform; sie geht nach verschiedenen Seiten in Befehl, Rat, Vorschlag, Erklärung eines Spiels, Erfahrungssatz u.a. über.



     

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Regel und Erfahrungssatz.
Sagt eine Regel, daß Wörter tatsächlich so und so gebraucht werden?








     

     Eine Regel verglichen mit einem Weg. Sagt ein Weg man solle auf ihm (& nicht auf dem Rasen) gehen? Sagt er aus die Menschen gingen meistens so?



     

Regel und Erfahrungssatz. Ist eine Regel| Was ist eine Regel? Ist sie ein Erfahrungssatz — etwa| (z.B.) über den Gebrauch der Sprache? Ist eine Regel des Schachspiels ein Satz darüber, wie die Menschen seit dem Ereignis der Erfindung des Schachspiels es gespielt haben; d.h. etwa mit so geformten Figuren gezogen haben? Denn, wenn davon die Rede ist, daß die Menschen das Schachspiel so gespielt haben, so muß das Schachspiel so definiert sein, daß es Sinn hat, davon auszusagen, es sei anders gespielt worden. Sonst nämlich gehören die Regeln zur Definition des Schachspiels. Daß jemand der Regel … gemäß spielt, das ist eine Erfahrungstatsache; oder: “A spielt der Regel … gemäß”, “die meisten Menschen spielen der Regel … gemäß”, “niemand spielt der Regel … gemäß” sind Erfahrungssätze. Die Regel ist kein Erfahrungssatz, sondern nur der Teil eines solchen Satzes.
     Ist eine Regel ein Befehl? oder eine Bitte? & was ist eine Bitte? Schau wie der Satz wirklich im Verkehr gebraucht wird¿.¿
     Die Regel ist die Festsetzung der Maßeinheit| // Die Regel setzt die Maßeinheit fest //, und der Erfahrungssatz sagt, wie lang ein Gegen stand ist. (Und hier sieht man, wie logische Gleichnisse funktionieren, denn die Festsetzung der Maßeinheit ist wirklich eine grammatische Re-

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gel und die Angabe einer Länge in dieser Maßeinheit ein Satz, der von der Regel Gebrauch macht.)


     


     Wenn man die Regel dem Satz beifügt, so ändert sich der Sinn des Satzes nicht. Wenn die Definition des Meters ist, es sei die Länge des Pariser Urmeters, so sagt der Satz “dieses Zimmer ist 4m lang” dasselbe wie, “dieses Zimmer ist 4m lang, und 1m = die Länge des Pariser Urmeters”.
     Die Legende zu einer Landkarte ist so eine Anweisung zum Gebrauch — oder zum Verständnis — einer Beschreibung.
     Diese Legende sagt jedenfalls nichts über die Geographie des Landes aus. So wenig, wie der Satz ” 1m ist die Länge des Pariser Urmeters” die Länge eines Gegenstandes angibt.



     


     Ferner muß sich die Regel auf die|ihre Anwendung in der Beschreibung (der Wirklichkeit) beziehen| Ferner bezieht sich die Regel auf die|ihre Anwendung in der Beschreibung (der Wirklichkeit). Denn, was hat es für einen Sinn von einem Stab zu sagen “das ist das Urmeter”, wenn sich diese Aussage nicht auf Messungen mit dem Metermaß bezieht. Insofern könnten wir uns die Regel jedem Satz beigefügt denken.
     Die Regel ist eine Art vorgezeichneter Route; ein vorgezeichneter Weg.


     


     Die Regel möchte ich ein Instrument nennen.


     


     Wenn eine Regel ein Satz ist, dann wohl einer, der von den Wörtern der Sprache handelt. Aber was sagt so ein Satz von den Wörtern aus? Daß sie in dem und dem Zusammenhang gebraucht werden? Aber von wem und wann? Oder, daß jemand wünscht, daß sie so gebraucht werden? Und wer? — Vielmehr ist die Regel von allen diesen| solchen Aussagen ein Teil.


     


      Die Regel “links gehen!” oder einfach ein Pfeil. Wie, wenn ich mir in meinem Zimmer einen Pfeil an die Wand malte — wäre der auch der Ausdruck

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eines Gesetzes, wie es der Pfeil auf einem Bahnhof wohl sein könnte? Um ihn zu einem Gesetz zu machen, gehört doch| // wohl// noch der übrige Apparat, dessen ?—einer Teil der Pfeil nur ist—?.
     (Sraffa) Ein Ingenieur baut eine Brücke; er schlägt dazu in mehreren Handbüchern nach; in technischen Handbüchern und in juridischen. Aus dem einen erfährt er, daß die Brücke zusammenbrechen würde, wenn er diesen Teil schwächer machen würde als etc.etc.; aus den andern, daß er eingesperrt würde, wenn er sie so und so bauen wollte| // würde//. — Stehn nun die beiden Bücher nicht auf gleicher Stufe? — Das kommt drauf an, was für eine Rolle sie in seinem Leben spielen. Das juridische Handbuch kann ja für ihn einfach ein Buch über die Naturgeschichte der ihn umgebenden Menschen sein. Vielleicht muß er auch ein Buch über das Leben der Biber nachschlagen, um zu erfahren, wie er die Brücke streichen muß, daß die Biber sie nicht annagen. — Gibt es aber nicht noch eine andere Weise, die Gesetze zu betrachten? Fühlen wir nicht sogar deutlich, daß wir sie nicht so betrachten? — Ist dies nicht die gleiche Frage, wie: — Ist ein Vertrag nur die Feststellung, daß es für die Parteien nützlich ist, so und so zu handeln? Fühlen wir uns nicht in manchen Fällen (wenn auch nicht in allen) auf andre Weise “durch den Vertrag gebunden”? Kann man nun sagen: “Wer sich durch einen Vertrag oder ein Gesetz gebunden fühlt, stellt sich irrtümlicherweise das Gesetz als einen Menschen (oder Gott) vor, der ihn mit physischer Gewalt zwingt”? — Nein; denn, wenn er handelt, als ob ihn jemand zwänge, so ist doch seine Handlung jedenfalls Wirklichkeit und auch die Vorstellungsbilder, die er etwa dabei hat, sind nicht Irrtümer; und er braucht sich in nichts irren und kann doch handeln wie er handelt und sich auch vorstellen, was er sich etwa vorstellt.
Die Worte “der Vertrag bindet mich” sind zwar eine bildliche Darstellung und daher mit der gewöhnlichen Bedeutung des Wortes “binden” ein falscher Satz: aber, richtig aufgefaßt, sind sie wahr (oder können es sein) und unterscheiden einen Fall von dem,


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in welchem der Vertrag mir bloß sagt, was zu tun mir nützlich ist. Und wenn man etwas gegen die Worte einwendet “der Vertrag (oder das Gesetz) bindet mich”, so kann man nichts sagen gegen die Worte: “ich    fühle   mich durch den Vertrag gebunden”.


     


      Die Regel — wie ich sie verstehe — ist wie ein Weg in einem Garten. Oder wie die vorgezeichneten Felder auf einem| // dem// Schachbrett, oder die Linien einer Tabelle. Von diesen Linien etc. wird man nicht sagen, daß sie uns etwas mitteilen (obwohl sie ein Teil einer Mitteilung sein können, ja auch selbst Mitteilungen). Ich lege in einer Abmachung mit jemandem eine Regel fest. In dieser Abmachung teile ich ihm etwa die Regel (einer künftigen Darstellung) mit. Ich sage ihm etwa: “der Plan, den ich Dir von meinem Haus zeichne, ist im Maßstab 1:10”. Das ist eigentlich ein Teil der Beschreibung des Hauses. Und wenn ich schreibe non-p & (non-non-p = p) so ist das wirklich ähnlich, wie wenn ich dem Plan den Maßstab beifüge.

      Kann man “ non” nicht in der selben Bedeutung gebrauchen ob man nun definiert ~~p = p oder ~~p = ~p? Denn warum sollen wir nicht wie in vielen Wortsprachen eine doppelte Negation als Negation verwenden? Man könnte dann etwa unterscheiden zwischen ~(~p) = p & ~~p = ~p aber eine Schreibweise ~(~p) braucht es gar nicht in unserer Sprache zu geben & die Schreibweise ~~p = ~p multipliziert zwar unnötig Zeichen der Negation aber mehr kann man ihr nicht zum Vorwurf machen. Wie ist mir aber dann die Bedeutung des Zeichens der Verneinung|// Verneinungszeichens // gegeben? Durch das Kopfschütteln, die abwehrende Bewegung? (Aber diese bestimmen keinen Kalkül.) Oder durch eine Reihe besonderer Erklärungen wie etwa der “der Fleck befindet sich nicht innerhalb dieser Figur heißt…”?

     Ich könnte auch so sagen: Ich will nur das mitteilen, was der Satz der Sprache mitteilt; und die Regel ist nichts als ein Hilfsmittel    dieser   Mitteilung (so wie ich sie, die Regel, verstehe). Schon deshalb darf |// kann // die Regel nicht selbst eine Mitteilung sein; denn sonst würde der Sinn des Satzes irgendwie zugleich den Sinn der Mitteilung über den Sprachgebrauch beinhalten.
     Wir müssen uns vergegenwärtigen, wie wir in der Philosophie, d.h. beim Klären grammatischer Fragen, wirklich von Regeln reden; — damit wir auf der Erde bleiben und nicht nebelhafte Konstruktionen machen| // bauen //. Ich gebe z.B. Regeln wie: (∃ x). fx:⌵:fa:⌵:fb = (∃ x).fx oder non-non-p = p, oder ich sage, daß es sinnlos ist von einem “rötlichen Grün” zu reden, oder von “schwärzlichen Schwarz”, oder ich sage, daß “a = a” sinnlos ist, oder beschreibe eine Notation die dieses Gebilde und “(∃ x).x=x” vermeidet, oder sage, es habe keinen Sinn zu sagen, etwas

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“scheine rot zu scheinen”, oder es habe Sinn zu sagen, daß im Gesichtsraum eine krumme Linie aus geraden Stücken zusammengesetzt sei, oder es habe den gleichen Sinn, zu sagen “der Stein falle, weil er von der Erde angezogen werde” und “der Stein    müsse   fallen, weil er von der Erde etc.”.
     Ich biete dem Verwirrten eine Regel an und er nimmt sie an. Ich könnte auch sagen: ich biete ihm eine Notation an.
     Wie schaut nun so eine Notation aus? Nun, in den meisten Fällen werde ich Sätze der alten Notation (etwa der Wortsprache) in die entsprechenden Sätze der neuen Schreibweise übersetzen; etwa indem ich schreibe:
alt:
(∃ x,y). f(x,y) …
(∃ x,y). f(x,y).&.x ≠ …
neu:
(∃ x,y).f(x,y) :⌵: (∃ x).f(x,x)
(∃ x,y).f(x,y)
etc..



     

     Die Regel entspricht aber in gewissem Sinne dem, was man eine “Annahme” genannt hat. Sie ist quasi ein Satzradikal (chemisch gesprochen). Und es ist charakteristisch für die Art unserer Untersuchung, daß wir uns nicht für die Sätze interessieren, die mit diesem Radikal gebildet werden (können). Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Regel; nicht, daß ich sie jemandem anbiete, nicht, daß jemand sie benützt, etc.. Sie könnte, glaube ich, verglichen werden dem Plan eines Hauses, ich meine einer Zeichnung, die als Plan eines Hauses gebraucht werden kann, der aber kein existierendes Haus entspricht und von der auch nicht gesagt wird, daß ihr einmal eines entsprechen soll, etc..


