“Wie kommt es, daß ich den Baum aufrecht sehe, auch wenn ich meinen Kopf zur Seite neige & also das Netzhautbild das eines schiefstehenden Baums ist? Wie kommt es also, daß ich den Baum auch unter diesen Umständen als aufrecht als einen aufrechten anspreche? “Nun ich bin mir der Neigung meines Kopfes bewußt, & bringe also die nötige Korrektur an der Auffassung meiner Gesichtseindrücke an.” – Aber heißt das nicht Primäres mit Sekundärem verwechseln? Denk Dir, wir wüßten gar nichts von der innern Beschaffenheit des Auges, – würde dies Problem
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überhaupt auftauchen? // , – würde könnte sich diese Frage überhaupt erheben? // Wir bringen ja ˇhier, in Wirklichkeit, Wahrheit, hier keine Korrekturen an, dies ist ja bloß eine [e|E]rklärung // eine erklärende Hypothese. // .
  Wohl; – aber da nun die Struktur des Auges einmal bekannt ist, – wie kommt es, daß wir so handeln, so reagieren? Aber muß es hier eine physiologische Erklärung geben? Wie, wenn wir sie auf sich beruhen lassen würden? Aber so würdest Du doch nicht sprechen, wenn Du das Verhalten einer Maschine prüftest – Nun, wer sagt, daß in diesem Sinne das Lebewesen, der tierische Leib, eine Maschine ist? –