2[2|3].2.
  Man kniet & schaut nach oben & faltet die Hände & spricht, & sagt man spricht mit Gott, man sagt Gott sieht alles was ich tue; man sagt Gott spricht zu mir in meinem Herzen; man spricht von den Augen, der Hand, dem Mund Gottes, aber nicht von andern Teilen
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des Körpers: Llerne daraus die Grammatik des Wortes “Gott”! [Ich habe irgendwo gelesen, Luther hätte geschrieben, die Theologie sei die “Grammatik des Wortes Gottes”, der heiligen Schrift.]          Respekt vor dem Wahnsinn – das ist eigentlich alles, was ich sage.
      Ich bleibe immer wieder in der Komödie sitzen, statt hinaus auf die Strasse zu gehen.
      Eine R religiöse Frage ist nur entweder Lebensfrage oder sie ist (leeres) Geschwätz. Dieses Sprachspiel, könnte man sagen – wird nur mit Lebensfragen gespielt. ˇGanz [Ä|ä]hnlich, wie ˇdas Wort “Au-weh” keine Bedeutung hat, – ausse als Sscmerzensschrei.
    Ich will sagen: Wenn eine ewige Seeligkeit nicht für mein Leben, meine Lebensweise, etwas bedeutet, dann habe ich mir über sie nicht den Kopf zu zerbrechen; kann ich
mit Recht darüber denken, so muß, es was ich denke, in genauer Beziehung zu meinem Leben stehen, sonst ist, was ich denke, Quatsch, oder mein Leben in Gefahr. – Eine Obrigkeit, die nicht wirkt, nach der ich mich nicht zu richten
habe
brauche
, ist keine Obrigkeit. Wenn ich mit Recht von einer Obrigkeit rede, muß ich selbst auch von ihr abhängen.