     

     Die Beschreibung einer neuen, etwa übersichtlicheren, Notation (denn auf die Übersichtlichkeit kommt es    uns   an) ist dann von der gleichen Art, wie die Beschreibung einer jener Sprachen, die die Kinder erfinden

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oder von einander lernen, worin z.B. jeder Vokal der gewöhnlichen Sprache | // Wörter// verdoppelt und zwischen die Teile der Verdoppelung ein b gestellt wird. Hier sind wir ganz nah an's Spiel herangekommen. So eine Beschreibung oder ein Regelverzeichnis kann man als Definiens des Namens der Sprache oder des Spiels auffassen. Denken wir auch an die Beschreibung des Zeichnens, Konstruierens, irgend einer Figur, etwa eines Sternes (welches auch in Spielen eine Rolle spielt). Sie lautet etwa so: “Man zieht eine Gerade von einem Punkt A nach einem Punkt B, etc.etc.”. Diese Beschreibung könnte ich offenbar auch| // einfach// durch eine Vorlage, d.h. Zeichnung, ersetzen.
     Das, was hier irrezuführen scheint, ist ein Doppelsinn des Wortes “Beschreibung”, wenn man einmal von der Beschreibung eines wirklichen Hauses oder Baumes etc. spricht, ein andermal| // einmal// von der Beschreibung einer Gestalt, Konstruktion, etc., einer Notation, eines Spiels. Worunter aber eben nicht ein Satz gemeint ist der sagt, daß ein solches Spiel irgendwo wirklich gespielt, oder eine solche Notation wirklich verwendet wird; vielmehr steht die Beschreibung statt der hier gebrauchten Wörter “ein solches Spiel” und “eine solche Notation”.
     Die Beschreibung einer Notation fängt (man?) charakteristischerweise| charakteristisch oft mit den Worten an: “Wir    können   auch so schreiben: …”. Man könnte fragen: “was ist das für eine Mitteilung ‘wir können …’?” etc.. Man schreibt auch etwa: “übersichtlicher wird unsere Darstellung, wenn wir statt … schreiben: …; und die Regeln geben …”; und hier stehen die Regeln in einem Satz.


     

     Denken wir uns etwa ein Bild, einen Boxer in bestimmter Kampfstellung darstellend. Dieses Bild kann nun dazu gebraucht werden um jemandem mitzuteilen, wie er stehen, sich halten soll; oder, wie er sich nicht halten soll; oder, wie ein bestimmter Mann dort und dort gestanden hat| // ist//;


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etc.etc.. Man könnte dieses Bild ein Satzradikal nennen.


     

Eine Regel, könnte man sagen, ist kein Befehl, sondern quasi ein Vorschlag.
Man könnte sich die Regeln eines Spiels auch in der Form gegeben denken: “Willst Du nicht folgendes Spiel spielen: …”



     


     ‘Regel’ ist in demselben Sinne ein Begriff mit verschwommenen Rändern, wie ‘Blatt’ oder ‘Stiel’ oder ‘Tisch’, etc..


     


     Wenn man eine Notation beschreibt, sagt man etwa: “ich will| // werde// in diesem Buch statt ‘p oder q’ ‘p ⌵ q’ schreiben”, und das ist natürlich ein kompletter Satz. Das aber, was ich ‘Regel’ nennen will, und etwa “p oder q . = . p ⌵ q” geschrieben wird, ist keiner. — Was ich ‘Regel’ nenne, soll nichts von einer bestimmten (oder auch unbestimmten) Zeit oder einem Ort der Anwendung enthalten, sich auf keine bestimmten (oder unbestimmten) Personen beziehen; sondern nur Instrument der Darstellung sein.
     Wir sagen nun: “wir gebrauchen die Wörter ‘rot’ und ‘grün’ in solcher Weise, daß es als sinnlos gilt (kontradiktorisch ist) zu sagen, am selben Ort sei zu gleicher Zeit rot und grün”. Und dies ist natürlich ein Satz. Erfahrungssatz über unsere tatsächliche Sprache.


     


      Die Stellung der Spielregeln zu den Sätzen. Eine Regel verhält sich zu einen Erfahrungssatz ähnlich, wie die Zeichnung, die die charakteristischen Merkmale eines Wohnhausplanes hat, zu der Beschreibung, welche sich einer solchen Zeichnung bedient, und welche sagt, daß so ein Haus dort und dort existiere| // stehe//.
     Der Respekt, den man vor den Regeln (z.B. des Schachspiels) hat, ich meine, daß man sie annimmt ohne sich über sie zu wundern | sich nicht über sie wundert,|//, — des Schachs z.B. — hat, — daß wir sie annehmen, uns nicht über sie wundern — entspringt| // kommt// daher,| (z.B. des Schachspiels) hat, warum wir ihre Autorität — sozusagen — nicht in Frage ziehen, kommt daher, daß die Spiele, die diese Regeln charakterisieren| beschreiben| von den Regeln| ihnen charakterisiert| beschrieben werden, uns in vielerlei Beziehung| Weise| Hinsicht gemäß sind. Denken wir uns aber, ich erfände| //beschriebe// ein Spiel, das ich etwa “Abrakadabra” nenne| es soll etwa “Abrakadabra” heißen,| ich will es etwa “Abrakadabra” nennen, und gebe dafür die Regel| indem ich die Regel gebe: “Man lege einen Feldstein in eine viereckige Kiste, nagle die Kiste zu und werfe mit einem andern Stein nach ihr” — gewiß hat dieses Gebilde auch das Recht, eine Regel genannt zu werden.


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Man wird nur fragen: “was soll das alles? wozu sollen wir das machen?” Aber auf solche Fragen geben ja auch die Schachregeln keine Antwort. Aber in dem Fall der eben gegeben| jener Regel fällt das Wort “man lege … und werfe” auf,| // fällt das Wort auf “man lege … und werfe”,// nämlich die imperative Form| der Imperativ; man möchte fragen: warum soll ich … legen etc., oder in welchem Fall? Was muß mein Zweck sein, damit ich das tun soll? Das heißt, der Imperativ scheint uns hier unsinnig. Aber er ist es ebensowenig, wie in einer gewöhnlichen Spielregel. Nur sieht man hier| // in diesem Fall // klar, daß man es nicht mit einem Befehl zu tun hat. Höchstens mit der Definition von “Abrakadabra; nämlich: “Abrakadabra spielen” heißt, einen Feldstein in eine Kiste legen, etc..


     


      Kaufe Dir in einer Spielwarenhandlung ein Spiel. Du erhältst eine Schachtel darin die Implemente des Spiels & ein Regelverzeichnis. Was sind die Regeln dieses Verzeichnisses für Sätze? Wird Dir vom Erzeuger des Spiels befohlen so & so zu handeln, oder wird es Dir angeraten? Oder wird Dir mitgeteilt daß die & die Menschen, oder alle Menschen, so handeln? Nun, sieh doch nur n¿a¿ch wie das Regelverzeichnis gebraucht wird! Die meisten Leute die das Spiel kaufen lesen die Regeln & spielen nach ihnen. —



     

“Wenn der Satz von den Spielfiguren handelt so ist er also ein Erfahrungssatz!” — So ist also auch dies ein Erfahrungssatz: “Alle Wohlgerüche Arabiens …”?



     

Dieser Satz kann die Rolle eines Erfahrungssatzes spielen & die Sätze des Regelverzeichnisses könnten die Rolle von Befehlen, von Ratschlägen oder von Erfahrungssätzen spielen, (sie) tun es aber nicht.

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Eine Richtige Erklärung könnte in so einem Falle durch ein gemaltes Bild gegeben werden zusammen mit den Worten| und den Worten “so ähnlich hat der Boden ausgesehen”. Denken wir uns aber nun es wollte jemand| wir wollten die Erklärung exakt machen indem wir sagen: “der Boden hat genau so ausgesehen”. Also genau diese Gräser & Blätter in diesen Lagen waren dort? Das ist es offenbar nicht was ich meinte. Welche exakte Erklärung immer mir Einer gäbe, ich könnte keine anerkennen.


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Die strikten grammatischen Spielregeln und der schwankende Sprachgebrauch.
Die Logik normativ.
Inwiefern reden wir von idealen Fällen, einer idealen Sprache? (“Logik des luftleeren Raums”.)








     

     Was heißt es, zu wissen, was eine Pflanze ist?
     Was heißt es, es zu wissen und es nicht sagen zu können?
     “Du weißt es und kannst hellenisch reden, also mußt Du es doch sagen können.”
     Müßigkeit einer Definition, etwa der, des Begriffs ‘Pflanze’. Aber ist die Definition kein Erfordernis der Exaktheit? “Der Boden war ganz mit Pflanzen bedeckt”: damit meinen wir nicht Bazillen. Ja, wir denken dabei vielleicht an grüne Pflanzen einer bestimmten Größenordnung. Wer uns sagen würde, wir wissen nicht, was wir reden, ehe wir eine Definition der Pflanze gegeben haben, würden wir mit Recht für verrückt halten. Ja, wir könnten auch mit einer solchen Definition uns in den gewöhnlichen Fällen nicht besser verständigen. Ja, es scheint sogar, in gewissem Sinne schlechter, weil gerade das Undefinierte in diesem Fall zu unserer Sprache zu gehören scheint.


     

Ist eine scharfe Photographie immer & für alle Zwecke immer besser als eine unscharfe verschwommene? Was, wenn Einer| man sagen würde: “ein unscharfes Bild ist eigentlich gar kein Bild”?!



     

     Denken wir uns in dem Satz einer Erzählung “der Boden war ganz mit Gräsern und Kräutern bedeckt” die Wörter “Gräser” und “Kräuter” durch Definitionen ersetzt. Es ist klar, daß diese Definitionen lange und komplizierte Ausdrücke sein müssen| // werden //; und nun ist die Frage, ob wir denn wirklich mit dem Satz das gemeint haben, was jetzt in dem ungleich viel komplizierteren steht. Wir würden — glaube ich — sagen, daß wir an alles das gar nicht gedacht hätten.


     


     Kann man nun aber auf eine solche Sprache die Idee des Kalküls anwenden? Und ist das nicht so, als wollte man in einem Bild, worin alle Farbflecken ineinander verlaufen, von Farbgrenzen reden? Oder liegt die Sache so: Denken wir uns ein Spiel, etwa das Tennis, in dessen Regeln nichts über die Höhe gesagt ist, die ein Ball im Flug nicht übersteigen darf. Und nun sagte Einer: Das Spiel ist ja gar nicht geregelt, denn, wenn Einer den Ball so hoch wirft, daß er nicht wieder auf die Erde zurückfällt, oder so weit, daß er um die Erde herumfliegt, so wissen wir nicht, ob dieser Ball als ‘out’ oder ‘in’ gelten soll. Man würde ihm — glaube ich — antworten, wenn ein solcher Fall einträte, so werde man Regeln für ihn geben, jetzt sei es nicht nötig.


     


     So können doch grammatische Regeln über den Gebrauch des Wortes “Pflanze” gegeben werden und wir können also auf Fragen von der Art “folgt aus    diesem   Sachverhalt, daß dort eine Pflanze steht” Bescheid geben. Auf andere solche Fragen aber sind wir nicht gerüstet und können antworten: Ein solcher Fall ist noch nie vorgekommen und es wäre für uns müßig, für ihn vorzusorgen.
(Wenn es etwa gelänge, ein Lebewesen halb maschinell und halb auf organischem Weg zu erzeugen, und nun gefragt würde: ist das nun noch ein Tier (oder eine Pflanze).)


