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398.
     Gedanken erraten. Es liegen Spielkarten auf einem Tisch. Ich will, daß der Andre eine von ihnen berühren soll. Ich schließe die Augen und denke an
die
eine
Karte; der Andre soll erraten, welche ich meine. – Er läßt sich darauf etwa eine Karte einfallen und wünschtˇ dabei, meine Meinung zu treffen. Er berührt die Karte, und ich sage “Ja, die war's”, oder, sie war's nicht. Eine Variante dieses Spiels wäre: es daß [i|I]ch ˇschaue eine bestimmte Karte anschaue der Andre aber nicht sieht weiß nicht, welche, und daß er nun soll die Karte erraten. muß, die ich anschaue. ˇEs ist wichtig, [D|d]aß dies das eine Variante des ersten Spiels ist, ist wichtig. Es kann hier wichtig sein ˇja einen Unterschied machen, wie ich an die Karte denke, weil es sich ja zeigen könnte, daß davon die Zuverlässigkeit des Erratens abhängt. Sage ich aber im gewöhnl[c|i]chen leben “Ich dachte soeben an ihn”, so fragt man ˇmeistens nicht: “Wie hast du an ihn gedacht?”
(
⇒206)

 

(2015–) Wittgenstein Source Bergen Nachlass Edition (WS-BNE). Edited by the Wittgenstein Archives at the University of Bergen under the direction of Alois Pichler. In: Wittgenstein Source, curated by Alois Pichler (2009–) and Joseph Wang-Kathrein (2020–). (N) Bergen: WAB.




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