• Collapse

  • Annotate using Feed The Pundit
  • Ts-220
  • Facsimile
  • Ts-220,14[2]et15[1] Diplomatic transcription
  • prev
  • next
  • Drag

   
21.
     Frege's Ansicht, daß in einer Behauptung eine Annahme steckt, die dasjenige ist, was behauptet wird, basiert eigentlich auf der Möglichkeit, die es in unserer Sprache gibt, jeden Behauptungssatz in der Form zu schreiben: “Es wird behauptet, daß das und das der Fall ist.” Aber “Daß das und das der Fall ist.” ist eben in unsrer Sprache kein Satz – es ist noch kein Zug in unsrem Sprachspiel. Und schreibe ich statt “Es wird behauptet, daß …”: “Es wird behauptet das und das ist der Fall”, dann sind hier die Worte “Es wird behauptet” eben überflüssig.
     Wir könnten sehr gut auch jede Behauptung in Form
Ts-220,15
15.
einer Frage mit nachgesetzter Bejahung schreiben; also, statt “Es regnet”: “Regnet es? Ja!”. Würde das zeigen, daß in jeder Behauptung eine Frage steckt?

(2015–) Wittgenstein Source Bergen Nachlass Edition (WS-BNE). Edited by the Wittgenstein Archives at the University of Bergen under the direction of Alois Pichler. In: Wittgenstein Source, curated by Alois Pichler (2009–) and Joseph Wang-Kathrein (2020–). (N) Bergen: WAB.




To cite this element you can use the following URL:


BOXVIEW: http://wittgensteinsource.org/BTE/Ts-220,14[2]et15[1]_n

RDF: http://wittgensteinsource.org/BTE/Ts-220,14[2]et15[1]_n/rdf

JSON: http://wittgensteinsource.org/BTE/Ts-220,14[2]et15[1]_n/json