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     Wenn etwa beim Preisschießen für gewisse Grenzfälle keine Bestimmung getroffen wäre, ob dieser Schuß noch als Treffer ins Schwarze gelten soll (oder nicht). Nehmen wir nun aber an, ein solcher Schuß komme bei unserem Preisschießen gar nicht vor; könnte man dann dennoch sagen, die ganze Preisverteilung gelte nichts, weil für diesen Fall nicht vorgesehen | // vorgesorgt// war?


     


     Ich mache mich nicht anheischig ein Regelverzeichnis aufzustellen das alle unsere Sprachhandlungen regelt; sowenig ein Jurist es versucht für sämtliche Handlungen der Menschen Gesetze zu geben.




     


     Ich mache mich doch anheischig, das Regelverzeichnis unserer Sprache aufzustellen: Was soll ich nun in einem Fall, wie dem des Begriffes ‘Pflanze’, tun?
     Soll ich sagen, daß für diesen und diesen Fall keine Regel aufgestellt ist? Gewiß, wenn es sich so verhält. Soll ich aber also sagen, es gibt kein Regelverzeichnis unserer Sprache und das ganze Unternehmen, eins aufzustellen, ist Unsinn? — Aber es ist ja klar, daß es nicht unsinnig ist, denn wir stellen ja mit Erfolg Regeln auf, und wir müssen uns nur enthalten, Dogmen aufzustellen.
(Was ist das Wesen eines Dogmas? Besteht es nicht darin, naturnotwendige Sätze über alle möglichen Regeln zu behaupten?) | // Ist es nicht die Behauptung eines naturnotwendigen Satzes über alle möglichen Regeln?)//



     

Was ist eine exakte Definition im Gegensatz zu einer unexakten? Nun etwa; eine Definition in der nicht das Wort “ungefähr”, “beiläufig” & ähnliche vorkommen.


     


     “Ich weiß, was eine Pflanze ist, kann es aber nicht sagen”. Hat dieses Wissen die Multiplizität eines Satzes, der nur nicht ausgesprochen wurde? So daß, wenn der Satz ausgesprochen würde, ich ihn als den Ausdruck meines Wissens anerkennen würde? — Ist es nicht vielmehr wahr, daß jede exakte Definition als Ausdruck unseres Verstehens abgelehnt werden müßte? D.h., würden wir nicht von so einer sagen müssen, sie bestimme zwar einen, dem unseren verwandten, Begriff, aber nicht diesen selbst? Und die Verwandtschaft sei etwa die, zweier Bilder, deren eines aus unscharf begrenzten Farbflecken, das andere aus ähnlich geformten und verteilten, aber scharf

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begrenzten, bestünde. Die Verwandtschaft wäre dann ebenso unleugbar, wie die Verschiedenheit.


     


     Die Frage ist nun: kannst Du bei dem ersten Bild auch von Flecken reden? Gewiß, nur in einem anderen, aber verwandten, Sinn.


     


     Das heißt: die unscharfen Grenzen gehören zu meinem Begriff der Pflanze, so wie er jetzt ist, d.h. so, wie ich dieses Wort jetzt gebrauche, und es charakterisiert diesen Begriff, daß ich z.B. sage: ich habe darüber keine Bestimmung getroffen, ob dieses Ding eine Pflanze heißen soll oder nicht.


     

     Es verhält sich doch mit dem Begriff ‘Pflanze’ ähnlich, wie mit dem der Eiförmigkeit, wie wir sie im gewöhnlichen Leben meinen. Die Grenzen dieses Begriffs sind nicht scharf bestimmt und wir würden z.B. ein Osterei von dieser Form
nicht als solches gelten lassen und doch nicht sagen können, bei welchem Verhältnis der Länge und Breite etwas anfängt, ein Osterei zu sein. Ja, wenn Einer nun ein solches Verhältnis angäbe,    was es auch sei  , so könnten wir es nicht als die richtige Begrenzung unseres Begriffs anerkennen. Sondern wir müßten entweder sagen: nein, das nenne ich kein Osterei, es ist zu schlank, oder zu dick etc., oder: ja, das ist    auch   ein Osterei, aber der Grenzfall ist es nicht gerade. Diesen gibt es eben nicht in unserm Kalkül und wer einen Grenzfall einführt, führt einen andern Kalkül ein.


     

     Wenn man sagt “N. existiert nicht”, so kann das verschiedenerlei bedeuten. Es kann heißen, daß ein Mann, der, als er lebte, diesen Namen trug, nicht, oder nicht zu einer gewissen Zeit, in einem gewissen Land existiert hat; aber auch, daß spätere Geschichtsschreiber den Charakter, den wir so


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(etwa “Moses”) nennen, erfunden haben, daß die und die Ereignisse nie stattgefunden haben und ihr Held also nie gelebt hat. D.h. also: kein Mensch hat Moses geheißen und diese Taten vollbracht; oder: das Ding, das Dir als Herr N vorgestellt wurde, war eine Puppe; etc.. Denken wir uns, es sagte uns Einer, er habe Moses auf der Straße gesehen. Wir würden ihn dann fragen: “wie meinst Du das: Du hast ihn gesehen? Wie wußtest Du denn, daß er es war?” und nun könnte der Andre sagen: “er hat es mir gesagt”, oder “er sah so aus, wie ich mir Moses vorstelle”, oder “er hatte diese und diese Merkmale”, etc.. Ich will doch wohl das sagen, was Russell dadurch aus drückt, daß der Name Moses durch verschiedene Beschreibungen definiert sein kann (“der Mann, welcher ‘Moses’ hieß und zu dieser Zeit an diesem Ort lebte”, oder “der Mann — wie immer er damals genannt wurde — welcher die Israeliten durch die Wüste führte”, oder “der Mann, der als kleines Kind von der Königstochter aus dem Nil gefischt wurde”, etc.etc.). Und je nachdem wir die eine oder andere Definition annehmen, bekommt| “Moses hat nicht existiert” — das kann heißen: Es hat nicht einen Menschen gegeben der alle die Taten die von Moses berichtet werden getan hat. Es hat keinen Mann mit Namen ‘Moses’ gegeben der die Israeliten durch die Wüste geführt hat. Es hat so einen Mann gegeben aber er hat nicht “Moses” geheißen.
      Russell würde sagen daß wir den Namen Moses durch verschiedene Beschreibungen definieren können. (“Der Mann, welcher ‘Moses’ hieß und zu dieser Zeit an diesem Ort lebte”, oder “der Mann — wie immer er damals genannt wurde — welcher die Israeliten durch die Wüste führte”, oder “der Mann, der als kleines Kind von der Königstochter aus dem Nil gefischt wurde”, etc.etc.). Je nachdem wir die eine oder andere Definition annehmen erhält…
der Satz “Moses hat existiert” einen andern Sinn und ebenso jeder andere Satz, der von Moses handelt. Man würde| // könnte // auch immer, wenn uns jemand sagte “N existiert nicht” fragen: “was meinst Du? willst Du sagen, daß …, oder daß … etc.?” — Wenn ich nun sage: “N ist gestorben” so kann es mit “N”    etwa   folgende Bewandtnis haben: Ich glaube, daß ein Mensch N gelebt hat: den ich 1.) dort und dort gesehen habe, der 2.) so und so ausschaut, 3.) das und das getan hat und 4.) in der bürgerlichen Welt den Namen “N” führt. Gefragt, was ich unter “N” verstehe, würde ich alle diese Dinge, oder einige von ihnen, und bei verschiedenen Gelegenheiten verschiedene, aufzählen. Meine Definition von “N” wäre also: der Mann, von dem alles das stimmt. Wenn aber nun einiges davon sich als falsch erwiese, — wäre der Satz “N ist gestorben” nun als falsch anzusehen? auch, wenn nur etwas vielleicht ganz Nebensächliches, was ich von dem Menschen glaubte, nicht stimmen würde; — und wo| wo aber fängt das Hauptsächliche| Nebensächliche an? Das kommt nun darauf


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hinaus, daß wir den Namen “N” in gewissem Sinne ohne feste Bedeutung gebrauchen, oder: daß wir bereit sind, die Spielregeln nach Bedarf zu verändern (make the rules as we go along). Das erinnert an das, was ich früher einmal über die Benützung der Begriffswörter, z.B. des Wortes “Blatt” oder “Pflanze”, geschrieben habe. — Und hier erinnere ich mich daran, daß Ramsey einmal betont hat, die Logik sei eine “normative Wissenschaft”. Wenn man damit meint, sie stelle ein Ideal auf, dem sich die Wirklichkeit nur nähere, so muß gesagt werden, daß dann dieses “Ideal” uns nur als ein Instrument der annähernden Beschreibung der Wirklichkeit interessiert.
“Die Logik ist eine normative Wissenschaft” sollte doch wohl heißen sie stelle Ideale auf denen wir nachstreben sollen. Aber so ist es ja nicht. Die Logik stellt exakte Kalküle auf.
Es ist allerdings möglich, einen Kalkül genau zu beschreiben und zwar zu dem Zweck, um dadurch eine Gruppe anderer Kalküle beiläufig zu charakterisieren. Wollte z.B. jemand wissen, was ein Brettspiel ist, so könnte ich ihm zur Erklärung das Damespiel genau beschreiben und dann sagen: siehst Du, so ungefähr funktioniert jedes Brettspiel. — War es nun nicht ein Fehler von mir (denn so scheint es mir jetzt) anzunehmen, daß der, der die Sprache gebraucht, immer    ein bestimmtes Spiel   spiele? Denn, war das nicht der Sinn meiner Bemerkung, daß alles an einem Satz — wie beiläufig immer er ausgedrückt sein mag — ‘in Ordnung ist’? Aber wollte ich nicht sagen: alles müsse in Ordnung sein, wenn Einer einen Satz sage und ihn anwende? Aber daran ist doch weder etwas in Ordnung noch in Unordnung, — in Ordnung wäre es, wenn man sagen könnte: auch dieser Mann spielt ein Spiel nach einem bestimmten, festen Regelverzeichnis.


     


     Denn ich habe zur Feststellung der Regel, nach der er handelt, zwei Wege angegeben. Der eine, der hypothetische, bestand in der Beobachtung seiner Handlungen und die Regel war dann von der Art eines naturwissenschaftlichen Satzes. Der andere war, ihn zu fragen, nach welcher Regel er vorgehe. Wie


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aber, wenn der erste Weg ?—kein klares Resultat ergibt—? und die Frage keine Regel zu Tage fördert, wie es im Fall “N ist gestorben” geschieht. Denn, wenn wir den, der das sagte, fragen “was ist N?” so wird er zwar ‘N’ durch eine Beschreibung erklären, wird aber bereit sein, diese Beschreibung zu widerrufen und abzuändern, wenn wir ihm den einen oder andern Satz widerlegen| // entziehen//. Wie soll ich also die Regel bestimmen| // auffassen//, nach der er spielt? er weiß sie selbst nicht. Ich könnte eine Regel nur nach dem bestimmen, was er auf die Frage “wer ist N” in diesem Fall gerade antwortet.


     

Unsre Untersuchung trachte nicht die exakte Bedeutung der Wörter zu finden; wohl aber geben wir den Wörtern im Verlauf unsrer Untersuchung oft exakte Bedeutungen.



     

     Steckt uns da nicht die Analogie der Sprache mit dem Spiel ein Licht auf? Wir können uns doch sehr wohl denken, daß sich Menschen auf einer Wiese damit unterhielten, mit einem Ball zu spielen; und zwar so, daß sie verschiedene bestehende Spiele der Reihe nach anfingen, nicht zu Ende spielten und etwa dazwischen sogar planlos den Ball würfen, auffingen, fallen ließen etc.. Nun sagte Einer: die ganze Zeit hindurch spielen die Leute ein Ballspiel und richten sich daher bei jedem Wurf nach gewissen| // bestimmten// Regeln. — Aber — wird man einwenden — der den Satz “N ist gestorben” gesagt hat, hat doch nicht planlos Worte aneinander gereiht (und darin besteht es ja, daß er ‘etwas mit seinen Worten gemeint hat’). — Aber man kann wohl sagen: er sagt den Satz planlos, was sich eben in der beschriebenen Unsicherheit zeigt. Freilich ist der Satz von irgendwo hergenommen und wenn man will, so spielt er nun auch ein Spiel mit sehr primitiven Regeln; denn es bleibt ja wahr, daß ich auf die Frage “wer ist N”    eine Antwort   bekam, oder eine Reihe von Antworten, die nicht gänzlich regellos waren. — Wir können sagen: Untersuchen wir die Sprache auf ihre Regeln hin. Hat sie dort und da keine Regeln, so ist    das   das Resultat unsrer Untersuchung.


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     Wenn aber der Träger dem Namen abhanden kommen, oder nie existiert haben kann, so mußte man beim Gebrauch des Namens von vornherein damit rechnen. Das mußte in seiner Bedeutung liegen. ((Es sei denn, daß wir diese Bedeutung geändert haben, oder, daß das Wort keine    bestimmte   Bedeutung hatte; denn welches ist die Bedeutung, wenn er sie nicht angeben kann? Nun, wir werden sein tatsächliches Verhalten durch ein “Schwanken zwischen mehreren Bedeutungen” beschreiben können. Es ist wohl wesentlich, daß ich ihn fragen kann: was hast Du eigentlich gemeint. Und als Antwort wird er mir vieles sagen, und sich vielleicht an mich wenden, daß ich ihm das Regelverzeichnis einrichte, das seinem Zweck entspricht. Es wird sich dann in unserm Gespräch oft die Redeweise finden “Du wolltest also eigentlich sagen …” (und diese kann wieder ganz mißverstanden werden — sie ist keine Beschreibung des damaligen Geisteszustands des Sprechenden; als ob das “was er sagen wollte” irgendwo in seinem Geist ausgedrückt gewesen wäre). Aber hier| Hier ist eine Gefahr: Es scheint nämlich dann (leicht)| oft als landeten wir am Schlusse bei? etwas,| erreichten wir endlich etwas, was wir mit unserer gewöhnlichen Sprache gar nicht mehr ausdrücken können. Das ist aber das sicherste Zeichen (dafür), daß wir fehl gegangen sind; aus unserm Spiel herausgetreten sind. — Was versteht man unter “allen Regeln des Tennisspiels”? Alle Regeln, die in einem bestimmten Buche stehen, oder alle die der Spieler im Kopf hat, oder alle die je ausgesprochen wurden, oder gar: alle die sich angeben lassen?! — Daher wollen wir lieber nicht so vag von ‘allen Regeln’ reden, sondern nur von bestimmten Regeln, oder allen Regeln eines Verzeichnisses, etc.. Und das gleiche gilt von den Regeln über die Verwendung eines Wortes. Wenn Einer mich, z.B., etwas fragt, so will ich, wenn ich ihm antworte, wissen, ob diese Antwort in seinem Spiel als Antwort auf seine Frage gilt; ob in seinem Spiel dieser Satz aus jenem folgt| // aus dem, was er gesagt hat, folgt//.
     Für uns ist es genügend, daß es eine Frage gibt: “wie meinst Du das?”


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und daß als Antwort auf diese Frage das zuerst gegebene Zeichen durch ein neues ersetzt wird. — Der Einwand dagegen ist, daß mir    eine   Erklärung ja nichts zum Verständnis hilft, wenn sie nicht die letzte ist, und daß sie nie die letzte ist. Ich kann zwar erklären: unter ‘Moses’ verstehe ich den Mann, wenn es einen solchen gegeben hat, der die Israeliten aus Ägypten geführt hat, wie immer er damals genannt worden sein mag und was immer er sonst getan oder nicht getan haben mag —, aber ähnliche Fragen ergeben sich nun in Bezug auf die Wörter    dieses   Satzes| // dieser Erklärung// (was nennst Du “Ägypten”? wen, “die Israeliten”? etc.). Ja, diese Fragen kommen auch nicht zu einem Ende, wenn wir etwa bei Worten| // Wörtern// wie ‘rot’, ‘dunkel’, ‘süß’, angelangt wären. Unrichtig war es nur, zu sagen, daß mir deshalb eine dieser Erklärungen nichts hilft. Im Gegenteil, sie ist es gerade, was ich brauche, ja alles, was ich brauchen, und auch geben kann.| Als ich nach einer Erklärung fragte, war es gerade das was ich brauchte. Und wenn ich auf eine solche Erklärung hin sage “jetzt weiß| // versteh'// ich, was Du meinst”, so kann man nicht einwenden, das könne ich ja doch nie verstehen; sondern seine Erklärung hat mir eben das gegeben, was ich Verständnis nenne; sie hat    die   Schwierigkeit beseitigt,    die ich hatte  . Was uns quälte, ist, glaube ich, ganz in dem Pseudoproblem ausgedrückt: Das Schachspiel ist doch durch die Gesamtheit der Schachregeln konstituiert, — was macht dann das Rücken einer Figur im Spiel zu einem Schachzug, da doch dabei in keiner Weise alle Regeln des Schachspiels beteiligt sind.))


     


Es ist nicht unsere Aufgabe unsere Sprache wesentlich zu verbessern, exakter zu machen, oder etwa (gar) zu versuchen an ihre Stelle eine ‘ideal exakte’ zu setzen. Ich habe| Wir haben von einer solchen gar keinen Begriff. Damit meine ich nicht, daß wir für unsere Zwecke nicht auf präziseren Ausdruck dringen.
      Wer die Verkehrsregelung an Stellen starken Verkehrs verbessern oder strenger gestalten will


     

Wir können freilich von Zeitmessungen reden bei denen es eine andere & im gewissen Sinne größere Genauigkeit gibt. Bei denen die Worte die Uhr auf die genaue Stunde stellen eine andere Bedeutung haben. Wo die Uhr ablesen ein anderer Prozeß ist etc. Wenn ich nun jemandem sage Du solltest pünktlicher zum Mittagessen kommen Du weißt daß es genau um 2h anfängt ist die Genauigkeit von der hier die Rede ist eine unvollkommene im Vergleich zu jener andern. Und gibt es ein Ideal der Genauigkeit.



     

     Die Verkehrsregelung in den Straßen erlaubt & verbietet gewisse Verkehrshandlungen. Aber sie versucht nicht sämtliche Handlungen| Bewegungen der Fußgänger & Fahrzeuge durch Regeln zu leiten| Vorschriften zu regeln. Und es wäre unsinnig von einer idealen Verkehrsordnung zu reden die das täte. Wir wüßten nicht was wir unter diesem Ideal vorstellen sollten| wie wir uns dieses Ideal zu denken hätten. Wünscht einer die Verkehrsordnung in irgendwelchen Punkten strenger zu gestalten so bedeutet das nicht daß er sich so einem Ideal zu nähern wünscht.



     

     Was bedeutet “undefinierbar”? Dieses Wort ist offenbar irreführend, denn es erweckt den Anschein, als könnten wir hier etwas versuchen, was sich dann als unausführbar erwiese. Als wäre also das Undefinierbare etwas, was sich nicht weiter definieren ließe, wie sich ein zu großes Gewicht nicht heben läßt. Wir könnten sagen: “Wie denn ‘undefinierbar’?! Könnten wir


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denn    versuchen  , es zu definieren?”


     


     Was wir Regeln nennen bilden wir nach Analogie von bestehenden Regeln.



     

     Wir wissen alle was es heißt daß eine Taschenuhr auf die genaue Stunde gestellt wird, oder gerichtet wird , damit sie genau geht. Wie aber wenn man fragte: ist diese Genauigkeit eine ideale Genauigkeit &| oder wie weit nähert sie sich ihr?



     


      Ist “rot” undefinierbar. Undefinierbar darunter stellt ¿man¿ sich etwas vor wie unanalysierbar, zwar so als wäre der betreffende Gegenstand unanalysierbar (wie ein chemisches Element). Dann wäre die Logik aber doch eine Art sehr allgemeiner Naturwissenschaft. Aber die Unmöglichkeit der Analyse entspricht einer von uns festgesetzten Darstellungsform| Form der Darstellung.


     

Gibt es ein komplettes Regelverzeichnis für die Verwendung eines Wortes?
Gibt es ein komplettes Regelverzeichnis für die Verwendung einer Figur im Schachspiel?



     

     Nun könnte man freilich sagen: die Definition ist ja etwas Willkürliches, d.h., wie ich ein Wort definiere, so ist es definiert. Aber darauf kann geantwortet werden: Es kommt darauf an, es so zu definieren, wie wir das Wort meinen. Also so, daß wir zur Definition des Wortes “Tisch”, z.B., sagen: ja, das ist es, was ich mit dem Wort meine. — Ja hat Dich nun aber die Definition dahin gebracht, das mit dem Wort zu meinen oder willst Du sagen, daß Du das schon immer gemeint hast? Und wenn das Letztere, so hast Du also immer    das   gemeint, was die Definition sagt (im Gegensatz zu etwas Anderem, was sie auch sagen könnte). D.h.: die Definition ist auch eine Beschreibung dessen, was Du schon früher gemeint hast. Du warst also auch früher schon im Besitz einer Übersetzung dieser Definition; sie hat sozusagen nur laut gesagt, was Du schon im Stillen wußtest. Sie hat also auch wesentlich nichts zergliedert. (Vergleiche: Begriff der 3 Teilung des Winkels vor & nach der Betrachtung die die Unmöglichkeit der 3 Teilung zeigt.)


     

Man kann fragen: Wenn wir nicht nach einer idealen Exaktheit streben| eine ideale Exaktheit anstreben im Gegensatz zu der alltäglichen, wozu arbeiten wir mit| hantieren wir an der Grammatik unserer Sprache überhaupt herum. Und die Antwort ist: wir suchen uns von philosophischen Beunruhigungen zu befreien & das tun wir indem wir Unterscheidungen welche die Grammatik der gewöhnlichen Sprache verschleiert, hervorheben. Sozusagen Regeln die mit verblaßter Tinte geschrieben sind, stark nachziehen und anderes mehr. Dadurch kann es allerdings den Anschein haben als reformierten wir die Sprache.


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     Denken wir uns Jemand, der die| // alle// Formen in diesem Zimmer beschreibt, indem er sie mit ebenflächigen geometrischen Formen vergleicht. Gibt es in diesem Zimmer nur solche Formen? Nein. — Muß der, der die Formen unter dem Gesichtspunkt der ebenflächigen Körper beschreibt, behaupten, es gäbe nur solche Formen im Zimmer? Auch nicht. Kann man sagen, daß das einseitig ist, weil er alle Formen durchgängig nach diesem Schema auffaßt? Und sollte es ihn in| // an// dieser Auffassung irre machen, wenn er bemerkt, daß auch runde Körper vorhanden sind? Nein. Es wäre auch irreführend, den ebenflächigen Körper ein “Ideal” zu nennen, dem sich die Wirklichkeit nur mehr oder weniger nähert. Aber die Geometrie der ebenflächigen Körper könnte man mit Bezug auf diese Darstellungsweise| // Darstellung// eine normative Wissenschaft nennen. (Eine, die das Darstellungsmittel darstellt; gleichsam eine, die die Meßgläser eicht.)


     


     Ich habe ein Bild mit verschwommenen Farben und komplizierten Übergängen. Ich stelle ein einfaches mit klargeschiedenen Farben, aber mit dem ersten verwandtes, daneben. Ich sage nicht, daß das erste eigentlich das zweite| andere sei; aber ich lade den Andern ein, das einfache anzusehen, und verspreche mir davon, daß gewisse Beunruhigungen für ihn verschwinden werden.



     

Wer etwa … einführte könnte im Interesse der Chemie die Sprache verbessern …



     


     Behandle die deutlichen Fälle in der Philosophie, nicht die undeutlichen. Diese werden sich lösen, wenn jene gelöst sind.
     Die Tendenz mit der Untersuchung eines Satzes da anzufangen, wo seine Anwendung ganz nebelhaft und unsicher ist (der Satz der Identität ist ein gutes Beispiel), anstatt diese Fälle vorläufig beiseite zu lassen und den Satz dort anzugehen, wo wir mit gesundem Menschenverstand über ihn reden können, diese Tendenz ist für die aussichtslose Methode der meisten Menschen, die philosophieren, bezeichnend.


     

So eine Reform für gewisse praktische Zwecke ist wohl denkbar die Verbesserung unserer Terminologie zur Vermeidung von Mißverständnissen. (Wenn zwei Mitglieder einer Fami lie ‘Paul’ heißen, so ist es manchmal zweckmäßig den einen von ihnen bei einem andern Namen zu nennen.) Aber das sind nicht die Fälle mit denen wir es zu tun haben. Die Konfusionen mit denen wir es zu tun haben| die uns beschäftigen entstehen, gleichsam, wenn die Sprache feiert , nicht wenn sie arbeitet. (Man könnte sagen: wenn sie leer läuft.)



     


     Ich betrachte die Sprache und Grammatik unter dem Gesichtspunkt des Kalküls| // unter der Form des Kalküls| //    als   Kalkül//, d.h. des Operierens nach festgelegten Regeln.| // d.h. als Vorgang nach festgesetzten Regeln.//


     

Wir wollen nicht das Regelsystem in unerhörter Weise verfeinern oder komplettieren| vervollständigen.      Wir wollen Verwirrungen & Beunruhigungen beseitigen die aus der Unübersichtlichkeit des Regelsystems herrühren.| // die aus der Schwierigkeit herrühren, das System zu übersehen.



     


     Untersuchen wir die| // unsere// Sprache    auf ihre Regeln hin  .


     

Es ist als wäre dieses Regelsystem in einem Buch niedergelegt; wir zögen aber dieses Buch in praktischen Fällen beinahe nie zu Rate. Hie & da aber wären wir verleitet| versucht darin zu lesen. Dann aber verwirrt es uns gänzlich; denn vieles darin ist so vergilbt daß wir es kaum lesen können anderes steht klar da, ist aber ohne die nötige Qualifikation falsch & irreführend.



     


     Gibt es so etwas, wie eine komplette Grammatik, z.B., des Wortes ‘nicht’?




     

     Es ist von der größten Bedeutung, daß wir uns zu einem Kalkül der Lo-


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gik immer ein Beispiel denken, auf welches der Kalkül wirklich angewandt wird, und nicht Beispiele, von denen wir sagen, sie seien eigentlich nicht die idealen, diese aber hätten wir noch nicht. Das ist das Zeichen einer ganz falschen Auffassung. Kann ich den Kalkül überhaupt verwenden, dann ist das| // dies // auch die ideale Verwendung und    die   Verwendung, um die es sich handelt. Man geniert sich nämlich einerseits, das Beispiel als das eigentliche anzuerkennen, weil man in ihm noch eine Komplikation erkennt, auf die der Kalkül sich nicht bezieht| … weil man in ihm eine Komplikation sieht für die der Kalkül nicht aufkommt; anderseits ist es doch| aber es ist|. Aber es ist das Urbild des Kalküls und er davon hergenommen, und auf eine geträumte Anwendung kann man nicht warten. Man muß sich also eingestehen, welches das eigentliche Urbild des Kalküls ist.| & dies ist kein Fehler oder|, keine Unvollkommenheit des Kalküls. Der Fehler liegt darin seine Anwendung in nebelhafter Ferne zu versprechen.


     

     Das ist aber kein Eingeständnis — als habe man damit einen Fehler gemacht| // begangen //, den Kalkül von    da  her genommen zu haben, sondern der Fehler liegt darin, ihn jetzt in nebelhafter Weise anzuwenden, oder eine Anwendung zu versprechen.| //… oder eine Anwendung in nebuloser Ferne zu versprechen.//


     

     (So könnte Spengler besser verstanden werden, wenn er sagte: ich    vergleiche   verschiedene Kulturperioden dem Leben von Familien; innerhalb der Familie gibt es eine Familienähnlichkeit, während es auch zwischen den Mitgliedern verschiedener Familien eine Ähnlichkeit gibt; die Familienähnlichkeit unterscheidet sich von der andern Ähnlichkeit so und so etc.. Ich meine: das Vergleichsobjekt, der Gegenstand, von welchem diese Betrachtungsweise abgezogen ist, muß uns angegeben werden, damit nicht in die Diskussion immer Ungerechtigkeiten einfließen. Denn da wird dann alles, was für das Urbild der Betrachtung stimmt| gilt, auch von dem Objekt, worauf wir die Betrachtung anwenden, behauptet| ausgesagt| Denn nun wird alles das vom Objekt der Betrachtung behauptet was für das Urbild stimmt: und behauptet “es    müsse immer   …” Schenkersche Betrachtungsweise der Musik.
     Das kommt nun daher, daß man den Merkmalen des Urbilds einen Halt?? in


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der Betrachtung geben will. Da man aber Urbild und Objekt vermischt, dem Objekt dogmatisch beilegen muß, was nur das Urbild charakterisieren muß | // soll//. Anderseits glaubt man, die Betrachtung ermangle ja der| // habe nicht die// Allgemeinheit, die man ihr geben will, wenn sie nur für den einen besondern? Fall wirklich stimmt. Aber das Urbild soll ja eben als solches hingestellt werden; so? daß es die ganze Betrachtung charakterisiert, ihre Form bestimmt. Es steht also an der Spitze und ist dadurch, ? ausgezeichnet aber nicht dadurch, daß alles, was nur von ihm gilt, von allen Objekten der Betrachtung ausgesagt wird.
[dieser Absatz vom Typisten falsch kopiert]


     


     Die Aristotelische Logik| Der Syllogismus ist ein Spiel, das| Kalkül, der sich auf Sätze anwenden    ßt  .| Der Syllogismus ist ein Kalkül der auf Sätze angewandt werden kann. (Wie das Einmaleins auf Pflaumen.)
[Gehört an eine andere Stelle]


     

Der Syllogismus wartet nicht auf eine zukünftige exakte Anwendung.

Fragen wir uns: Was ist die praktische Anwendung des Syllogismus.



     


     Wie seltsam, wenn sich die Logik mit einer “idealen” Sprache befaßte, und nicht mit    unserer  , denn woher sollten wir diese ideale Sprache nehmen? Und was sollte diese ideale Sprache ausdrücken? Doch wohl das, was wir jetzt in unserer gewöhnlichen Sprache ausdrücken; dann muß die Logik also diese untersuchen. Oder etwas anderes: aber wie soll ich dann überhaupt wissen, was das ist. — Die logische Analyse ist die Analyse von etwas, was wir haben, nicht von etwas, was wir nicht haben. Sie ist also die Analyse der Sätze    wie sie sind  . (Es wäre seltsam, wenn die menschliche Gesellschaft bis jetzt gesprochen hätte, ohne einen richtigen Satz zusammenzubringen.)


     


     Nicht das ist wahr, daß, was ich sage| // wir sagen//, nur für eine “ideale Sprache” gilt (oder Geltung hätte); wohl aber kann man sagen, daß wir eine ideale Sprache konstruieren, in die aber dann alles übersetzbar ist, was in den anderen| // in unidealen// Sprachen gesagt werden kann.


     

     Wenn Einer von einer idealen Sprache redet, so müßte man fragen: in

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welcher Beziehung ‘ideal’?


     

     (Es gibt keine Logik für den luftleeren Raum. Insofern es keine Hypothese in der Logik gibt.)

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Wortarten werden durch ihre Grammatik unterschieden.







     


     Es gibt nicht zwei Wortarten, die ich grammatisch (ganz) gleich behandeln kann, die aber doch zwei Wortarten sind. Sondern die Regeln, die von ihnen handeln, machen die Wortarten aus: dieselben Regeln, dieselbe Wortart. Das hängt damit zusammen, daß, wenn sich ein Zeichen ganz so benimmt wie ein anderes, die beiden dasselbe Zeichen sind.


     


      Verschiedenen Arten von Schachfiguren wie Läufer, Rössel etc. entsprechen verschiedene Wortarten.


     


     Ich komme hier auf jene Methode der Zeichenerklärung, über die sich Frege so lustig gemacht hat. Man könnte nämlich die Wörter “Rössel”, “Läufer”, etc. dadurch erklären, daß man die Regeln angibt, die von diesen Figuren handeln.


     


      Genau dasselbe gilt in jeder Geometrie von den Ausdrücken “Punkt” und “Gerade” etc. Was ein Punkt ist und was eine Gerade, sieht man nur daran, welche Plätze das eine und das andere in dem System von Regeln einnimmt. Denken wir uns etwa ein System von Buchstaben von solcher Art, daß alle

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erlaubten Zeichen Gruppen von 3 Buchstaben sind, und zwar derart, daß ein Buchstabe, der an einer Außenstelle stehen darf, nicht in der Mittelstelle stehen darf und umgekehrt. Diese Regel würde zwischen zwei “Wortarten” unterscheiden und wir könnten das dadurch zum Ausdruck bringen, daß wir für die Außenglieder große, für die Innenglieder kleine Buchstaben verwenden. — Andrerseits aber hat die Unterscheidung zweier Wortarten keinerlei Sinn, wenn sie    nicht   auf die obige Art syntaktisch unterschieden sind, d.h. wenn sie nicht auch ohne die verschiedene Art der Bezeichnung, bloß durch die von ihnen geltenden Regeln, als verschieden zu erkennen wären. (Zwei Rössel könnten einander in keiner Hinsicht ähnlich sehen und wären, wenn man die für sie geltenden Spielregeln kennt, doch als solche gekennzeichnet.) Damit hängt es unmittelbar zusammen, daß das Einführen neuer Gattungsnamen in die Philosophie der Logik uns um kein Haar weiterbringt, solange nicht die syntaktischen Regeln gegeben sind, die den Unterschied machen.


     


     Das Wort “ein gewisser” und seine Grammatik. Ein Beispiel, wie man Worte häuft, um eine Bedeutung zu sichern, statt auf die Spielregeln zu achten. (Als wollte man dem Schachkönig ein wirkliches Gesicht anmalen, um ihm die richtige Wirkung zu sichern.)


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      Was ist ein Sessel?
     Wie sieht der Sessel aus?
     Sind das etwa voneinander unabhängige Fragen?
     Die einzige Funktion des Satzes scheint es, auf dem Gedankenklavier zu spielen; was er| die Musik die er… darauf hervorruft,| hervorruft| hervorbringt, das Gedankengebilde,| — das Gedankengebilde — das ist der Gegenstand unsrer Untersuchung. Seine| Die Anwendung, seine| die Tauschkraft des Satzes im Verkehr, mag uns zwar| wohl manchmal einen Wink geben aber das ist nicht der Sinn des Satzes.



     

Die Frage “wie kann man das wissen” fragt (in einer Bedeutung) nach einem logischen Zusammenhang, wenn sie nach einer logischen Möglichkeit fragt.



     

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Sage mir, was Du mit einem Satz anfängst, wie Du ihn verifizierst, etc., und ich werde ihn verstehen.







     

Wie weiß man wenn es regnet. Wir sehen & fühlen etwa den Regen. Die Bedeutung des Wortes “Regen” wurde uns durch diese| solche Erfahrungen erklärt. “Was ist Regen” & “wie sieht Regen aus” sind logisch verwandte Fragen. Die Erfahrung habe nun gelehrt daß ein plötzliches Fallen des Barometers eintritt wenn es regnet. Denn kann ich nun aus dem Fallen des Barometers entneh men daß es regnet. Ich nenne es ein Symptom dafür daß es regnet. Ob ein Phänomen ein Symptom des Regens ist lehrt die Erfahrung was ein Kriterium dafür ist| als Kriterium dafür gilt daß es regnet ist Sache der Abmachung (Definition).



     

Untersuche seine Nützlichkeit!

     

     Die Angabe| // Beschreibung// der Verifikation eines Satzes ist ein Beitrag zu seiner Grammatik.


     


     Man kann nicht die Möglichkeit der Evidenz mit der Sprache überschreiten. D.h. eigentlich: die Möglichkeit der Evidenz für einen Satz ist eine Angelegenheit der Grammatik.


     

     /Die Frage nach der Verifikation ist nur eine besondere Form der Frage “wie meinst Du das?”./ “Was tut man mit diesem Satz?”.


     


     Wie sich die Sprache von der Beschreibung der Verifikation entfernt. Wie sie abstrakt wird! Man muß wieder entdecken, daß man die Zeit mit der Uhr mißt. — Und erkennt dabei nicht einmal, daß man eine grammatische Entdeckung gemacht hat.


     


      Wie ein Satz verifiziert wird, das sagt er. Vergleiche die Allgemeinheit in der Arithmetik mit der Allgemeinheit von nicht arithmetischen


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Sätzen. Sie wird anders verifiziert und ist darum eine Andere. Die Verifikation ist nicht bloß ein| nicht ein bloßes Anzeichen der Wahrheit, sondern sie bestimmt den Sinn des Satzes. (Einstein: wie eine Größe gemessen wird, das ist sie.)


     

“Der Sessel existiert unabhängig davon ob ihn jemand sieht| wahrnimmt.” Ist das ein Erfahrungssatz oder eine verschleierte Festsetzung der Grammatik? Soll es sagen die Erfahrung habe gelehrt daß ein Sessel nicht verschwindet wenn man sich von ihm wegwendet?



     

     Welches ist die ‘   wirkliche Lage  ’ des Körpers, den ich unter Wasser sehe, was, die ‘   wirkliche Farbe  ’ des Tisches . Welches nennst Du “die wirkliche Lage”? Du selbst kannst es entscheiden. Hier macht eben die Frage nach der Verifikation den Sinn der Worte| // dieser Ausdrücke// klar.


     

Folgt nun daraus, daß ich einen Mann dorten sehe, daß einer sich dort befindet?



     

     Eigentlich hat ja schon Russell durch seine “theory of descriptions” gezeigt, daß man sich nicht eine Kenntnis der Dinge von hinten herum erschleichen kann, und daß es nur    scheinen   kann, als wüßten wir von den Dingen mehr, als sie uns auf geradem Weg geoffenbart haben. Aber er hat durch die Idee der “indirect knowledge” wieder alles verschleiert.


     

Man ist vielleicht geneigt zu glauben| denken: der Sessel steht da| es regnet oder nicht; wie ich das weiß ist eine andere Sache: Wie mich die Kunde davon erreicht hat. Aber fragen wir also so? Was nenne ich denn also eine Kunde daß ein Sessel dort steht? (Oder habe ich auch von dieser Kunde nur Kunde?) Und was macht denn diese Kunde zur Kunde| kennzeichnet denn diese Kunde als Kunde von etwas? Leitet uns da nicht unser sprachlicher Ausdruck irre? Ist das eben nicht ein irreleitendes Bild: “mein Auge gibt mir Kunde davon daß dort ein Sessel steht”?



     

Wir müssen hier nun stark schematisierte Fälle betrachten da die wirklichen zu mannigfach sind.




     

Ob unsere Sinne uns belügen, davon rede ich nicht, sondern nur davon, daß wir ihre Sprache verstehen.


     


     Welche Sätze aus ihm folgen und aus welchen Sätzen er folgt, das macht seinen Sinn aus. Daher auch die Frage nach seiner Verifikation eine Frage nach seinem Sinn ist.


     

Die Frage nach der Verifikation ist eine Frage nach der Methode.


     

     Wende das auf einen Satz an, wie etwa| Betrachten wir den Satz: “es wird niemals Menschen mit 2 Köpfen geben”. Dieser Satz scheint irgendwie ins Unendliche, Unverifizierbare zu reichen und sein Sinn von jeder Verifikation unabhängig zu sein. Aber wenn wir seinen Sinn erforschen wollen, so meldet sich ganz richtig die Frage: Können wir die Wahrheit eines solchen Satzes je wissen, und    wie   können wir sie wissen; und welche Gründe können wir haben, was der Satz sagt anzunehmen oder abzulehnen? Nun wird man vielleicht sa-
gen:


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es ist ja nach dem Sinn gefragt worden; und nicht danach, ob und wie man ihn wissen kann. Aber die Antwort auf die Frage “wie kann man diesen Satz wissen?” ist nicht eine psychologische, sondern sie sagt, aus welchem andern Satz er folgt| mit welchen andern Sätzen er in bestimmtem Zusammenhang des Kalküls steht, gehört also zur Grammatik des ersten.| sondern sie .|
sondern sie erklärt seinen Zusammenhang mit andern Sätzen des Kalküls| // Zusammenhang im Kalkül mit andern Sätzen.|
sondern sie stellt seinen Zusammenhang mit andern Sätzen des Kalküls her.|
sondern sie lehrt Zusammenhänge im Kalkül.
Und die Gründe, die möglich sind den Satz anzunehmen, sind nicht persönliche Angelegenheiten, sondern Teile des Kalküls, zu dem der Satz gehört.
     
Wenn ich frage: wie    kann   ich den Satz “jemand ist im Nebenzimmer” verifizieren, oder wie kann ich herausfinden, daß jemand im Nebenzimmer ist, so ist etwa eine Antwort: “indem ich ins Nebenzimmer gehe und ihn sehe| nachsehe”. Wenn nun gefragt wird “wie    kann   ich ins Nebenzimmer kommen, wenn die Türe versperrt ist”, so ist dieses “kann” ein anderes als das erste: Die erste Frage nach der Möglichkeit (der logischen) hatte eine Erklärung über den Satzkalkül zur Antwort, die zweite Frage war eine nach der physikalischen Möglichkeit und hatte einen Erfahrungssatz zur Antwort: daß man, etwa, die Mauer nicht durchbrechen könne, weil sie zu stark sei, dagegen die Tür mit einem Sperrhaken öffnen könne. Beide Fragen nun sind in gewissem Sinn, aber nicht im gleichen, Fragen nach der Möglichkeiten Verifikation. Und, indem man die erste Art mit der zweiten verwechselt, glaubt man, die Frage nach der Verifikation sei für den Sinn ohne Belang. Die Gründe für die Annahme eines Satzes sind nicht zu verwechseln mit den Ursachen der Annahme. Jene gehören zum Kalkül des Satzes.


     


     So kann ja auch der Satz der Komet … bewege sich in einer Parabel nicht verifiziert werden. Aber können wir ihn nicht verwenden? Denke darüber nach, was wir mit so einem Satz machen. Wie er unsere Beobachtungen leitet.



     

     Die Ursachen, warum wir einen Satz glauben, wären bei der| // für die// Frage, was es denn ist, was wir glauben, allerdings irrelevant, aber nicht so die Gründe, die ja mit dem Satz grammatisch verwandt sind und uns sagen, wer er ist.


     

Wenn Du wissen| erfahren willst, wie ein Mensch seinen Tag verbringt; frage nach seinem Beruf. Hat jeder Mensch einen Beruf? Ist es klar was alles ‘Beruf’ zu nennen ist?


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     Und der Sinn des Satzes ist ja nicht etwas, was wir wie die Struktur der Materie erforschen und was vielleicht zum Teil unerforschlich ist. So daß wir später erst noch einmal daraufkommen könnten, daß dieser Satz von andern Wesen als wir sind, auf eine andere Art gewußt werden kann. So daß er    dieser   Satz mit    diesem   Sinn bliebe, dieser Sinn aber Eigenschaften hätte, die wir jetzt nicht ahnen. Der Satz, oder sein Sinn, ist nicht das pneumatische Wesen, was sein Eigenleben hat und nun Abenteuer besteht, von denen wir nichts zu wissen brauchen. Wir hätten ihm quasi Geist von unserm Geist eingehaucht — seinen Sinn — aber nun hat er sein Eigenleben — wie unser Kind — und wir können ihn (nur) erforschen und mehr oder weniger verstehen. Mathematik.


     


     Die Lagrangeschen Gleichungen, die Keplerschen Gesetze, ein Satz aus der Naturgeschichte, der Satz “dort geht Herr N.N.”, sie haben alle verschiedene Art der Verwendung, wenn auch Verwandtschaft zwischen ihnen besteht. Es sind eben alles Instrumente zu verschiedenartigen (wenn auch bis zu einem gewissen Grade verwandten) Zwecken.



     

     Der Instinkt führt| leitet Einen richtig, der zur Frage führt: Wie kann man so etwas wissen; was für einen Grund können wir haben, das anzunehmen; aus welchen Erfahrungen würden wir so einen Satz ableiten; etc..


     

Und hier kann man ermessen welche unheilvolle Wirkung die Präokkupation mit dem “Sinn” des Satzes, dem “Gedanken”, den er ausdrückt, gehabt hat. Denn so werden den Satz begleitende Empfindungen & Bilder |charakteristische Vorstellungen die mit dem| den Worten des Satzes verbunden sind| sich mit dem| den Worten des Satzes verbinden für wichtig| das ¿Wi¿chtige| Maßgebende angesehen, auch , wo sie es nicht sind & alles auf die Technik einer Verwendung ankommt. —— Und man kann sagen der Satz habe einen andern Sinn wenn er ein anderes Bild macht. Und wenn ich mir erlaube darf Freges Grundgedanken in seiner Theorie vom Sinn & der Bedeutung zu erraten so würde ich nun fortfahren: die Bedeutung des Satzes, im Sinne Freges, sei seine Verwendung| Anwendung.

     


     Der Sinn ist keine Seele des Satzes. Er muß, soweit wir an ihm interessiert sind, sich gänzlich ausmessen lassen, sich ganz in Zeichen offenbaren | // erschließen//.


     

     Wenn man nun fragt: hat es Sinn zu sagen “es wird    nie   das und das geben”? — Nun, welche Evidenz gibt es dafür; und was folgt daraus? — Denn, wenn es keine Evidenz dafür gibt — nicht, daß wir noch nicht im Stande waren sie zu kriegen sondern, daß| // wenn// keine im Kalkül    vorgesehen   wurde, — dann ist damit der Charakter dieses Satzes bestimmt. Wie das Wesen einer Zahlenart dadurch, daß kein Vergleich zwischen ihr und gewissen Rationalzahlen möglich ist.


     


     Übrigens: Eine Zahl, die heute auf bewußte Weise mittels des Fermat'schen Satzes definiert ist, wird dadurch nicht geändert, daß der Beweis


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dieses Satzes, oder des Gegenteils, gefunden wird. Denn der Kalkül dieser Zahl weiß von dieser Lösung des Problems nichts (und wird auch dann nichts von ihr wissen).


     






     

     “Ich werde nie einen Menschen mit 2 Köpfen sehen”; man glaubt durch diesen Satz irgendwie in die Unendlichkeit zu reichen. Quasi, zum mindesten eine Eisenbahn dorthin gelegt zu haben, wenn wir auch noch nicht die ganze Strecke bereist haben.
     Es liegt da die Idee zu Grunde, daß das Wort “nie” die Unendlichkeit bereits| // schon// mitbringe, da das eben seine Bedeutung ist.
     Es kommt darauf an: Was kann ich mit so einem Satz tun| anfangen| fange ich mit so einem| diesem Satz an: denn, auf die Frage “was bedeutet| sagt er?” kommt ja wieder ein Satz zur Antwort, und der führt mich solange nicht weiter, als ich aus der Erklärung nichts über die Züge erfahre, die ich mit den Figuren machen darf. (Als ich, sozusagen, nur immer wieder die gleiche Konfiguration| Spielstellung vor mir sehe und keine anderen, die ich aus ihr bilden kann.) So höre ich z.B., daß keine Erfahrung diesen Satz beweisen kann und das beruhigt mich über seine unendliche Bedeutung.


     

     Aus keiner Evidenz folgt, daß dieser Satz wahr ist. Ja, aber ich kann doch    glauben  , daß er wahr ist| was er sagt| // daß das der Fall ist, was er sagt //| aber ich kann doch glauben daß es sich so verhält wie| so ist wie… er sagt! Aber was heißt das| welcher Art ist: “glauben, daß das der Fall ist| es sich so verhält”? Reicht etwa dieser Glaube in die Unendlichkeit; fliegt er der Verifikation voran? — Was heißt es, das glauben? Diesen Satz| diesen Satz glauben: Ihn mit bestimmten Gefühlen sagen? ist es ein bestimmtes Benehmen| sich so & so verhalten, so & so zu handeln? — Und dann interessiert es uns nur insofern, als es ein Kalkulieren mit dem Satz ist.| Diese Vorgänge| Und diese Handlungen interessieren uns nur, sofern sie zeigen was wir mit dem Satz anfangen wie wir ihn im Kalkül gebrauchen.


     


     Um den Sinn einer Frage zu verstehen, bedenken wir: Wie sieht denn die Antwort auf diese Frage aus.

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     Auf die Frage “ist A mein Ahne” kann ich mir nur die Antwort denken “A findet sich in meiner Ahnengalerie” oder “A findet sich nicht in meiner Ahnengalerie” (wo ich unter Ahnengalerie die Gesamtheit aller Arten von Nachrichten über meine Vorfahren verstehe). Dann konnte aber auch die Frage nur dasselbe heißen wie: “Findet sich A in meiner Ahnengalerie”. (Eine Ahnengalerie hat ein Ende: das ist ein Satz der Syntax.) Wenn mir ein Gott offenbarte, A sei mein Ahne, aber nicht, der wievielte, so könnte auch diese Offenbarung für mich nur den Sinn haben, ich werde A unter meinen Ahnen finden, wenn ich nur lang genug suche; da ich aber die Zahl N von Ahnen durchsuchen werde, so muß die Offenbarung bedeuten, A sei unter jenen N Ahnen.

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   Intention und Abbildung  .






















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Wenn ich mich abbildend nach einer Vorlage richte, also    weiß  , daß ich jetzt den Stift so bewege,    weil   die Vorlage    so   verläuft, ist hier eine mir unmittelbar bewußte Kausalität im Spiel?







     

Die Verwechslung von Grund & Ursache.


     


      Wenn ich, den Regeln folgend, statt “” “a” schreibe, so ist es, als wäre hier eine Kausalität im Spiel, die nicht hypothetisch, sondern unmittelbar erlebt, wäre. (Natürlich ist nichts dergleichen der Fall.)


     


     Der Gegenstand meines Hasses ist nicht die Ursache meines Hasses.


     


     Wenn ich mich aber nun ärgere,    weil   jemand zur Türe hereinkommt, kann ich mich hier im Nexus irren, oder erlebe ich ihn wie den Ärger?
     In einem gewissen Sinne kann ich mich irren, denn ich kann mir sagen “Ich weiß nicht, warum mich sein Kommen heute so? ärgert”. Das heißt, über die Ursache meines Ärgers läßt sich streiten. — Anderseits nicht darüber, daß der Gedanke an sein Kommen — wie man sagt — unlustbetont ist.
     Wie aber in dem Fall: Ich sehe den Menschen und der Haß gegen ihn steigt bei seinem Anblick in mir gegen ihn auf. — Könnte man fragen: wie weiß ich, daß ich    ihn   hasse, daß    er   die Ursache meines Hasses ist. Und wie weiß ich, daß sein Anblick diesen Haß neu erweckt? Auf die erste Frage: — ‘ich hasse ihn’ heißt nicht ‘ich hasse und er ist

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die Ursache meines Hasses’. Sondern er, beziehungsweise sein Gesichtsbild — etc. — kommt in meinem Haß vor, ist ein Bestandteil meines Hasses. (Auch hier tut's die Vertretung nicht, denn was garantiert mir dafür, daß das Vertretene existiert.) Im zweiten Fall kommt? eben unmittelbar die Erscheinung des Menschen in meinem Haß vor?, oder, wenn nicht, dann ist seine Erscheinung wirklich nur die hypothetische Ursache meines Gefühls und ich kann mich darin irren, daß    sie   es ist, die das Gefühl hervorruft.


     


     “Ganz ebenso muß es sich auch mit dem Handeln    nach   einem Zeichenausdruck verhalten. Der Zeichenausdruck muß in diesem Vorgang involviert sein, während er nicht involviert ist, wenn er bloß die Ursache meines Handelns ist.”


     


     Wenn der Satz “ich hasse ihn” so aufgefaßt wird: ich hasse und er ist die Ursache; dann ist die Frage möglich “bist Du sicher, daß Du    ihn   haßt, ist es nicht vielleicht ein Anderer oder etwas Anderes” und das ist offenbarer Unsinn.

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62
Wenn wir “nach einer bestimmten Regel abbilden”, ist diese Regel in dem Vorgang des Kopierens (Abbildens) enthalten, also aus ihm eindeutig abzulesen? Verkörpert der Vorgang des Abbildens sozusagen diese Regel?







     


     Denken wir, daß jemand eine Strecke absichtlich im Maßstab 1:1 kopiert. Ist dann in dem Vorgang des Kopierens schon das Verständnis des Nachzeichnens irgendeiner Strecke im Maßstab 1:1| der allgemeinen Regel enthalten? D.h. ist die Weise, in der mein Bleistift von der Strecke geführt wird, eben dieses allgemeine Gesetz? Mein Stift wurde von mir quasi ganz voraussetzungslos gehalten und    nur   von der Länge der Vorlage geführt| // beeinflußt//.
     Ich würde sagen: Wäre die Vorlage länger gewesen, so wäre ich mit meinem Bleistift noch weitergefahren und wenn kürzer, weniger weit. Aber war, gleichsam, der Geist, der sich hierin ausspricht, schon im Nachziehen des einen Strichs enthalten?


     


     Ich kann mir vornehmen: Ich gehe solange, bis ich ihn finde (ich will etwa jemand auf einer Straße treffen). Und nun gehe ich die Straße entlang und treffe ihn an einem bestimmten Punkt und bleibe stehen. War in

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dem Vorgang des Gehens, oder irgend einem andern gleichzeitigen, die Befolgung der allgemeinen Regel, die ich mir vorgesetzt hatte, enthalten? Oder war der Vorgang nur    in Übereinstimmung   mit dieser Regel, aber auch mit anderen entgegengesetzten Regeln?


     

     
Ich gebe jemandem den Befehl von A eine Linie parallel zu a zu ziehen. Er versucht (beabsichtigt) es zu tun, aber mit dem Erfolg, daß die Linie parallel zu b wird. War nun der Vorgang des Kopierens derselbe, als hätte er beabsichtigt, parallel zu b zu ziehen und seine Absicht ausgeführt? Ich glaube offenbar, nein. Er hat sich von der Linie a führen lassen.


     


     Wer liest, macht das, was er abliest abhängig von dem, was da steht.


     


     Was hätte übrigens eine| // die// allgemeine Regel überhaupt auszudrücken, wenn das nicht| nicht das?


     


     Die Frage ist nun: wenn ich (nun) auf diese Weise eine Vorlage nachgezeichnet habe, ist es dann möglich, den Vorgang des Nachzeichnens, wie er war, auch nach einer anderen allgemeinen Regel richtig zu beschreiben? Oder kann ich so eine Beschreibung zurückweisen| // ablehnen// mit den Worten: “nein, ich habe mich wirklich nur von    dieser   (allgemeinen) Regel leiten lassen (und nicht von jener anderen, die in diesem Falle| hier allerdings auch dasselbe Resultat ergeben hätte)”.


     


     Wenn ich absichtlich eine gewisse Form nachzeichne, so hat der Vorgang des Kopierens mit der Wirklichkeit an einer bestimmten Stelle diese Form gemein. Sie ist eine Facette des Vorgangs des Kopierens. Eine

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Facette, die an dem kopierten Gegenstand anliegt und sich dort mit ihm deckt.


     


     Man könnte dann sagen: Wenn auch mein Bleistift die Vorlage nicht trifft, die Absicht trifft sie immer.


     


     Es ist nur die Absicht, die an das Modell heranreicht. Und das ist dadurch ausgedrückt, daß der Ausdruck der Absicht die Beschreibung des Modells und den Ausdruck der Projektionsregel enthält. Was ich tatsächlich spiele, ist gleichgültig; die Erfahrung wird es lehren und die Beschreibung des Gespielten muß nichts mit der Beschreibung des Notenbildes gemein haben. Wenn ich dagegen meine Absicht beschreiben will, so muß es heißen, daß ich dieses Notenbild auf die Weise in Tönen abzubilden beabsichtige. Und nur das kann der Ausdruck dafür sein, daß die Absicht an die Vorlage heranreicht und eine allgemeine Regel enthält.


     


     Wenn ich einen Apparat machte, der nach Noten spielen könnte, der also auf das Notenbild in der Weise reagierte, daß er die entsprechenden Tasten einer Klaviatur drückte, und wenn dieser Apparat bis jetzt immer klaglos funktioniert hätte, so wäre doch weder er, noch sein Funktionieren der Ausdruck einer allgemeinen Regel. Ferner, dieses Funktionieren ist, wie immer er funktioniert, an sich weder richtig noch falsch; d.h. weder der Notenvorlage entsprechend, noch ihr nichtentsprechend. Kein Mechanismus, welcher Art immer, kann eine solche Regel etablieren. Man kann nur sagen: der Mechanismus arbeitet bis jetzt dieser Regel gemäß (was natürlich heißt, daß er auch anderen Regeln    gemäß   arbeitet). Das Funktionieren des Apparates bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt würde gewisse Regeln zu| // von// seiner Beschreibung ausschließen, aber nie eine Regel eindeutig bestimmen.


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     Wir können wohl eine Maschine zur Illustration der Koordination zweier Vorgänge, der Abbildung des einen in dem andern, verwenden, aber nur die Maschine    wie sie funktionieren soll  , also die Maschine in ganz bestimmter Weise als Ausdruck aufgefaßt, also als Teil der Sprache.


     


      In dem Ausdruck der Absicht muß ich die Vorlage beschreiben; in der Beschreibung des Abbildes nicht. (Und das ist der Kern des ganzen Problems, & seine Lösung.)


     


     Nur in diesem Sinne bildet z.B. das Pianola die Loch-Schrift auf dem Streifen in die Tonfolge ab. Oder der Musterwebstuhl die Sprache der gelochten Karten in das Muster des gewebten Stoffes.


     

Zu § 63
Diese Bemerkung gehört zu der, daß die Rechtfertigungen der Abbildung irgendwo aufhören etc.
     “Wenn man kopiert, d.h. überhaupt abbildet, sich von einer Vorlage leiten läßt, so ist das Charakteristische daran, daß nur die Vorlage mir bewußt wird, dagegen nicht die Projektionsart (nach Noten spielen). Ich bin mir bewußt, daß mich die Vorlage einmal so, einmal so lenkt, aber das    Wie   dieser Übertragung nehme ich sozusagen hin; ich bemerke es weiter nicht. Und zwar, weil ich es nicht mit einem Anderen vergleiche. Ich befolge die Projektionsregel, aber ich drücke sie nicht aus und sie fällt sozusagen aus der Betrachtung heraus, weil sie mit nichts verglichen wird. Wenn ich sie beschreibe, so setzt das voraus, daß ich sie mit anderen Regeln vergleiche.” Was ist das Kriterium der Absicht? Kommt diese Frage in die Betrachtung dieser ¿Seite¿ hinein?


     


     Das Wort “psychischer Vorgang”, “mental process”, ist an vieler Verwirrung schuld. Wenn wir sagen, der Gedanke, die Intention sind psychische Vorgänge, so stellen wir uns darunter etwas ähnliches oder analoges vor, wie unter dem Wort chemischer Vorgang, oder physiologischer Vorgang. — Und soweit das richtig ist, haben wir mit dem Gedanken und der Intention nichts zu tun.



     

Zu § 63

     “Ja, in gewissem Sinne ist alles, was beim Nachbilden der Vorlage ge-

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schieht, daß diese Vorlage an uns vorüberzieht und wir sie besser oder weniger gut treffen. D.h. es ist das Ende der Kopiermaschine, das unserer Vorlage entlangläuft, was wir beobachten; die ganze übrige Maschine nehmen wir als gegeben hin. Wir merken sozusagen nur, was sich ändert, nicht, was gleichbleibt. Der Abbildungsweise haben wir durch eine Einstellung (die gleichbleibt) (ein für allemal) Rechnung getragen. — Und was wir    spüren  , ist nur das Modell.”


     

Zu § 63

     “Darum, wenn wir falsch nach Noten singen oder spielen — so verschieden diese Abbildung der Art nach von ihrem Vorbild ist — fühlen wir es als einen Verstoß gegen das    Modell  | nennen wir es einen Verstoß gegen die Vorlage| das Vorbild.”

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63
Wie rechtfertigt man das Resultat der Abbildung mit der allgemeinen Regel der Abbildung?







     


     Ich kann 5² mittels x² rechtfertigen, wenn ich dabei x² einem x³ oder einem andern Zeichen des Systems entgegenstelle.


     


     Die Schwierigkeit ist offenbar, das nicht zu rechtfertigen versuchen, was keine Rechtfertigung verträgt| // zuläßt//.


     

     Wenn man fragt: “warum schreibst Du 5²?” und ich antworte “es steht doch da, ich soll quadrieren”, so ist das eine Rechtfertigung — und eine    volle   — . ?—Eine Rechtfertigung verlangen, in dem Sinne, in dem dies keine ist, ist sinnlos.—?


     


     Ich hätte jemandem alle möglichen Erklärungen| eine mögliche Erklärung dafür gegeben, was der Befehl “quadriere diese Zahlen” heißt. (Und diese Erklärungen sind doch sämtlich Zeichen.) Er quadriere darauf, und nun frage ich ihn “warum tust Du    das   auf diese Erklärung hin?” Dann hätte es keinen Sinn mir zu antworten: “Du hast mir doch gesagt: (es folgt die Wiederholung der Erklärungen)”. Eine andre Art der Antwort

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ist aber auf diese Frage auch nicht möglich und die Frage heißt eben nichts. Sie müßte sinnvoll lauten: “Warum tust Du    das   und nicht jenes auf diese Erklärungen hin (ich habe Dir doch gesagt …)”.


     


     Wenn man nun fragen würde: Wie lange vor der Anwendung der Regel muß die Disposition “x²” gedauert haben? Eine Sekunde, oder zwei? Diese Frage klingt natürlich, und mit Recht, wie eine Persiflage. Wir fühlen, daß es darauf gar nicht ankommen kann. Aber diese Art der? Frage taucht immer wieder auf.


     

     Wenn man nach einer Regel einen Tatbestand abbildet, so ist    dieser   dabei die    Vorlage  . Ich brauche keine weitere Vorlage, die mir zeigt, wie die Abbildung vor sich zu gehen hat, wie also die erste Vorlage zu benützen ist, denn sonst brauchte ich auch eine Vorlage, um mir die Anwendung der zweiten zu zeigen, u.s.f. ad infinitum. D.h. eine weitere Vorlage nützt mich nichts, ich muß ja doch einmal ohne Vorlage handeln.


     

     Wenn ich mich mit der Bewegung des Punktes P von A nach B nach dem Pfeil richte, so ist, was hier geschieht| // so ist das // nur dadurch beschrieben, daß ich das System von Pfeilen beschreibe, dem dieser angehört. — Ich könnte nun wohl sagen: Ist das genug? muß ich nicht auch die Regel angeben, nach der die Übersetzung geschieht, z.B. hier, daß ich mich parallel zum Pfeil bewegen soll? Aber diese Übersetzungsregel kann | // könnte // ich mir in Gestalt etwa des Zeichens “!!” (im Gegensatz etwa zu “!/” dem Pfeile zugesetzt denken; aber dann würde das Zeichen “
     
!!” auf keiner andern Stufe stehen wie ”
     
” und ich könnte doch jetzt nur das System beschreiben, dem dieses Zeichen angehört, wenn ich nicht ad


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infinitum,    also erfolglos  , weitere Zeichen zu den obigen setzen will.



     

Jedes Abbilden, (Handeln nach — nicht bloß in Übereinstimmung mit — gewissen Zeichen| einer Regel) Ableiten einer Handlung aus einem Befehl, Rechtfertigen einer Handlung mit einem Befehl ist von der Art des schriftlichen Ableitens eines Resultats aus einer Angabe dem Hinweis auf eine Tabelle| // auf die Stellung von Zeichen in einer Tabelle //.



     

     Wir stoßen hier immer auf die peinliche Frage, ob denn nicht das Anschreiben des ‘5²’ (z.B.) mehr oder weniger (oder ganz) automatisch erfolgt sein könne, und fühlen, daß das der Fall sein mag und daß es uns gar nichts angeht. ?—Daß wir hier auf ganz irrelevantem Boden sind, wo wir nicht hingehören.—?


     

     “Ich schreibe ‘5²’, weil hier ‘x²’ steht”. Was aber, wenn ich sagte: “Ich schreibe ‘+’, weil hier ‘A’ steht”? Man würde fragen: Schreibst Du denn überall ‘+’ wo ‘A’ steht? , man würde nach einer allgemeinen Regel fragen. Und das ‘weil’ im letzten Satz hätte sonst keinen Sinn.


     

     
     
Warum schreibst Du 25? — Weil dort ‘y²’ steht. — Ja, ist das das Signal für 25? — Nein, aber ich habe ‘25’ geschrieben, weil dort ‘ y²’ steht. — Woher weißt Du denn, daß Du es deswegen geschrieben hast? Hier hätte man das “weil” als Einleitung einer Angabe der Ursache aufgefaßt statt des Grundes.


     


     
      Was heißt es aber: Ich geh' zur Tür,    weil   der Befehl gelautet hat “geh' zur Tür”?
     Und wie vergleicht sich dieser Satz mit: ich geh' zur Tür, obwohl der Befehl gelautet hat “geh' zur Tür”. Oder: Ich geh' zur Tür, aber nicht weil der Befehl lautete “geh' …”, sondern …. Oder: Ich geh'    nicht   zur Tür, weil der Befehl gelautet hat “geh' zur Tür”.


     

     Das Phänomen der Rechtfertigung. Ich rechtfertige das Resultat 3² durch x². So schaut jede Rechtfertigung aus.

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     In gewissem Sinn bringt uns das nicht weiter. Aber es kann uns ja auch nicht    weiter  , d.h., zu einem Fundament| // zu dem Metalogischen//, bringen.

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64
Der Vorgang der absichtlichen Abbildung, der Abbildung mit der Intention abzubilden ist nicht wesentlich ein psychischer, innerer. Ein Vorgang der Manipulation mit Zeichen auf dem Papier kann dasselbe leisten.







     

     Kein psychischer Vorgang kann besser symbolisieren, als Zeichen, die auf dem Papier stehen.
     Der psychische Vorgang kann auch nicht mehr leisten, als die Schriftzeichen auf dem Papier.
     Denn immer wieder ist man in der? Versuchung, einen symbolischen Vorgang durch einen besonderen psychischen Vorgang erklären zu wollen, als ob die Psyche in dieser Sache viel mehr tun könnte, als das Zeichen.


     

     Es mißleitet uns da die falsche Analogie mit einem Mechanismus, der mit anderen Mitteln arbeitet, und daher besondere Bewegungen| // eine besondere Bewegung// erklären kann. Wie wenn wir sagen: diese Bewegung kann nicht durch den Eingriff von Zahnrädern allein erklärt werden.


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      Hierher gehört irgendwie: daß es nicht selbstverständlich ist, daß sich das Zeichen durch seine Erklärung    ersetzen   läßt. Sondern eine merkwürdige, wichtige Einsicht in das Wesen    dieser   (Art von) Erklärung. (Im Gegensatz zu einer kausalen Erklärung.) | Hierher gehört, daß es eine wichtige Einsicht in das Wesen der Zeichenerklärung ist, im Gegensatz zur Kausalerklärung , … die sie in Gegensatz bringt zur Kausalerklärung …, daß sich das Zeichen durch seine Erklärung ersetzen läßt.


     

     Die Beschreibung des Psychischen müßte sich wieder als Symbol verwenden lassen.


     

     Das Behavioristische an meiner Auffassung besteht nur darin, daß ich keinen Unterschied zwischen ‘außen’ und ‘innen’ mache| an unserer Behandlung besteht nur darin, daß wir keinen Unterschied zwischen ‘außen’ und ‘innen’ machen. Weil mich die Psychologie nichts angeht.


     

     Kann man etwas in einem wesentlich anderem Sinne “   offen lassen  ”, als man eine Klammer leer läßt?


     

     Es kann nie essentiell für uns| unsere Betrachtung sein, daß ein symbolisierendes Phänomen in der Seele sich abspielt und nicht auf dem Papier, für den Andern sichtbar.


     

     Man kann sagen, daß, ob ich lese, oder nur Laute hervorbringe, während ein Text vor meinen Augen ist, sich nicht durch die Beobachtung von außen entscheiden läßt. Aber das Lesen kann nicht wesentlich eine    innere   Angelegenheit sein. Das Ableiten der Übersetzung vom Zeichen, wenn es überhaupt ein Vorgang ist, muß auch ein sichtbarer Vorgang sein können. Man muß also z.B. auch den Vorgang dafür nehmen | // ansehen // können, der sich auf dem Papier abspielt, wenn die Glieder der Reihe 1,4,9,16 (als Übersetzung von 1,2,3,4) durch die Gleichungen 1×1=1, 2×2=4, 3×3=9, etc. ausgerechnet erscheinen.

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Man könnte dann vom Standp